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Medienkonferenz des Referendumskomitees gegen das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG). Bild: KEYSTONE

Hacker zum NDG: «Warum zur Hölle sollten wir dafür stimmen, unsere Privatsphäre aufzugeben?»

Hernani Marques ist Informatiker und Vorstandsmitglied des Chaos Computer Clubs Schweiz. Er kämpft für ein Nein zum neuen Nachrichtendienstgesetz, über das die Schweiz in gut zwei Wochen abstimmt. 

09.09.16, 09:16 10.09.16, 01:46


Das Nachrichtendienstgesetz (NDG) will dem Geheimdienst ermöglichen, Telefone abzuhören, private Räume zu verwanzen und das Surfverhalten von Personen zu überwachen. Ein Gespräch über geheime Satellitenabhörsysteme, inkompetente Befürworter und Nadeln im Heuhaufen.

Herr Marques, Sie wirken so eindringlich. 
Hernani Marques:
Ja, mich nimmt diese Abstimmung emotional sehr mit. Es steht viel auf dem Spiel. 

Was denn? 
Unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben, wie wir es bisher kannten. Wenn wir dem NDG zustimmen, machen wir dem Geheimdienst praktisch die Tür zu unserem Schlafzimmer auf und verraten ihm das Passwort unseres E-Mail-Accounts. Wenn wir diesen Weg weitergehen, werden wir irgendwann keinen Raum mehr haben, um alleine zu sein, um privat zu kommunizieren oder in Ruhe zu surfen. 

Hernani Marques. Bild: zvg

Zur Person

Hernani Marques (31), geboren und aufgewachsen in Zürich, ist Informatiker und Vorstandsmitglied des Chaos Computer Clubs Schweiz – eines Hacker-Kollektivs, das für Privatsphäre, Informationsfreiheit und Computersicherheit kämpft. Marques arbeitet für das Schweizer Projekt «Pretty Easy Privacy», das sichere Kommunikation vereinfachen und für jedermann zugänglich machen will. Er hat an der Uni Zürich studiert und seine Masterarbeit über die Gefahren von Massenüberwachung im Lichte des NSA/Snowden-Skandals geschrieben. Er ist nicht Mitglied des Referendums-Komitees gegen das NDG. (rar)

Jetzt übertreiben Sie ein bisschen. 
Nicht im geringsten. Mit dem neuen Nachrichtendienstgesetz würden wir der Massenüberwachung zustimmen, die Sie und mich sowie alle anderen unbescholtenen Bürger betreffen würde. 

Bei einem unbescholtenen Bürger würde kein Richter die Erlaubnis geben, ihn überwachen zu lassen. 
Geplant ist, dass genau ein einziger Richter entscheidet, ob jemandes privateste Kommunikation überwacht wird. Wie oft denken Sie, wird er Nein sagen, wenn ihm der Geheimdienst und das Verteidigungsdepartement auf die Pelle rückten? Eine einzige Person müsste die Verantwortung übernehmen, wenn doch etwas passieren würde. Was würden Sie an der Stelle des Richters tun? 

Die Lage genau prüfen. 
Okay, wenn der Richter der Überwachung aber zustimmt, ist alles geritzt. Wenn er eine Überwachung ablehnt, muss er es genauestens begründen. 

Wenn die Person so verdächtig ist, kommt uns deren Überwachung vielleicht zugute? 
Das Problem ist – und das wollen die Befürworter entweder verschweigen oder sie verstehen es schlicht nicht –, dass die Mittel der Massenüberwachung im NDG jedermann betreffen. Um überhaupt erst an Verdachtsmomente ranzukommen, überwacht der Geheimdienst per Kabelaufklärung erstmal uns alle. Unsere private Kommunikation wird nach Schlüsselwörtern durchsucht. Googeln, mailen oder lesen wir zu viel über «Gentrifizierung», «politische Praxis» und «marxistisch-leninistisch», bleiben wir im Netz hängen. Das ist kein erfundenes Beispiel, sondern etwas, das einem deutschen Soziologen real passiert ist. Ihnen als Journalistin auf Recherche könnte das mit dem neuen NDG locker auch passieren. 

Ja gut, aber mit einmal googeln findet der Geheimdienst dann auch locker raus, dass ich Journalistin bin. 
Ja, trotzdem müssten Sie in Kauf nehmen, dass Ihre private Kommunikation überwacht wird, aufgrund Ihres Surfverhaltens bei der Arbeit. Und das Beste ist, dass wir nicht einmal das Recht darauf haben, zu erfahren, ob der Geheimdienst uns gerade überwacht. Und welches die Schlüsselwörter sind, nach denen gesucht werden. 

Wie kommen Sie darauf, dass der Geheimdienst die Ressourcen hat, jeden halbwegs Verdächtigen zu überwachen?
Das ist das Lieblingsargument der Befürworter und es kehrt das unter den Tisch, was sie lieber verschweigen würden: Ja, der Geheimdienst hat kein Milliarden-Budget und riesiges Personal. Wer das aber hat, ist die Armee. Und die Armee beziehungsweise das Zentrum für elektronische Operationen des VBS in Zimmerwald bei Bern übernimmt für den Geheimdienst die Kabelaufklärung ergo die Massenüberwachung von uns allen. Dieses wird gegenwärtig für 90 Millionen Franken aufgerüstet.

ZUR SATELLITENANLAGE AUF DEM PLATEAU VON BRETJONG OBERHALB VON LEUK, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 11. AUGUST 2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Parabolic antennas of the Brentjong satellite earth station above Leuk in the canton of Valais, Switzerland, pictured on July 16, 2016. One part of the antennas is operated by the Federal Department of Defence, Civil Protection and Sports (DDPS), whereas the company Signalhorn, which provides managed communication services, owns the other part. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Satellitenanlage mit Parabolantennen auf dem Plateau von Brentjong oberhalb von Leuk im Kanton Wallis am 16. Juli 2016. Die Anlage beinhaltet zwei getrennte Stationen; der kleinere Bereich gehoert der Eigenossenschaft und wird  vom Eidgenoessischen Departement fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS) betrieben. Die vom VBS betriebenen Antennen gehoeren zum schweizerischen Spionagesystem Onyx, welches die internationalen zivilen und militaerischen Mitteilungen abfaengt, die ueber Satelliten gesendet werden und soll somit primaer der Bekaempfung von Terrorismus dienen. Ein zweiter  Bereich, 150'000 Quadratmeter bebaut mit 50 Parabolspiegeln, ist im Besitz der Signalhorn AG, die der Signalhorn Trusted Networks GmbH mit Sitz im deutschen Backnang gehoert. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Onyx-Bodenstation in Leuk VS: Hier wird der Satellitenfunkverkehr abgehört und aufgefangen. Bild: KEYSTONE

Sie scheinen kein grosses Vertrauen in den Geheimdienst zu haben. 
Ich und wir alle haben auch überhaupt gar keinen Grund dazu. Die Abhörzentrale von Onyx, dem Satellitenabhörsystem des Nachrichtendienstes, wurde unter dem Vorwand des Baus eines Mehrzweckgebäudes am Parlament vorbei geschmuggelt. Die Finanzierung wurde verschleiert. Erst ab 2000 kam Stück für Stück alles ans Licht der Öffentlichkeit und Onyx erhielt erst rechtliche Grundlagen. Der Fichenskandal ist auch noch nicht lange her, als geheime Akten über hunderttausende Schweizer angelegt wurden. 2012 kopierte ein ehemaliger NDB-Mitarbeiter an mehreren Tagen massenweise Daten und nahm sie auf eigenen Festplatten mit. Das Parlament durfte hinterher feststellen, dass beim NDB IT-Sicherheit keine Priorität hat. Auch in der näheren Nachbarschaft sieht es nicht rosig aus: Beim deutschen Geheimdienst werden gerade Dutzende Fälle bekannt, wo er Gesetze bricht.

NDG Nachrichtendienst Geheimdienst NDB Überwachung Trojaner

Sie werden wieder sehr eindringlich. 
Ja, es ist für mich unfassbar, dass wir diesem Geheimdienst solche Kompetenzen einräumen wollen. Warum zur Hölle sollten wir dafür stimmen, unsere Privatsphäre aufzugeben? Dass Onyx Massenüberwachung ermöglicht, hat die Geschäftsprüfungsdelegation übrigens selber 2003 festgehalten. Und wenn ein solches Gesetz erstmal besteht, wird es nicht wieder eingeschränkt, sondern nur noch weiter ausgebaut. Wir sollten diesen Weg nicht gehen. 

Wollen Sie eigentlich nicht, dass wir besser vor Terrorismus geschützt werden? 
Das ist ja das Problem! Mehr Überwachung wird uns nicht besser vor Terrorismus schützen. Ich versuche es mit einem Bild: Der Geheimdienst sucht beim Aufspüren von Terroristen nach der Nadel im Heuhaufen. Bereits heute ist es schwer, sie zu finden. Mit dem NDG wird bloss der Heuhaufen – sprich die Datenmenge – grösser, die Nadeln werden aber nicht mehr. Das ist nur logisch. Es gibt ja nicht mehr Terroristen, nur weil es mehr Überwachung gibt. Was es aber vermehrt geben wird, sind falsche Verdächtigungen von unbescholtenen Bürgern.

Umfrage

Wirst du dem neuen Nachrichtendienstgesetz (NDG) zustimmen?

10,069 Votes zu: Wirst du dem neuen Nachrichtendienstgesetz (NDG) zustimmen?

  • 19%Ja
  • 81%Nein

Woher wollen Sie das wissen? 
Man kann die Zahlen des deutschen Geheimdienstes nehmen. 2014 horchte er 25'209 Telekommunikationsverkehre ab, als «nachrichtendienstrechtlich relevant» erwiesen sich bloss 65 davon, also weniger als 0,26 Prozent. Umgekehrt heisst das, dass 99,74 Prozent der ausgehorchten Kommunikation nicht «nachrichtendienstrechtlich relevant», also unbegründete und falsche Verdächtigungen waren. Diese Zahlen müssen Sie sich auf der Zunge zergehen lassen.

Was schlagen Sie denn für Massnahmen gegen Terrorismus vor? 
Ich bin Computer-, nicht Terrorismusexperte. Ich sage nur, Terroristen oder Personen, die Anschläge planen, sind doch nicht blöd und machen das per Handy oder E-Mail. Uns wird vorgegaukelt, wir würden mehr Sicherheit gewinnen, und dafür sollten wir unsere Daten hergeben. 

Wenn Sie schon kein Terrorismusexperte sind, warum überlassen Sie dann die Entscheidungen nicht den Experten? 
Ich habe noch keinen NDG-Befürworter gefunden, der sich öffentlich zeigt und auf meinem technischen Niveau mit mir diskutieren kann. Viele der geforderten Mittel wie Staatstrojaner oder eben die Kabelaufklärung erfordern aber informationstechnisches Wissen, um über ihre Folgen für die Gesellschaft debattieren zu können.

Aber der Schweizer Geheimdienst muss doch mit den ausländischen mithalten können. Sonst können nur die uns bespitzeln und wir sie nicht. 
Das ist die komplett falsche Richtung. Ja, der Nachrichtendienst gibt das offen zu, er will sich als Player im Markt aufrüsten. Ausgedeutscht heisst das aber, dass er ein mächtigerer Player im Handeln von Daten werden will. Im Handel mit unserem Privatleben. Das ist ein Wettrüsten, das zu einer Eskalation führen wird. 

Was sollten wir stattdessen tun? 
In die Sicherheit unserer Systeme investieren, nicht in die Überwachung. Wir sollten unsere Steuergelder nicht für unsere eigene Bespitzelung ausgeben, sondern dafür, uns vor der der anderen zu schützen. Das schützt nicht nur uns Bürger, sondern auch die Beamten und Unternehmen. 

Heute Abend steht der Chef des Geheimdienstes in der SRF-Sendung «Arena» und kämpft für das NDG, was wollen Sie von ihm wissen? 
Er soll hinstehen und zugeben, dass wir mit dem neuen NDG über Massenüberwachung abstimmen, weil es technisch gar nicht anders möglich ist. Und er soll erklären, wie der Schweizer Geheimdienst es im Gegensatz zum deutschen schaffen will, nicht eine Falschverdächtigungs-Quote von 99 Prozent zu erzielen. 

Musikvideo gegen das NDG

Video: YouTube/gintonicproductions.ch

Schau, welche Politiker ihre Meinung zur Privatsphäre mit dem NDG am weitesten über Bord warfen: 

Du hast nichts zu verbergen? Diese Fragen zum neuen Nachrichtendienstgesetz solltest du trotzdem beantworten können: 

1.Zu Beginn eine ganz grundlegende Frage: Was will das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) eigentlich?
ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DEN NACHRICHTENDIENST (NACHRICHTENDIENSTGESETZ) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Parabolic antennas of the Brentjong satellite earth station above Leuk and the river Rhone in the canton of Valais, Switzerland, pictured on July 16, 2016. One part of the antennas is operated by the Federal Department of Defence, Civil Protection and Sports (DDPS), whereas the company Signalhorn, which provides managed communication services, owns the other part. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Die Satellitenanlage mit Parabolantennen auf dem Plateau von Brentjong oberhalb von Leuk im Kanton Wallis am 16. Juli 2016. Die Anlage beinhaltet zwei getrennte Stationen; der kleinere Bereich gehoert der Eigenossenschaft und wird  vom Eidgenoessischen Departement fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS) betrieben. Die vom VBS betriebenen Antennen gehoeren zum schweizerischen Spionagesystem Onyx, welches die internationalen zivilen und militaerischen Mitteilungen abfaengt, die ueber Satelliten gesendet werden und soll somit primaer der Bekaempfung von Terrorismus dienen. Ein zweiter  Bereich, 150'000 Quadratmeter bebaut mit 50 Parabolspiegeln, ist im Besitz der Signalhorn AG, die der Signalhorn Trusted Networks GmbH mit Sitz im deutschen Backnang gehoert. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Mehr Kompetenzen für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB).
Regelung der Überwachung im öffentlichen Raum.
2.Inländischer Internetverkehr wird mit dem neuen NDG nicht überwacht. Du läufst also keine Gefahr, in den Fokus des Geheimdienstes zu geraten, wenn du einen Kommentar auf watson.ch schreibst. Richtig oder falsch?
Die Redaktion des Newsportals Watson, aufgenommen am 19. Maerz 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Richtig. Ich bin vor dem NDB geschützt.
Falsch. Ich könnte überwacht werden.
3.Fallbeispiel: Dein Bruder plant mit seinen Freunden «Chriegerlis» im Wald. Per Mail tauschen sie sich über die Waffen aus, die sie zum Spiel mitbringen wollen, ohne dabei ausdrücklich zu erwähnen, dass es sich in Wirklichkeit um trockene Äste handelt, die nur durch kindliche Phantasie zu Waffen werden. Könntest du in den Fokus des Geheimdienstes geraten?
A kid plays with a piece of wood and enjoys the sunny and warm weather, on the Geneva Lake, in Vevey, Southwestern Switzerland, Sunday, January 12, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
Nein. Inländischer Internetverkehr darf nicht überwacht werden.
Nein, nur mein Bruder.
Ja.
4.2007 wurde der deutsche Wissenschaftler Andrej Holm wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wochenlang inhaftiert. Aufgrund einzelner Fachbegriffe in seinen Forschungsbeiträgen war er mit einem Bekennerschreiben einer militanten Gruppe in Verbindung gebracht worden. Holm wurde schliesslich ohne Anklage freigelassen. Wäre so ein Fall mit dem neuen NDG möglich?
Andrej Holm (Inst. f. Soziologie, HU Berlin)
wikimediacommons
Ja, jeder könnte dem NDB ins Netz gehen.
Nein, das NDG ermöglicht nur gezielte Massnahmen, wenn ein Verdacht besteht.
5.Richtig oder falsch? Mit dem neuen NDG darf der Nachrichtendienst Cyberangriffe führen, also im Ausland in Computersysteme einbrechen, ohne dass ein Einverständnis des betroffenen Landes eingeholt worden wäre.
FILE - In his June 6, 2013 file photo, the National Security Agency (NSA) campus in Fort Meade, Md. The leak of what purports to be a National Security Agency hacking tool kit has set the information security world atwitter — and sent major companies rushing to update their defenses. Experts across the world are still examining what amount to electronic lock picks. Here's what they've found so far. (AP Photo/Patrick Semansky, File)
AP/AP
Falsch. Zu Spionagezwecken in geschützte Computersysteme im Ausland einzudringen bleibt illegal.
Richtig. Der VBS-Chef soll solche Angriffe anordnen können.
6.Welche Menschenrechte stellt das neue NDG in Frage?
Swiss Foreign Minister Didier Burkhalter issues his statement during the opening of the High-Level Segment of the 28th session of the Human Rights Council, at the European headquarters of the United Nations, in Geneva, Switzerland, Monday, March 2, 2015. The Human Rights Council opens today a four-week session with member states and top officials. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
KEYSTONE
Das Recht auf Schutz der Privatsphäre.
Das Recht auf freie Meinungsäusserung.
Das Recht auf faire Gerichtsverfahren und das Recht auf Vertraulichkeit der Kommunikation mit dem eigenen Anwalt.
Alle drei.
7.Fallbeispiel: Der Geheimdienst hegt den Verdacht, dass in einer Moschee Radikalisierungs-Tendenzen stattfinden. Er darf nun mit Drohnen die Umgebung der Moschee filmen, die Aufnahmen speichern und Profile anlegen. Richtig oder falsch?
Die An'Nur-Moschee in Winterthur am Dienstag, 17. November 2015. Laut dem Syrien-Kenner Kurt Pelda, der intensive Recherchen getaetigt hat, soll es im Umfeld der An'Nur-Moschee eine Zelle des IS geben. Den Recherchchen zufolge soll vor Kurzem eine weitere Person von Winterthur nach Syrien gereist sein. Die Maenner die nach Syrien gereist seien, sollen Jihadisten sein, die in der Moschee in Winterthur rekrutiert worden seien. (KEYSTONE/Walter Bieri)
KEYSTONE
Richtig.
Falsch.
8.Fortsetzung: Darf der NDB den Moschee-Besuchern nun Wanzen in die Handtaschen schmuggeln, um nichtöffentliche Unterhaltungen abhören zu können?
Bundesrat Ueli Maurer, hat einen roten Kopfhoerer auf beim Besuch der Bieler Bevoelkerung, waehrend der zweitaegigen Bundesratsreise, am Donnerstag, 2. Juli 2015, auf dem Ringplatz in Biel. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
KEYSTONE
Ja.
Nein.
9.Fortsetzung: Eine der Moschee-Besucherinnen erhält ein womöglich illegales Geschäfts-Angebot von ihrem Bruder und will dieses mit ihrem Anwalt besprechen. Über eine Wanze in der Handtasche hört der NDB dieses Gespräch zufällig mit. Das Geschäft scheint für den NDB von Interesse – er darf die Tonaufnahmen des Gesprächs in einer Datenbank speichern, heimlich Computer und Wohnung des Bruders durchsuchen und dabei gefundene Dokumente den Strafverfolgungsbehörden übergeben, damit der Bruder zur Befragung vorgeladen wird. Richtig oder falsch?
THEMENBILD ZU SDA TEXT SOFORTHILFEGESUCHE FUERSORGLICHE ZWANGSMASSNAHMEN --- Ein Mann sucht Akten in einem Aktenschrank in Zuerich, am 29. September 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)
KEYSTONE
Richtig.
Falsch.
10.Richtig oder falsch? Stimmt es, dass (neben dem VBS-Chef und dem Sicherheitsrat des Bundesrates) gesetzlicher Ebene ein einzelner Richter die Überwachungsmassnahmen anordnet?
Aussenaufnahme des Bundesverwaltungsgerichtes in St. Gallen, aufgenommen am 5. Juli 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Falsch. Es bestimt ein richterliches Gremium.
Richtig, ob grünes Licht gegeben wird, entscheidet (auf richterlicher Ebene) einzelne Person.
11.Der NDB darf in Computer einbrechen, ohne dass der Betroffene das merkt. Er steigt dazu über Sicherheitslücken (beispielsweise bei Google) ein. Wo liegt das Problem?
A man types on a computer keyboard in Warsaw in this February 28, 2013 illustration file picture.  High-level Chinese hackers recently tried to break into a key Canadian computer system, forcing Ottawa to isolate it from the main government network, a senior official said on July 29, 2014. REUTERS/Kacper Pempel/Files (POLAND - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)
X02307
Die Sicherheit ist auf beiden Seiten lückenhaft. Der Geheimdienst macht sich also im Gegenzug angreifbar.
In der Endkonsequenz macht dieses Vorgehen das Internet weniger sicher, weil Sicherheitslücken nicht mehr gemeldet, sondern an Geheimdienste verkauft werden.
12.Das neue NDG trägt laut dem Text in der Abstimmungsbroschüre zum Schutz der Freiheitsrechte der Bevölkerung bei und erhöht die Sicherheit der Schweizerinnen und Schweizer. Richtig oder falsch?
Bundesrat Guy Parmelin praesentiert den sicherheitspolitischen Berichtder Schweiz am Mittwoch, 24. August 2016, in Bern. Bundesrat Parmelin spricht wie folgt zur veraenderten Sicherheitslage:
KEYSTONE
Richtig.
Falsch.
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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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97
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97Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ammann 09.09.2016 20:53
    Highlight Wir Kommentatorinnen und Kommentatoren stehen ab jetzt bereits im Verdacht, etwas zu verbergen zu haben. Dabei hab ich in der Schule mal gelernt, dass es ein Postgeheimnis gibt und fand das toll. Tor-heit!
    24 1 Melden
    • Hernani Marques 10.09.2016 02:42
      Highlight Wir sollten Art. 13 über genau das in der Bundesverfassung anpassen: dass verdachtsunabhängige und massenhafte Überwachung schlichtweg verboten ist, mit Betonung darauf, dass Überwachung nicht erst dann anfängt, wenn der Heuhaufen durchwühlt wird, sondern schon mit seiner Anlegung (Datenerfassung).

      Schliessen wir sie nicht aus, die Initiative gegen die Massenüberwachung ... es gibt ja auch ein BÜPF, das massiv gestutzt gehört.
      10 2 Melden
  • zombie woof 09.09.2016 20:24
    Highlight Mir graust es ab der Vorstellung, in das Räderwerk des Nachrichtendienstes zu geraten. Es braucht nicht viel Fantasie um zu sehen was da auf uns zukommen könnte. Und wer jetzt immer noch mit dem dummen Spruch " wer nichts zu verbergen hat, dem passiert auch nichts", daherkommt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    49 10 Melden
  • Spooky 09.09.2016 20:09
    Highlight Super Interview! Dieser Hernani Marques hat mich überzeugt. Ich werde gegen das NDG stimmen.
    42 8 Melden
  • bebby 09.09.2016 16:01
    Highlight Frau Roth ist etwas naiv, in der Annahme, dass Journalistinnen nicht abgehört werden. Aus nachrichtendienstlicher Sicht sind das schon von vorneherein verdächtige Personen bzw. kommen am ehesten mit solchen Personen in Kontakt. Herr Snowden ist ja auch direkt zu einem Journalisten gegangen, den man (leider) nicht von vorneherein überwacht hatte.
    5 31 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 09.09.2016 17:04
      Highlight "den man (leider) nicht von vorneherein überwacht hatte. "

      RHOm = 1020kg/m3, Tendenz leider sinkend bei diesem Kandidaten.
      14 3 Melden
  • Starfox 09.09.2016 14:42
    Highlight tolles Interview von Rafaela Roth.
    Heute ist ja die Arena Sendung zum Thema, gibt es Morgen von Rafaela wieder eine Analyse, wer Gewinner und wer Verlierer war in der Sendung? Diese "Arena-Analysen" lese ich immer so gerne.
    22 3 Melden
  • mitch01 09.09.2016 13:00
    Highlight Geht es den nicht darum, dass man Verdächtige Personen gezielt überwachen kann. Zb. Jemand der an einem Tatort gesehen wurde und bei der Befragung womöglich lügt? Ich dachte immer, mit dem aktuellem Gesetz ist diese Überwachung eben nicht möglich.
    9 42 Melden
    • Chroneburger 09.09.2016 16:51
      Highlight Nein. Wird das Gesetz angenommen, kann jeder überwacht werden, auch Unverdächtigte. Wie wenig eine solche Überwachung zur Verhinderung von Terroranschlägen gebracht hat, hat man (leider) an zahlreichen Beispielen gesehen.

      Nein zum NDG!
      38 9 Melden
  • lilie 09.09.2016 12:47
    Highlight Ich bin natürlich wie alle anderen auch dafür, dass Bösewichte aller Couleur (und da sollte man für einmal nicht nur an Terroristen denken), möglichst früh erkannt und gefasst werden.

    Das NDG schiesst allerdings weit über das Ziel hinaus. Massenüberwachung kann nicht der Weg sein!

    Die sollten nochmals über die Bücher und etwas vorlegen, was den neuen digitalen Realitäten Rechnung trägt, aber nicht jeden gleich zum potentiellen Täter macht.
    66 7 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 09.09.2016 12:40
    Highlight Hui! Erst diesen Artikel gelesen, dann jenen über eine Mutter, die nicht preisgeben will, wer der Vater ihres Kindes ist.
    Wird es in Zukunft also kinderleicht für Behörden, z.B. die von den Eltern eines Kindes (aus welchen Gründen auch immer) verschwiegene Vaterschaft per Mausklick vom Nachrichtendienst anhand von z.B. Bewegungsprofilen und privater Kommunikation feststellen zu lassen? Bzw. wer garantiert uns, dass dies mit dem NDG nie passieren wird?
    58 3 Melden
    • zialo 09.09.2016 13:52
      Highlight Das wird genau so passieren. Geheimnisse hat man dann vor dem Staat keine mehr. Sehr gutes Beispiel!
      46 2 Melden
  • Hernani Marques 09.09.2016 12:39
    Highlight Falls jemand einen extrem gut geschriebenen Text lesen will, der klar argumentiert, weshalb Massenüberwachung nie funktioniert hat und es auch nie wird, dem sei die Lektüre vom Text "Why Mass Surveillance Can't, Won't, And Never Has Stopped A Terrorist" von Bruce Schneier, dem weltbeit bekannten Krypto-Experten, empfohlen:

    http://digg.com/2015/why-mass-surveillance-cant-wont-and-never-has-stopped-a-terrorist
    50 3 Melden
  • BigE 09.09.2016 12:18
    Highlight Hmm.... Ich sehe das etwa so, wie eine Verkehrskontrolle. Die Polizei steht am Strassenrand und sieht sich die vorbei fahrenden Autos an. Einige davon werden raus gewunken und wenn DANN ein Verdachtsmoment besteht, werden nicht nur Der FA kontrolliert sondern auch die Person und das Auto! Und wenn DANN weitere Anhaltspunkte dazu kommen, werden die Personen samt Auto zum Posten gebracht und detailliert geschaut. Wie oft hat die Polizei denn tatsächlich zB einen Einbrecher in einer VK? In einem von 1000 Fällen? Fühlen sich deswegen die anderen 999 schikaniert? Also ich mich nicht!
    11 61 Melden
    • legis 09.09.2016 13:07
      Highlight Jösses, da hat wohl jemand das Ausmass der heute verfügbaren Technologie noch nicht ganz erkannt!
      70 6 Melden
    • n3utrino 09.09.2016 13:18
      Highlight Die analogie hinkt ein wenig, denn im Gegensatz zur Vekehrskontrolle merkst du nicht ob, wänn und wie oft du durchsucht wirst.
      Falls dir jeden morgen ein Polizist auflauert um deinen Kofferraum zu durchsuchen kannst du doch wehren, wenn es schikane ist.

      Geht beim abhören nicht.
      46 2 Melden
    • exeswiss 09.09.2016 17:24
      Highlight @bigE im jetztigen gesetz ist das so. mit dem neien gesetzt wird jeder der 1000 fahrer rausgewunken und durchsucht, ob du auffällst oder nicht.
      19 1 Melden
  • Ordo Malleus 09.09.2016 11:43
    Highlight Sorry, dieser Typ labert einfach nur Müll. Ihm ist wohl der Aluhut zu tief ins Gesicht gerutscht lol. Er betreibt billige Polemik und schürt nicht rationalen Ängste. Mit Fanatiker wie Marques kann man einfach keine vernünftige Diskussion führen.

    Warum er den Vergleich mit DE anstellt, ist mir schleierhaft, da die Gesetze nicht gleich sind. Auch entscheidet nicht nur ein Richter über die Massnahme. Die Freigabe hat durch den Vorsteher VBS (nach Konsultation der Vorsteher EDA und EJDP) zu erfolgen (politische Prüfung). Ohne diese Freigabe, darf kein Überwachung durchgeführt werden.
    9 102 Melden
    • Hernani Marques 09.09.2016 13:04
      Highlight Frage mal NDB-Seiler, ob er den BND kennt. Frage ihn mal, ob man mit denen zusammenarbeitet und frage dich, ob die Schweiz nicht auch nur mit Wasser kocht.
      47 4 Melden
  • Gulli 09.09.2016 11:33
    Highlight Wir brauchen mehr Heu !

    NUCK FDG
    34 3 Melden
  • atomschlaf 09.09.2016 11:29
    Highlight Die Server von watson.ch stehen übrigens auch in Deutschland.
    Somit würden auch hier geschriebene Kommentare künftig vom NDB überwacht...
    51 1 Melden
    • Hernani Marques 09.09.2016 11:34
      Highlight Vor allem, da es noch ohne https möglich ist, hier zu wirken.
      @watson: Bitte forciert Transportverschlüsselung!
      41 4 Melden
    • Lowend 09.09.2016 11:42
      Highlight Ebenfalls voll einverstanden! Es gibt im Internet kaum Kommunikation, die nicht irgendwann über die Landesgrenzen geht.
      Ist ja eigentlich logisch, denn es heisst ja Internet und nicht Nationalnetz, oder so was ähnliches. ;-)
      31 3 Melden
    • NumeIch 09.09.2016 12:32
      Highlight Dann schreiben wir in Zukunft hinter jeden Kommentar. Achtung Bombe! NEIN zum NDG!
      22 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • flenny 09.09.2016 11:14
    Highlight Kann mir jemand erklären, wie es technisch möglich sein kann, dass meine Suchanfragen, die über eine mit SSL gesicherte Verbindung gehen, abgehört werden können?

    Zitat aus dem Artikel: "Unsere private Kommunikation wird nach Schlüsselwörtern durchsucht. Googeln ..."
    14 16 Melden
    • h0nd 09.09.2016 11:32
      Highlight Jawohl. Der Staat installiert einen Trojaner auf Ihrem Gerät.

      Woher dieser stammt ist eine andere Geschichte.
      23 1 Melden
    • scout 09.09.2016 11:34
      19 3 Melden
    • H1o 09.09.2016 11:41
      Highlight ist mir zu viel Text um das jmd. verständlich zu erklären dem das technische hintergrundwissen fehlt (wer sich aber wirklich dafür interessiert und genug Zeit zum googeln hat kann sich da auch selbst informieren - PS: gidf.de ).

      Aber es ist definitiv möglich, auch ohne z.B. (d)ein google Konto herrauszufinden was du bei Google so suchst oder bei Youtube schaust.

      Natürlich kann man vieles durch verschiedene Methoden verschleiern und die "Spionage" erschweren, aber mit genug Ressourcen beim "Gegner" ist es nahezu unmöglich anonym zu bleiben.


      Ich stimme dem interviewten Herren zu 100% zu!
      33 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 09.09.2016 11:10
    Highlight Die NSA wird sicher neidisch in unser Land gucken, weil der NDB plötzlich mehr legale Möglichkeiten als die amerikanische Datenkrake selber hat.
    Der NDB wird darum sicher schon bald zum Angriffsziel der ausländischen Geheimdienste werden, denn wer so viel weiss und gleichzeitig so dilettantisch ist, ist für die echten Profis ein gefundenes Fressen.

    Darum geht abstimmen und stimmt NEIN zu dieser extremen Massenüberwachung!
    93 6 Melden
    • atomschlaf 09.09.2016 11:15
      Highlight Ich fasse es kaum, aber ich kann für einmal einem Post von Lowend zu 100% zustimmen. :-D
      53 4 Melden
    • Lowend 09.09.2016 11:28
      Highlight Freut mich, mir ist die Freiheit eben auch wichtig. Die Welt ist zum Glück farbiger, als nur Lunks gegen Lechts und am Ende bin ich eigentlich nur für mehr Ehrlichkeit in Gesellschaft und Politik, was aber genau durch solche Gesetze ad absurdum geführt würde, denn während sich normale Bürger kaum gegen solche Überwachung schützen können, würden Verbrecher sicher schnell Mittel und Wege finden, diese Massnahmen zu umgehen, was dazu führt, dass ehrliche Menschen plötzlich gefährlicher leben würden, als die miesesten, aber oft gut vorbereiteten Verbrecher.
      45 1 Melden
    • Lowend 09.09.2016 11:39
      Highlight Informieren Sie sich selbe Stipps.
      Ihr Lunkenbashing ist bei dem Thema übrigens echt daneben, oder überlegen Sie mal, was mit Ihnen passieren könnte, sollten ein böser Lunker wie ich mal an die Macht kommen?
      Bei einem Lechten wär's vermutlich mir gegenüber auch nicht anders und darum gibt es beim NDG nur freiheitsliebende Schweizer, oder Menschen, die dem Staat aus lauter Angst, Möglichkeiten in die Hand geben, über die wir als Demokraten dann keine Kontrolle mehr haben.
      16 1 Melden
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  • atomschlaf 09.09.2016 11:04
    Highlight Danke für das Interview.

    Das neue NDG ist ein unausgereifter Schnellschuss mit völlig unzureichenden Kontrollmechanismen.
    Mag sein, dass in gewissen Bereichen eine verstärkte Überwachung sinnvoll sein könnte, aber sicher nicht mit einem solch undifferenzierten Rundumschlag und der resultierenden Totalüberwachung der gesamten Bevölkerung.

    Nicht zuletzt das Beispiel Frankreich zeigt, dass verstärkte Überwachung keine Sicherheit vor Terroranschlägen schafft.

    Jeder, der noch halbwegs selbständig denken kann, kann eigentlich nicht anders als hier NEIN zu stimmen!
    57 2 Melden
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 09.09.2016 11:03
    Highlight WOZ-Artikel zu selbem Thema, zum Lesen, Posten und Verlinken ;-)

    https://www.woz.ch/-5775
    17 2 Melden
  • Manutschgi 09.09.2016 10:41
    Highlight Who watch the watchmen
    34 1 Melden
  • BossAC 09.09.2016 10:26
    Highlight Dies ist eine schwierige Entscheidung. Habe zwar aus Überzeugung Nein gestimmt, aber es bleibt schon der fade Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass in den +99% Falschverdächtigungen trotzdem eben diese "65" potenziellen Gefahren gefunden werden konnten und damit vlt. nur schon ein schreckliches Ereignis verhindert.
    11 23 Melden
    • Hernani Marques 09.09.2016 11:58
      Highlight Achtung: die 65 beim BND in einem Jahr als "nachrichtendienstlich relevant" eingestuften Chats, SMS, E-Mails oder andere Inhalte bedeuten nicht, dass damit auch irgendwas sinnvolles in Sachen Terrorprävention angestellt wurde. Sie sind halt nun mal eben interessant. Die Führungsriegen so mancher Gruppen, nach die man trachtet, nutzen Papier oder Face-to-Face-Gespräche. Wenn bei der konkreten Ausführung eines Attents noch eben zwei, drei SMS, wie in Paris, rumgehen, ist es schon zu spät. Die Kosten sind horrend, in Geld und für die Gesellschaft, der Präventionsnutzen aber ist Null.
      31 4 Melden
  • Raphael Stein 09.09.2016 10:23
    Highlight Eines der Hauptprobleme:

    "Wie oft denken Sie, wird er nein sagen, wenn ihm der Geheimdienst und das Verteidigungsdepartement auf die Pelle rückten? "

    Warum sollten diese Institutionen so plötzlich mein Vertrauen geniessen, nachdem sie seit den 1970er Jahren eindrücklich bewiesen haben, dass sie gerne möchten aber nicht wirklich können!
    Wie oft waren gerade die unbescholtenen Bürger im Visier. Schon alles vergessen?
    Da Täter gerne ihre Handys, Pässe und Adressen direkt am Tator "verlieren" braucht es höchsten ein paar Schnüffelhunde mehr.
    40 1 Melden
  • Tooto 09.09.2016 10:22
    Highlight Ich bin ja, wie jeder andere hoffentlich auch, Fan der direkten Demokratie. Aber auch bei dieser Abstimmung wird wieder das Problem sein, dass 95% wohl gar nicht genau wissen um was es eigentlich geht.
    Aber ja, ein Nein wird wohl schwierig zu erreichen sein. Die Angst wird siegen.
    43 2 Melden
    • atomschlaf 09.09.2016 11:16
      Highlight Immerhin können wir darüber abstimmen. Andernorts wäre das Gesetz schon in Kraft, ohne dass die Bevölkerung irgendwas dazu zu sagen hätte.
      34 1 Melden
    • Tooto 09.09.2016 11:31
      Highlight Jap, das stimmt schon. Wie gesagt, ich bin Fan davon, aber leider nehmen es viele Leute zu wenig ernst und Stimmen ab, je nach Schlagzeile die sie gelesen habe. Ist mir bestimmt auch schon passiert, ich will nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen ;)
      10 1 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 09.09.2016 12:31
      Highlight Der Panzervergleich hinkt, gebe Ihnen aber trotzdem recht.
      Die Daten sicher gespeichert.. Ja klar.
      7 1 Melden
  • Damien 09.09.2016 10:16
    Highlight NDG wäre fatal:

    - Massive Einschränkung der Freiheit
    - Gleiche oder tiefere Sicherheit (grösserer Heuhaufen ohne die Fähigkeit, die Nadel zu finden)
    - Künftige Generationen werden weniger frei aufwachsen & nichts anderes kennen > zu träge, dagegen aktiv zu werden
    - Der Staat wird diese Macht nie wieder freiwillig aus der Hand geben ("War schon immer so")

    Aus Rücksicht auf sich selbst und zukünftige Generationen nein stimmen.

    Kurzes Video mit Snowden zur Thematik:


    Langes lustiges Video (John Oliver):
    29 5 Melden
    • E7#9 09.09.2016 13:03
      Highlight Ohne mich für das NDG stark machen zu wollen: Der Heuhaufen bleibt der selbe. Nach deiner Logik müsste man ja einfach die Polizei abschaffen, dann gäbe es keine Kriminalität mehr.
      1 18 Melden
    • Damien 09.09.2016 13:53
      Highlight >@E7#9:
      >Nach deiner Logik müsste man ja einfach die Polizei abschaffen, dann gäbe es keine Kriminalität mehr.

      Nettes Strohmann-Argument.

      Der Haufen wird sehr wohl grösser, wenn man mehr Daten sammelt. Die Nadeln, die bereits drin sind, bleiben die selben.

      Es ist als hättest du eine Riesenbibliothek mit dem perfekten Buch für jedes Thema und jeden Geschmack. Du vermagst diese guten Bücher jedoch nicht aufzuspüren, weil du weder durchblickst noch über eine gute Methodik verfügst.
      Was machst du dann wenn du gute Bücher finden willst?
      Die Initiative schlägt vor: Noch mehr Bücher kaufen.
      16 1 Melden
    • E7#9 09.09.2016 14:12
      Highlight Falsch. Die Anzahl bleibt immer dieselbe, man kauft keine zusätzlichen Bücher. Es geht um den Zutritt in alle Abteilungen der Bibliothek. Oder hast du wirklich das Gefühl, dass es mehr Terroristen geben wird, nur weil die man auf den ganzen Heuhaufen blickt? Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht für das NDG. Aber das Heuhaufen-Argument hat einen Denkfehler. Die Bedrohung wird nicht grösser, nur weil man mehr Menschen bespitzeln kann und somit die Auswahl grösser wird. Die Initiative stampft doch nicht mehr Terroristen aus dem Boden (noch mehr Bücher kaufen, wie du es sagst).
      2 6 Melden
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  • herschweizer 09.09.2016 10:16
    Highlight Vielleicht weil wir sie nie hatten?
    1 9 Melden
  • Nux Vomica 09.09.2016 10:08
    Highlight Gute, griffige Argumente, die nachdenklich stimmen. Aber ein Nein in diesen Tagen voller Angst und Panikmacherei wird wohl unmöglich zu realisieren sein.
    57 5 Melden
  • glüngi 09.09.2016 10:00
    Highlight Der NDB möchte CIA Spielen, das dürfen wir nicht zulassen!

    Wir dürfen uns nicht von der Angst verleiten lassen und ein Big Brother System installieren. Wie können gewisse Leute freiwillig Ihre Privatsphäre gegenüber dem Staat aufgeben! Das schlimme ist das über dieses Gesetz sehr wenig Diskutiert wird, man müsste dies im Stil einer SVP Initiative aufpusten so das es alle bewusst ist was sie hier machen!

    Lest den Entwurf einmal durch Leute!

    Die wollen sogar wieder Spitzel bezahlen, wie in den 80ern!
    76 11 Melden
    • atomschlaf 09.09.2016 11:19
      Highlight @joevanbeeck: Na und?

      Ich sehe da keine Realsatire.

      Es ist ein himmelweiter Unterschied, wenn man selbst entscheidet, gewisse Informationen über sich öffentlich zu machen oder ob man gegen seinen Willen und unwissentlich ausspioniert wird!
      20 1 Melden
    • Gulli 09.09.2016 11:27
      Highlight @joevanbeeck
      schon eine reife Leistung jemanden zu doxen der quasi mit clear-Namen einen Kommentar abgibt.
      Und was willst du uns nun tatsächlich sagen ? Dass du einen Namen bei google eintippen kannst ? Oder wo ist der Zusammenhang mit dem Kommentar vom Playec1992 ?
      16 1 Melden
    • glüngi 09.09.2016 15:38
      Highlight @joevanbeek das sind alles dinge die ich der öffentlichkeit freiwillig zugänglich gemacht habe nichts das ich verste ken will. ausserdem wohne ich nicht in zürich sonder in neftenbach. aber mit meinem namen der sehr sehr selten in europa ist sollte es kein problem sein mich ausfindig zu machen.

      dein kommentar hat jedoch nichts mit meiner aussage zu tun. möchtest du also sagen das du dafür bist das der NBD auf techniken von früher zurückgreifen darf und sogar leute bestechen darf?

      5 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sillum 09.09.2016 09:56
    Highlight Wie kann ein erwachsener Mensch, notabene mit einem Hochschulabschluss, einen derartigen Bockmist erzählen. Das ist massloses und völlig übertriebene Stimmungsmache. Kein unbescholtener Bürger braucht vor dem NDG Angst zu haben. Im Gegenteil, jeder kann davon profitieren, dass die Behörden mit gleich langen Spiessen kämpfen wie die Verbrecher.
    34 200 Melden
    • Tsunami90 09.09.2016 10:21
      Highlight Gleich langespiesse? Der IS hört meine Telefonate ab?
      46 3 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 09.09.2016 10:23
      Highlight Zeig mal deine Kompetenz...
      37 2 Melden
    • Adrian Habegger 09.09.2016 10:24
      Highlight Diese Stimmungsmache ist notwendig und begründet durch die Folgen.... Wer legt schon freiwillig seine Briefpost Beamten zur Prüfung vor? Nichts anderes wird durch dieses NDG verfolgt, nur geschieht dies elektronisch...
      38 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcel-schuler 09.09.2016 09:54
    Highlight Beim Quiz hat man schon gesehen, dass watson keinen objektiven Journalismus in dieser Sache betreibt. Da verwundert mich dieser Artikel schon gar nicht mehr.
    24 93 Melden
    • Tsunami90 09.09.2016 10:22
      Highlight Interview ungleich Artikel....
      24 2 Melden
    • Hernani Marques 09.09.2016 11:04
      Highlight Kannst du mir die Tatsachen nennen, die falsch sind? Das würde mich extrem Wunder nehmen, mit dir auf Entdeckungstour zu gehen!
      Ich finde keine Leute auf eurer Seite, die mich besonders erleuchten können, schon gar nicht in Sachen IT-Thematiken. Was ihr da aufzieht, ist eine sich anbahnende IT-Katastrophe. Und weil wir es mit keinem kleinen, sondern einem sehr grossen Lauschangriff zu tun haben, sind klare Worte nötig. Das ist kein Klacks hier.
      36 2 Melden
  • oXiVanisher 09.09.2016 09:50
    Highlight Bei JEDEM der Terrorangriffe in der Vergangenheit waren die Täter bekannt und man hatte Hinweise auf die Tat. Trotzdem wurde nichts gemacht weil die Organe entweder sonst schon zu viele Daten zum verarbeiten hatten oder nicht richtig miteinander zusammen arbeiteten. Mehr Daten wird diese Situation nicht besser, sondern massiv schlechter machen!
    100 13 Melden
  • He nu.. 09.09.2016 09:31
    Highlight Was auch immer und wie auch immer abgestimmt wird... Ich wurde vor der Fischenzeit geboren. Natürlich war das nicht gut, was da in jeder Zeit alles geschah. Aber der kalte Krieg war eine Realität und: Ich war "nicht" registriert. Warum? Ich arbeitete, trank meine Biere, ging in den Urlaub und machte SP Politik. Ich verhielt mich offenbar "normal". Heute im IT Zeitalter bezahlen wir für die Spass/Hackergesellschaft u.a.m. X- Millionen/Milliarden weltweit, abgesehen von den Terroristen. Uns geht es einfach zu gut! Es wird Blitze hageln, dass freut mich im Voraus:-)
    15 51 Melden
    • Taeb Neged 09.09.2016 09:53
      Highlight Bis auf das Bier genau gleich bei mir. Trotzdem eine Fiche! Eintrag absoluter Blödsinn. Auf dem Weg zum Znüni holen etwa 20 Meter vor einen AKW Gegner Umzug gelaufen. Fotografiert von einem Pressefotograf. Hatte nix mit der Demo zu tun, aber einen Eintrag bekommen. Über den schwachsinnigen Fichentext sage ich jetzt mal lieber nichts.
      52 4 Melden
    • glüngi 09.09.2016 10:01
      Highlight Du möchtest also sagen das du dem neuen Gesetz zustimmen wirst?
      21 1 Melden
    • Petrarca 09.09.2016 10:09
      Highlight "Ich arbeitete, trank meine Biere, ging in den Urlaub und machte SP Politik. Ich verhielt mich offenbar "normal"." Ich kenne einige Leute, die sich normal verhielten und von denen trotzdem eine Fiche existierte! Ein "falscher" Nachbar oder Mitschüler in der Oberstufe reichte da schon aus, um auf der Verdächtigenliste zu landen. Gerade das ist ja auch das Problem beim neuen Gesetz: Terroristen etc geben sich auch möglichst "normal" und unauffällig. Auf einer ersten Ebene muss daher auch das "Normale" durchleuchtet werden; ergo uns alle! Das will der Herr im Interview sagen.
      47 1 Melden
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  • Schnapphahn 09.09.2016 09:28
    Highlight 90 Millionen nicht 90 Milliarden.
    22 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 09.09.2016 10:23
      Highlight Geld dass man besser dem Militär gibt oder für die Bildung.
      7 3 Melden
    • Hernani Marques 09.09.2016 11:20
      Highlight 90 Millionen sind die Aufrüstungskosten, initial wurde das "Mehrzweckgebäude" für CHF 45 Millionen errichtet. Es gibt Schätzungen, die bis anhin damit rechnen, dass die Gesamtkosten auf eine halbe Milliarde angewachsen sind. Das Ganze läuft ja schon seit über 10 Jahren. Das wird mit der Kabelaufklärung, wo ein x-fach höheres Datenaufkommen verarbeiten werden wird, nicht etwa günstiger. Die Kosten werden gewiss in die Milliarden gehen. Über kürzer oder länger. Staatstrojaner, IMSI-Catcher, Drohnen, Schwarzgeldzahlungen an Spitzel usw. usf. sind damit nicht eingerechnet.
      16 0 Melden
    • Lichtblau 09.09.2016 20:58
      Highlight Ich werde zur Abstimmung gehen (diesmal wollte ich evtl. schwänzen) und ein "Nein" einlegen. Obwohl vorher noch unschlüssig, haben mich das Interview und die vielen vertiefenden Kommentare überzeugt. Watson füllt hier wirklich eine Lücke, danke.
      6 0 Melden

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