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Julie Bhosale dokumentiert die Zeit nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Bild: julie bhosale

Eigentlich wollte diese junge Frau nur ein paar andere Mütter aufmuntern – dann gingen ihre Fotos um die Welt

23.07.15, 12:52

Dass eine Schwangerschaft nicht spurlos am Körper einer Frau vorbeigehen kann, ist wohl jedem klar. Dennoch machen sich unzählige Mütter Gedanken darum und wünschen sich so schnell wie möglich ihre Figur aus Zeiten vor der Schwangerschaft zurück. Welchen Druck man sich selbst damit machen kann, ist Julie Bhosale schon nach der Geburt ihres ersten Kindes aufgefallen.

Die Neuseeländerin ist in der Gesundheitsbranche als Ernährungsexpertin tätig. Schon allein deswegen hatte sie das Gefühl, innerhalb kürzester Zeit wieder fit werden zu müssen. Schnell musste sie sich eingestehen: Auch für eine gesunde und sportliche Frau ist der Weg zurück zur «alten» Figur hart.

«Ich dachte, es würde wenigstens einer Mutter helfen, sich nicht so allein zu fühlen.»

Julie Bhosale

Um anderen Frauen diese Sorgen zu nehmen und um ihnen klarzumachen, dass es völlig normal ist, dass die Rückentwicklung des Bauches seine Zeit braucht, entschied sie sich, die Zeit nach der Geburt ihres zweiten Kindes zu dokumentieren. Die entstandenen Bilder mitsamt ihren Gedanken und Gefühle veröffentlichte Julie Bhosale auf ihrem Blog.

Auch nach 14 Wochen sind die Spuren der Schwangerschaft noch deutlich zu sehen. Bild: Julie Bhosale

Hier ein Auszug aus ihrem Blog-Eintrag: «Ich arbeite in der Gesundheitsbranche. Eine Branche, die grösstenteils auf Oberflächlichkeiten fokussiert ist. Darauf, wie du aussiehst. Nicht wie du dich fühlst. Nicht wer du bist. Ich bin eine Mutter. Auch du bist eine Mutter (...). Auch du lebst in einer Welt, die dich danach beurteilt, wie du aussiehst. Nicht danach, wie du dich fühlst. Nicht danach, wer du wirklich bist und was du geopfert hast ... und weiterhin opfern wirst.»

Von der Blog-Schreiberin zum Internetstar

«Ich dachte, es würde wenigstens einer Mutter helfen, sich nicht so allein zu fühlen», erzählt die Neuseeländerin im Gespräch mit Huffington Post. Statt eine – oder ein paar – Mütter zu erreichen, eroberte Bhosale kurzerhand die gesammelte Internet-Community. Unzählige Medien nahmen ihre Geschichte auf und auch auf Facebook machte ihr Blog-Eintrag die Runde.

Über diesen Erfolg zeigt sich die zweifache Mutter sichtlich begeistert: «Ich bin gerührt und habe ständig Tränen in den Augen, wenn ich all die Kommentare, Nachrichten und Feedbacks lese.» Zum Teil bleibe sie bis spät in der Nacht auf, um alle Nachrichten lesen und beantworten zu können. (viw)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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