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UNICEF warnt vor Tod von 69 Millionen Kindern bis 2030

Auf der Flucht von Boko Haram: Unterernährtes Kind in einem nigerianischen Flüchtlingscamp.
Auf der Flucht von Boko Haram: Unterernährtes Kind in einem nigerianischen Flüchtlingscamp.Bild: Sunday Alamba/AP/KEYSTONE

UNICEF warnt vor Tod von 69 Millionen Kindern bis 2030

28.06.2016, 04:5128.06.2016, 06:29

69 Millionen Kinder unter fünf Jahren werden nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) bis zum Jahr 2030 an weitgehend vermeidbaren Ursachen sterben. 167 Millionen Kinder werden bis dahin zudem in Armut leben.

750 Millionen Mädchen würden zudem in Kinderehen zwangsverheiratet worden sein, warnt Unicef in seinem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht. Der Bericht ist besonders für das Gebiet südlich der Sahara erschütternd, wo bis 2030 schätzungsweise neun von zehn Kindern in extremer Armut leben könnten.

Dort könnten dann auch die Hälfte aller Kinder weltweit leben, die keinen Zugang zu Grundschulunterricht haben. Weltweit besuchen rund 124 Millionen Kinder keine Schulen der Primar- und unteren Sekundarstufe. 38 Prozent der Kinder würden die Schule verlassen, ohne Lesen, Schreiben oder Rechnen gelernt zu haben.

«Wir haben eine Wahl: Jetzt in die Zukunft dieser Kinder zu investieren oder zuzulassen, dass die Welt noch ungleicher und gespalten wird», sagte UNICEF-Direktor Anthony Lake. Es seien aber auch Fortschritte dabei gemacht worden, Kinder aus extremer Armut zu befreien und mehr Kinder zur Schule zu schicken. Zudem haben sich sowohl die Kindersterblichkeit als auch die Zahl in extremer Armut lebenden Menschen seit 1990 halbiert.

Schwerpunkt auf Gleichheit

Regierungen müssten länderspezifische Pläne entwickeln, um sich für die betroffenen Kinder einzusetzen, sagte Justin Forsyth, Vize-Direktor des Kinderhilfswerks, am Montag in New York. «Wenn man den Schwerpunkt auf Gleichheit legt, kann man Fortschritte machen.»

Mit den im vergangenen Jahr beschlossenen insgesamt 17 UNO-Nachhaltigkeitszielen (SDGs) sollen bis 2030 unter anderem Armut, Klimawandel und Diskriminierung bekämpft werden. Den Zielen haben sich alle 193 UNO-Mitgliedsstaaten angeschlossen. (cma/sda/dpa)

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