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Putsch gescheitert, Türkei beschädigt

Der Versuch einiger Militärs, die türkische Regierung zu stürzen, ist gescheitert – das ist gut so. Aber der ohnehin autoritäre Staatspräsident Erdogan bleibt an der Macht und wird mächtiger denn je – das ist schlecht.




Ein Artikel von

Spiegel Online

Teile des türkischen Militärs haben eine erstaunliche Leistung vollbracht: Sie haben es geschafft, die Bevölkerung der Türkei zu einen. Ob Linke oder Rechte, Nationalisten oder Liberale, Türken oder Kurden – sie alle schlugen sich auf die Seite von Recep Tayyip Erdogan und stellten sich gegen die Uniformierten.

Am späten Freitagabend hatten Soldaten einen Putschversuch gestartet, in der Hoffnung, den Staatspräsidenten und die Regierung zu stürzen und die Macht zu übernehmen. Sie besetzten strategisch wichtige Stellen und liessen über das Fernsehen verbreiten, diese Regierung habe das Land zerstört, Terroristen nicht richtig bekämpft und Staat und Religion miteinander vermischt. Ein «Rat für den Frieden in der Heimat» erklärte sich verantwortlich für die künftigen Geschicke des Landes.

Wie es am Samstagmorgen aussieht, hatten die Putschisten keinen Erfolg. Den Militärs fehlt der Rückhalt in der Bevölkerung. Im Gegenteil, Millionen Menschen in der ganzen Türkei folgten Erdogans Aufforderung, sie mögen auf die Strassen gehen und gegen den Umsturz demonstrieren. Sie ignorierten also die von den Putschisten verhängte Ausgangssperre und nahmen damit sogar Gefahren für Leib und Leben in Kauf.

So stürmten sie den vom Militär besetzten Fernsehsender TRT und riefen «Allahu akbar», «Gott ist der Grösste». Die Muezzine riefen zum Gebet, obwohl keine Gebetszeit war. Das Signal: Auch die Geistlichen stehen auf der Seite Erdogans. Und auch die parlamentarische Opposition forderte die Putschisten zur Umkehr auf. Man sei «gegen jede Art von Putsch, unter allen Umständen, prinzipiell», teilte selbst die von Erdogan gegängelte prokurdische HDP mit.

Warum nutzten all jene, die unter der autoritären Herrschaft Erdogans gelitten haben, nicht die Chance, den Umsturz zu unterstützen? Offensichtlich ist der Unwille groß, undemokratische Versuche, die Machtverhältnisse zu verändern, hinzunehmen. Diese Haltung ist der einzige Lichtblick in dieser ansonsten so düsteren Entwicklung. Der Umsturzversuch ist gescheitert, und das ist aus demokratischer Sicht gut so. Die Erinnerung an die Putsche von 1960, 1971 und 1980 lebt fort, daran, dass nie etwas Gutes aus gewaltsamen Machtübernahmen folgte.

Es ist eine Leistung Erdogans, die Macht der Militärs, die sich bis vor wenigen Jahre ständig in die Politik einmischten, zu beschneiden. Eine grosse Mehrheit der Menschen in der Türkei weiss das zu würdigen. Auch deshalb hat Erdogan Wahlen gewonnen, mit zum Teil überwältigender Mehrheit.

Erdogan geht gestärkt aus dem Putschversuch hervor

Erdogan und seine Getreuen, wie der ihm ergebene Premierminister Binali Yildirim, haben die Schuldigen für den Putsch bereits ausgemacht: den islamischen Prediger Fethullah Gülen, einst ein Weggefährte Erdogans in der Regierungspartei AKP, seit einigen Jahren aber sein Erzfeind. Erdogan wirft den Anhängern der Gülen-Bewegung vor, staatliche Institutionen zu unterwandern und die Regierung stürzen zu wollen.

Als es im Dezember 2013 Korruptionsvorwürfe gegen Regierungsmitglieder gab, Ermittlungen aufgenommen wurden und es sogar zu Festnahmen kam, war schon einmal von einem Staatsstreich die Rede. Gülen habe versucht, auf diese Weise Erdogan zu entmachten, hiess es. Anstatt den durchaus begründeten Korruptionsverdacht mittels eigener Aufklärung aus dem Weg zu räumen, wurden Staatsanwälte, Richter und Polizisten, die der Gülen-Bewegung zugerechnet wurden, strafversetzt oder entlassen.

Bleibt Erdogan nun an der Macht, und danach sieht es aus, wird er gestärkt aus dieser Situation hervorgehen. Er kann sich nun darstellen als demokratisch gewählter, furchtloser, mit Gottvertrauen agierender Politiker, der sich einer verbrecherischen Gruppe von Verrätern in den Weg gestellt hat. Er wird das als Fügung deuten und sich in seiner «göttlichen Mission», die Türkei zu führen, bestätigt fühlen. Der Putsch, der Erdogan entmachten sollte, hat das Gegenteil erreicht.

Chaos auf den Strassen

Erdogan dürfte künftig noch autoritärer herrschen. Sein Weg zum Präsidialsystem ist endgültig geebnet. Er kann nun behaupten, mehr Macht sei für ihn unbedingt notwendig, um die Bevölkerung vor künftigen Umsturzversuchen zu schützen. Die in den sozialen Medien kursierende Behauptung, Erdogan habe den gescheiterten Putsch selbst inszeniert, um gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen, gehört gleichwohl ins Reich der Verschwörungstheorien. Aber die AKP-Propagandamaschine wird alles daran setzen, die Bedrohung so gross wie möglich erscheinen zu lassen.

Der Putsch hat die Türkei, die ohnehin schwierige Zeiten durchlebt, nachhaltig beschädigt. Die Wirtschaft dürfte weiter einbrechen. Noch weniger Menschen werden in die Türkei reisen, die seit Sommer 2015 von Terror erschüttert wird, in ein Land mit einer verunsicherten, verängstigten Bevölkerung, in der sich niemand traut, die Mächtigen zu kritisieren, ein Land, in dem Meinungs- und Pressefreiheit mit Füssen getreten werden.

Aus Furcht vor noch grösserem Chaos werden die Menschen wieder die AKP wählen. Erdogan wird sich darin bestärkt fühlen, all jene zu unterdrücken, die nicht auf seiner Seite stehen und es wagen, ihn zu kritisieren. Und das wird er dann Demokratie nennen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • leFunkster 17.07.2016 08:43
    Highlight Highlight Gut, überrascht hat uns der coup wohl alle gleichsam. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass den Meisten Schreiberlingen in den Redaktionen ( nicht nur Watson) das MISSLINGEN des Umsturzversuch mehr auf den Sack geht als dessen Ungesetzlichkeit.
    ALLE Parteien haben einen Miltärputsch rigoros abgelehnt. Die Menschen in der TU haben unter Lebemsgefahr die Soldaten zurückgeschickt. Unter Berücksichtigung der Umstände sind eine minimale Zahl an Opfern zu beklagen
    (Kännsch: Tianmen?)
    Aber in den europ. Red.Stuben herrschen jetzt lange Gesichter?
    Komisches Demokratieverständnis haben wir...
    0 3 Melden
    • Bronko 17.07.2016 14:29
      Highlight Highlight Genau wegen eines differenzierten Demokratieverständnisses ist man in Europa um die Demokratie in der Türkei besorgt. Natürlich ist die herrschende Regierung und Erdogan das kleinere Übel, niemand möchte darum einen Putsch. Schwarz-weiss Denke wird der Sache nimmer gerecht.
      1 0 Melden
  • Kengru 16.07.2016 18:26
    Highlight Highlight Schöne zusammen fassung vorallem der letzte abschnitt. Diese meinug vertrete ich auch.
    Mein fazit es hätte nie zu einem militärischem putsch kommen sollen. Dokumente und eine festnahme von erdogan hätten es vielleicht anderes herüber gebracht. Er wurde nun duetlich als schwarzes schaff/ oder verräter dargestellt, nun bekommt er trost von seinem volk. Jeder gegner wird ihm in denn arsch krichen das ist fakt!
    1 0 Melden
  • Digichr 16.07.2016 16:30
    Highlight Highlight Kann mir ein Türke sagen, wieso er Erdogan gewählt hat und ob er seine Klagen richtig findet. Ich verstehe die Gefühle der Türken wohl nicht.
    12 0 Melden
  • kliby 16.07.2016 12:17
    Highlight Highlight Das Problem Diktator Erdogan ist nach wie vor dasselbe.
    71 3 Melden
    • TheKnut 16.07.2016 14:13
      Highlight Highlight Genau, nur, dass die AKP jetzt noch mehr Leute an den Hebeln der Macht hat!
      User Image
      16 2 Melden
  • TheKnut 16.07.2016 11:47
    Highlight Highlight Nur dass es in der Realität anders ist als die Medien berichten! Es ist ein von Erdogan inszenierter Putschversuch, um die ihm unfreundlich gesinnten hohen Militärangehörigen (meist Kemalisten) zu entmachten. Erinnerungen an den Reichtagsbrand von 1933 werden wach... Es lebe die Manipulation des einfachen Volks durch die Medien!
    110 18 Melden
    • Hayek1902 16.07.2016 12:11
      Highlight Highlight Ok, dann mal her mit deinen Quellen.
      30 17 Melden
    • Almos Talented 16.07.2016 12:40
      Highlight Highlight Ich bezweifle, dass dies eine Inszenierung war. Erdogan müsste sich sehr sicher gewesen sein, dass das Volk nicht plötzlich am Putschversuch teilnimmt.
      Mmn wäre er dieses Risiko sicher niemals freiwillig eingegangen.
      26 9 Melden
    • TheKnut 16.07.2016 13:55
      Highlight Highlight Ich habe lediglich Informationen von türkischen Freunden, welche über Social Media verbreitet werden. Klare Quellen existieren nicht.
      17 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 16.07.2016 09:36
    Highlight Highlight Erdogan verlangte bei CNN Türk: "Die Menschen, sagte er, müssten jetzt ihre Demokratie schützen und gegen das Militär auf die Strasse gehen."
    Wie Bitte? Welche Demokratie sollen die Menschen schützen und stützen? Die Demokratie die Erdogan zu einer Farce gemacht hat?
    Na der Bursche hat ja wirklich ein eigenes Bild der Demokratie.
    Ich bin gegen Eingriffe wie MilitärPutsche, aber es ist nun mehr als scheinheilig nach dem Schutz der Demokratie zu rufen, nachdem man sie ein Einzelteile zerlegt hat!
    133 8 Melden
    • FrancoL 16.07.2016 22:39
      Highlight Highlight @Grande'LD88; ;am kann ja bewusst auch die Sprache bzw die Aussage der EU nicht verstehen oder verstehen wollen.

      Es ist die Rede von der "demokratisch gewählten Regierung" und eben NICHT von Erdogan die Rede. Das ist ein feiner aber sehr wichtiger Unterschied. Ein Unterschied der bei den Aussagen der Politiker sein Gewicht haben wird.

      Erdogan wird klar den Putsch für seine Machgelüste ausnützen wollen und wird es auch mit der knappen Mehrheit die die AKP hat durchsetzen können. Es werden düstere Zeiten in der Türkei anbrechen, die Diktatur wird nun noch offensichtlicher installiert werden.
      2 0 Melden
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 16.07.2016 09:06
    Highlight Highlight Der erdogan wird nach dieser türkerei 99% stimmen haben.
    72 5 Melden
    • kliby 16.07.2016 12:18
      Highlight Highlight Wenn es so wäre, könnte man auf die Idee kommen, Erdogan hätte dieses Pütschen während seiner Ferien selbst arrangiert.
      38 3 Melden
    • 足利 義明 Oyumi Kubo 16.07.2016 13:54
      Highlight Highlight Das hat er ;-)
      18 5 Melden
  • rodolofo 16.07.2016 08:57
    Highlight Highlight Meine Reaktionen auf diesen Putschversuch sind gemischt und gespalten.
    Einerseits bin ich froh, dass sich in der Türkei eine starke Gegenkraft Erdogans AKP-"Demoktratur" entgegenstellt.
    Andererseits werde ich mehr als nur misstrauisch, wenn diese Hüterin der Demokratie und des Rechtsstaats ausgerechnet die Armee sein soll.
    Das Militär ist ja nicht gerade dafür bekannt, demokratisch zu funktionieren und die Menschenrechte hochzuhalten...
    Es scheint, dass hier ein "Teufel" mit dem "Beelzebub" ausgetrieben werde, oder ein "Konstant Beleidigter" von "Konstant Marschierenden und Stramm Stehenden".
    40 8 Melden
    • FrancoL 16.07.2016 09:09
      Highlight Highlight Es wurde noch nie in einem Schritt eine Diktatur und Erdogans Ansinnen geht nun wirklich in Richtung Diktatur, eingerichtet. Häufig wurde der Schritt über eine Militärregierung gewählt.

      Mir stellt sich eher die Frage; Sind denn die Türken mehrheitlich für eine Demokratie? Sind sie in der Lage eine Demokratie überhaupt zu stützen? Eine Demokratie bringt nicht nur RECHTE sondern auch PFLICHTEN.
      Und genau diese Pflichten werden doch häufig verkannt und unterschätzt!
      39 4 Melden
    • rodolofo 16.07.2016 09:31
      Highlight Highlight Das Religiöse Gut-Böse-Denken ist dem Militärischen Freund-Feind-Denken und dem Rassistischen Schwarz-Weiss-Denken zum Verwechseln ähnlich.
      All diese Denkarten gründen auf der Ackerbau-Kultur, in der Kulturpflanzen und Haustiere gepflegt und gehätschelt, "Unkräuter" und "Schädlinge" dagegen bekämpft, verdrängt und weggehackt werden.
      Während die Freunde, Gläubigen, Kulturpflanzen und Haustiere gedeihen und symbiotisch abhängig werden, schlagen die Feinde, Ungläubigen, Unkräuter und Schädlinge eine entgegengesetzte, "kriminelle" Laufbahn ein.
      Alle Beteiligten können gar nicht anders...
      23 4 Melden
  • Don Alejandro 16.07.2016 08:45
    Highlight Highlight Wenn Erdogan jetzt nicht begreift und seinen autoritären, radikalislamischen und anti-kurdischen Kurs nicht ändert, dann ist er in wenigen Monaten weg. Dumm nur, dass wir Europäer aufgrund der merkelschen Willkommenskultur auf ihn so angewiesen sind. Die Türkei wandelt sich unter Erdogan zu einem Saudi-Arabien, wenn das geschieht ist der muslimische Balkan nicht weit entfernt und der IS hat sein Ziel tatsächlich erreicht.
    23 43 Melden
    • elk 16.07.2016 12:13
      Highlight Highlight Nun, wenn wir ehrlich wären, müssten wir sagen, dass wir uns erst durch die Abwendung von der "Willkommenskultur" in eine Abhängigkeit begeben haben. Erdogan hält uns, wie auch immer, die Flüchtlinge vom Leib und wir akzeptieren, wie er mit dem türkischen Volk (oder mit dem IS, mit den Kurden, mit dem Balkan etc) umgeht. Ein vom Westen gestützter Diktator mehr.
      Und zu hoffen, dass er sich von seiner Politik abwendet, nachdem er einen Putsch vereitelt hat, ist mehr als naiv. Erdogan geht wütend und gestärkt hervor.
      25 1 Melden
    • Beobachter24 16.07.2016 13:34
      Highlight Highlight @Don Alejandro, au contraire!

      Der gescheiterte Putsch macht Erdogan noch stärker und gibt ihm Handhabe gegen jeden und alles vorzugehen, was ihm nicht passt. Mit der Begründung "Verdacht auf Beteiligung am Putsch" wird es in naher Zukunft viele Verhaftungen geben und Köpfe werden rollen.

      Falls E. nicht selber inszeniert hat, was ich nicht unterstellen will, aber nicht unwahrscheinlich ist, dann wird er noch ein wenig paranoider und misstrauischer werden - gegenüber Widersachern und Partnern innerhalb und ausserhalb der Türkei. Das würde ihn noch gefährlicher machen.
      14 0 Melden
  • Grundi72 16.07.2016 07:07
    Highlight Highlight Komisches Land..
    47 7 Melden
    • rodolofo 16.07.2016 12:15
      Highlight Highlight Mit "komisch" hat das nichts zu tun.
      In allen "Drittweltländern" ist das Militär ein "Staat im Staate", ähnlich der Kirche, bzw. der Moschee.
      Diktatoren, oder durch (getürkte?) Wahlen an die Macht gekommene "Eliten" stützen sich immer auf das Militär, oder auf Teile davon.
      Nach dem Sturz der Marcos-Diktatur auf den Philippinen, bei der das Militär unter General Ramos im letzen Moment die Seite gewechselt hat, kam es zu ca. 20 Putschversuchen durch rebellierende Armee-Einheiten, die den Marcos-Clan zurück an die Macht putschen wollten.
      In der Türkei wollen die "Kemalisten" zurück an die Macht.
      3 3 Melden
    • mortdecai 17.07.2016 12:14
      Highlight Highlight "getürkte" Wahlen XD War dieses Wortspiel beabsichtigt? XD
      0 0 Melden
  • URSS 16.07.2016 02:05
    Highlight Highlight Am 16.6. 16 erschien in der Huffington ein Artikel der genau beschreibt was jetzt stattfindet.Also vor einem Monat.
    Zum lesen Huffingtonpost bei den Schlagzeilen .
    27 2 Melden
  • Plöder 16.07.2016 01:23
    Highlight Highlight Kann mich mal jemand aufklären bitte: mit ist zu Ohren gekommen, dass in der Verfassung stehe, dass das Militär für die sakuläre Trennung im Staat zuständig ist, oder zumindest das Heer die Aufgabe hat die Verfassung zu schützen... Stimmt das?
    Mein türkisch ist nicht so gut...
    43 3 Melden
    • URSS 16.07.2016 02:12
      Highlight Highlight Ja das stimmt. Das Militär wacht STRIKTE über das Erbe von Kemal Atatürk . Aber der Radikale Islamist im Palazzo Prozzo zwang viele säkulare Militärs zum Rücktritt und ersetzte diese durch islamisten. Wie Mursi in Egypt. Nun, offenbar kappt das Militär den Versuch Erdogans die Türkei in ein Osmanisches Gottesgebiet unter autokratischer Herrschaft von Sultan Erdogan zu verwandeln. Sozusagen Erdo gan ...
      39 4 Melden
    • Plöder 16.07.2016 08:54
      Highlight Highlight Thanks.
      10 2 Melden
  • Spooky 16.07.2016 00:59
    Highlight Highlight Ich kann mir nicht vorstellen, dass Erdogan über diesen Putsch nicht informiert war. Der ist doch extra darum in die Ferien gefahren. Ich kenne die Reichen und wie sie ticken.
    33 92 Melden
    • goschi 16.07.2016 01:18
      Highlight Highlight kennst du sie?
      Ist das so?
      Und ich kenne die plumpen Verschwörungstheoretiker wie sie ticken...
      101 18 Melden
    • Kunibert der fiese 16.07.2016 07:48
      Highlight Highlight genau. das hat er ja auf der bilderberger konferenz mit den anderen echsenmenschen abgemacht, das er sich während des putschs in der hohlerde versteckt.
      51 5 Melden
    • lilie 16.07.2016 09:33
      Highlight Highlight Ich denke eher, es war umgekehrt: Es ist Ferienzeit, die Putschisten mussten nur warten, bis Erdogan in die Ferien fuhr und die Regierung ins Wochenende, um zuzuschlagen...
      26 0 Melden
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