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Drama an mazedonischer Grenze: Gestrandete Flüchtlinge nähen sich die Lippen zu 

23.11.15, 14:48 23.11.15, 15:39

Hunderte Flüchtlinge haben mit spektakulären Protesten auf ihre Abweisung an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Gevgelija reagiert. Einige nähten sich den Mund zu, während sich andere Männer mit nackten Oberkörpern in der Kälte präsentierten.

Zu allem bereit: Dieser Mann lässt isch aus Protest die Lippen zunähen.
Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Das beobachtete ein Reporter der Fotoagentur epa. Mazedonien lässt seit mehreren Tagen nur mehr noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan ins Land. Die anderen Asylsuchenden werden an der Grenze pauschal abgewiesen.

Das Balkanland ist nach Griechenland das erste europäische Transitland für die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Mitte Europas. Die meisten von ihnen kommen in Schlauchbooten aus der Türkei und landen nach einer oft lebensgefährlichen Überfahrt auf griechischen Inseln in der Ostägäis. Von dort begeben sie sich zur mazedonischen Grenze.

Dieser Mann würde lieber sterben, als nach Bangladesch zurückzukehren. 
Bild: YANNIS BEHRAKIS/REUTERS

Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch, dem Iran und Afrika kommen aber nun von dort nicht weiter. Tausende von ihnen sind inzwischen in einem Auffanglager bei Idomeni auf der griechischen Seite der Grenze gestrandet, wie Aktivisten berichteten. Manche versuchen, ihre Reise mit Hilfe von Schleppern fortzusetzen. (sda/dpa/cma)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 24.11.2015 09:52
    Highlight "Das Balkanland ist nach Griechenland das erste europäische Transitland für die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Mitte Europas"

    Konkret: Das Balkanland ist nach Griechenland das erste europäische Transitland für die angeblichen Flüchtlinge auf ihrem Weg in die Sozialsysteme Mitteleuropas.
    2 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 23.11.2015 20:41
    Highlight Kann / will Europa alle Armen der Welt aufnehmen? Weder die USA, Kanada noch ein anderer Staat tut das...
    16 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 20:08
    Highlight @ Chefredakteur aber hier ist auch das wesentliche Problem, diese Leute sind nicht einfach auf der Flucht um Terror, Angst usw. zu entkommen. Sie wollen noch nach DE, SWE oder CH hin wo sie denkendie Strassen sind aus Gold, Geld wächst auf Bäumen, es fliesst Milch und Honig aus der Leitung. Zudem ist ein grosses Problem, dass viele dieser Menschen noch an ihrer Weltanschauung festhalten, Frauen als nicht gleichberechtigt sehen, konservative Haltung haben und sie auch schwer unsere sicht aktzeptieren.
    20 9 Melden
  • AdiB 23.11.2015 18:21
    Highlight kann ich nachvollziehen das man pakistanis, inder und iraner nicht rein lässt. schaut euch nur mal wie hoch das armeeebudget dieser länder ist das sind milliarden jährlich und wie viel für sozialsysteme und bildung ausgegeben wird. das sind reiche länder mit armer bevölkerung. es liegt an der bevölkerung dort den umschwung zu machen.
    16 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 20:00
      Highlight Adib wie du schreibst sie müssten in ihren Ländern aufstehen umd einen Umschwumg erreichen. Europa kann nun mal nicht einfach jeden aufnehmen der hierher will. Ich kann nicht nachvoll ziehen, dass diese Menschen noch dazu denken sie hötten das Recht einfach dort zu gehen wo sie möchten. Sie tun mir leid umd ich kann es sogar nachvollziehen, dass sie ein besseres Leben suchen aber das müssten sie in ihren Länder versuchen zu erreichen.
      15 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 16:59
    Highlight Das wird noch lange so weiter gehen. Und das Problem ist, dass in diesen Ländern, solche medienwirksamen Proteste nicht funktionieren werden.
    Die EU ist masslos überfordert. Gut sichtbar sind hingegen die Schwachstellen dieses Konzepts, dass sich nämlich die einzelnen Staaten an überhaupt nichts mehr halten, wenn es zu Ausnahmesituationen kommt.
    20 2 Melden
  • pun 23.11.2015 15:27
    Highlight Die nächste unmenschliche Schweinerei an Europas Aussengrenzen! Genau das will doch Daesh, um mehr Kanonenfutter anziehen zu können!
    21 33 Melden
    • Jonasn 23.11.2015 16:30
      Highlight Es ist noch nicht einmal eine Aussengrenze, sondern die Grenze zwischen Griechen Land und Mazedonien. Eine EU interne Grenze. Aber die Mazedonien haben genau wie die Serben und Slowenen dichtgemacht für alle ausser Syrer, iraker und Afghanen. Und bei vielen Afghanen erkennen Sie einfach die Papiere nicht an und lassen Säue auch nicht durch
      14 3 Melden
    • Kamy 23.11.2015 16:54
      Highlight Echt unverständlich wieso die sich die Lippen zunähen.. macht das Verhandeln sicher nicht einfacher.
      19 7 Melden
    • Mayo 23.11.2015 18:34
      Highlight @Jonasn Es ist schon eine EU Aussengrenze. Einfach der umgekehrte Weg. Sie wollen aus der EU (Griechenland) in Mazedonien die EU verlassen nach Mazedonien und durch Serbien weiter in Kroatien wieder die EU betreten.
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.11.2015 20:02
      Highlight Pun finde es auch schrecklich und die Menschen tun mir leid aber wie gedenkst du die Misere zu lösen, indem wir alle hier aufnehmen? Wir haben weder sie Kapazitäten noch die Möglichkeiten. Europa ist jetzt schon eines der höchst besiedelten Orte der Welt.
      9 3 Melden
    • pun 24.11.2015 00:24
      Highlight Antoni: Wir sollten aufhören das Problem ständig zu verschlimmern statt auch nur ein kleines bisschen zu verbessern.
      Menschen lassen sich nicht aufhalten und werden immer einen Weg finden dort hin zu gelangen, wo es besser ist oder wo sie eine lebenswerte Zukunft erwarten. Wir können also die Grenzen aufmachen und den Menschen eine Gelegenheit bieten oder unsere Gesetze so lange verschärfen bis wir in einem genauso beschissenen Unrechtsstaat leben wie die Länder, aus denen diese Menschen geflohen sind.
      2 2 Melden
    • pun 24.11.2015 00:28
      Highlight Und wir hätten keinerlei Probleme, selbst Millionen von Menschen aufzunehmen. Nur Arbeit, ja die Arbeit schaffen wir gerade selbst ab (Automatisierung) oder outsourcen sie.

      Die Misere lösen? Probleme statt Menschen angehen. Ganze Generationen von afrikanischen und asiatischen jungen Menschen sind unterwegs und aus Europa exportieren wir zum Beispiel subventionierte Tomaten auf den schwarzen Kontinent, die so billig sind, dass die lokalen Produzentinnen eingehen und sich auf den Weg in eine neue Zukunft evtl. in Europa machen.
      4 0 Melden

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