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Die Schweiz bietet Varoufakis Hilfe an, Schwarzgelder zurück nach Griechenland zu holen. Bild: Geert Vanden Wijngaert/AP/KEYSTONE

Griechenland ignoriert Millionen-Schwarzgelder in der Schweiz

In der Schweiz liegen mutmasslich hunderte Millionen Euro unversteuertes Vermögen griechischer Bürger. Für Griechenland offenbar kein dringliches Problem: Sie ignorieren seit Februar 2014 das Angebot der Schweiz, ihnen bei der Aufspürung von Schwarzgeldern zu helfen.

15.03.15, 23:56

Das krisengeplagte Griechenland braucht angesichts der Unsicherheit bei den Euro-Rettungspaketen dringend Geld. Europa verlangt von der Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras Reformwillen, damit europäische Gelder wieder nach Griechenland fliessen. Ein Angebot der Schweiz, unversteuerte Vermögen griechischer Bürger in der Schweiz aufzuspüren, dürfte da Tsipras und seinem Finanzminister Gianis Varoufakis gelegen kommen.

Wie Recherchen der «Welt am Sonntag» aufzeigen, haben die Helenen dieses Angebot bislang nicht wahr genommen. Weder der zurzeit häufig kritisierte Finanzminister Varoufakis noch seine Vorgänger der konservativen Regierung haben sich beim neu geschaffenen Schweizer Staatssekretariat für internationale Finanzfragen seit Februar 2014 gemeldet, wie die deutsche Sonntagszeitung schreibt.

In den zwei Jahren davor hatte es mehrmals Verhandlungen zwischen Griechenland und der Schweiz über ein Steuerabkommen gegeben, wobei die Gespräche wegen Wahlen und Problemen bei der Regierungsbildung in Griechenland zeitweise ins Stocken geraten waren. Letzter öffentlich bekannter Kontakt war ein Besuch der Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf in Athen am 4. Februar 2014.

Auswertungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) aus dem Jahr 2013 zeigen, dass Griechen rund 800 Millionen Franken in der Schweiz deponiert haben. Falls diese Gelder nicht ordnungsgemäss versteuert sind, dürften der Regierung in Athen Steuereinnahmen in Millionenhöhe entgangen sein.

Varoufakis äusserte sich am Sonntagabend in der deutschen Fernsehsendung «Jauch» zu den Vorwürfen, Griechenland unternehme zu wenig gegen die Steuerflucht und Korruption. «Man darf nicht vergessen, dass wir erst seit zwei Monaten regieren», sagte der Finanzminister. (pma)

Griechenland

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 16.03.2015 12:13
    Highlight Es ist einfacher auf den Deutschen herumzuhacken als endlich selber die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen.

    Ich hoffe, dass die Drohungen gegen Deutsche Bürger ( Privatbesitz ) Auswirkungen auf den griechischen Tourismus haben werden.

    Hier ein Interessantes Papier aus dem Deutschen Bundestag.

    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/37432060/1/data.pdf
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