International

Der saudische Kronprinz Mohammad bin Salman.  Bild: AP/Saudi Press Agency

Hier will Saudi Arabien für 500 Milliarden Dollar eine Stadt bauen

24.10.17, 21:51 25.10.17, 08:59

Auf 26'500 Quadratkilometern soll die Stadt Neom entstehen. 500 Milliarden Dollar will Saudi Arabien für die neue Metropole ausgeben. In der Stadt sollen vor allem die Energie-, Wasser- und Biotechnologie-Industrie Platz finden. 

«Der Fokus auf diese Sektoren wird den ökonomischen Wachstum und die Diversifikation steigern. Dadurch soll es mehr lokale Industrie und Jobs in Saudi Arabien geben», sagt Kronprinz Mohammad bin Salman zum Projekt.

Die Stadt soll aber nicht nur auf saudischem Grund entstehen. Geplant ist, dass sich Neom auch über die Grenzen hinweg nach Jordanien und Ägypten ausbreitet. Die Platzierung an der Küste des Roten Meeres soll ausserdem sicherstellen, dass die Industriestadt an internationale Handelsrouten angeschlossen ist. 

Windkraftwerke und Alkohol

Der Strom soll ausschliesslich aus Wind- und Solar-Kraftwerken gewonnen werden. Das Projekt Neom soll also nicht nur für mehr Arbeit im Königreich sorgen, sondern gehört zu einem weit grösseren Plan. Die Stadt ist Teil einer Strategie, die Saudi Arabien auf eine Zeit nach dem Erdöl vorbereiten soll. 

Bis 2025 soll die erste Phase des Baus abgeschlossen werden. Für die Stadt werden lockere wirtschaftliche und soziale Gesetze gelten, die besonders auch Expats anlocken sollen. So könnte zum Beispiel auch Alkohol erlaubt sein. (leo)

Saudi Arabien: Frauen dürfen erstmals ins Sportstadion

40s

Saudi Arabien: Frauen dürfen erstmals ins Sportstadion

Video: srf

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
17
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • .:|HonigTroll|:. 25.10.2017 10:21
    Highlight Bereitet euch mal lieber auf die Zeit "es hat kaum noch Trinkwasser" vor....

    4 0 Melden
  • Wölfli beim Lamm 25.10.2017 09:16
    Highlight Neom? Das Modernste, das Schönste! Die Welt schaut auf Sadi-Arabien! Gibt es dann in Neom auch kakerlakenfreie Mädchenschulen mit sauberen Toiletten, anständigem (nicht verdorbenem) Essen und ein Verbot der Prügelstrafe? Ich lese grade das Buch "Losfahren" von Manal al-Sharif. Da werden Zustände im digitalen Zeitalter beschrieben, wie aus Berichten über das Mittelalter. Aber es gibt Hoffnung, dass sich Saudi-Arabien langsam befreit vom Salafismus/Whahabismus, der die Menschen am Leben hindert. Hoffentlich.
    3 0 Melden
  • Hptm Arnold Schick 25.10.2017 08:32
    Highlight Und wenn diese Stadt einmal gebaut sein wird, dann werden die Saudis mit Hilfe ihrer Aktionärskraft die Hauptsitze grosser Konzerne dorthin verlegen. Dann wird uns unser eigenes Blutsauger-Model, dort die Produktion und hier ein wenig bis nichts Steuern zahlen, um die Ohren fliegen.
    Ich freue mich darauf. War mehrmals in Saudi-Arabien und Nachbarsländer auf Montage. Wurde immer sehr freundlich aufgenommen und gut behandelt. Uns arroganten, dekadenten und auf eine feige Weise agressiv-gewaltätigen Westler auf die Schnauze fliegen zu sehen, ist noch ein Punkt auf meiner Wunschliste.
    14 19 Melden
  • Yolo 25.10.2017 06:47
    Highlight Ein Land der Vergangenheit baut eine Stadt der Zukunft. Welch Ironie.
    23 4 Melden
  • Lusch 25.10.2017 00:59
    Highlight Ein Schritt in die richtige Richtung, deshalb 👍!
    31 10 Melden
  • Rendel 24.10.2017 23:57
    Highlight Fänd ich auch toll so eine Stadt der Zukunft zu planen. Wer genug Geld hat und Platz, der macht das heut zu Tage wohl, ungeachtet dringlicherer, gegenwärtiger Probleme in der Bevölkerung.
    Auf jeden Fall denken und planen manche in die Zukunft, wie die Chinesen auch. (Denen geht es stark um Ernährung und Wasser für ihr Volk.)
    33 2 Melden
  • KERTENKELE 24.10.2017 23:01
    Highlight Klotzen statt kleckern? Wohin mit dem vielen Geld? Wie wärs mit Schulen bauen? Jeder vierte Saudi ist Analphabet! Aber wer braucht schon gebildete Bürger, wenn der Westen einem alles liefern kann. 🙄
    91 5 Melden
    • mukeleven 24.10.2017 23:53
      Highlight so true.
      11 1 Melden
    • Hierundjetzt 25.10.2017 00:41
      Highlight Ja nicht ganz, so von wegen reich lassen wir mal die Statistik sprechen

      CH
      8 Mio Einwohner
      BIP 660 Mrd
      BIP Pro Kopf: 80‘000

      SA
      32 Mio Einwohner
      BIP 640 (!)
      BIP pro Kopf 20‘000

      SA ist ärmliches Land, es hat keine Industrie, Forschung, einfach nichts 😉

      Es hat eine reiche Königsfamilie und tja dann ist fertig
      47 3 Melden
    • Max Havelaar 25.10.2017 07:02
      Highlight tja, nur dass man als Saudi in SA wohl kaum Steuern bezahlt, geschweige den Treibstoff. Und wir hier haben Workingpoors und ein Altersarmut von - wieviel warens - 25%?
      9 4 Melden
    • Janis 25.10.2017 11:14
      Highlight @Hierundjetzt ich stimme dir da zu, jedoch kann man den Wohlstand eines Landes nur relativ am BIP messen, da beim BIP viele wichtige Faktoren zur Berechnung des Wohlstandes fehlen.
      0 0 Melden
  • giguu 24.10.2017 22:58
    Highlight Was für eine Verschwendung... Mit dem Geld könnte man die Infrastruktur von halb Afrika auf einen akzeptablen Stand bringen.

    Alkohol lockt wohl eher Einheimische an, als Expats. Jeder, der schon Mal in Bahrein am Wochenende Auto gefahren ist weiss, wie viele betrunkene Saudis dort rum heizen. Jeder, der noch nie in Nahrein war: Meidet Nachts die Strassen 😂
    73 7 Melden
    • Caturix 24.10.2017 23:25
      Highlight Ja nur sind diese Oelheinis ganz und gar nicht auf dem Ich helfe den Armen Trip. Die denken nur an sich und an Ihre Zukunft um noch reicher zu werden. Bauen können es dann miserabel bezahlte fast-Sklaven sicher auch aus Afrika.
      28 2 Melden
    • hoitschau 25.10.2017 06:47
      Highlight Was Afrika damit zu tun hat, verstehe ich bei deinem Kommentar nicht so ganz.
      Klar könnte SA Afrika aufbauen, nachdem der Westen Afrika schon ausgenommen hat. Genau so gut könnten aber die USA und Europa Afrika aufbauen?
      Aber anyway, dein und nun auch mein Kommentar gehen an die Story vorbei.
      Beim zweiten Absatz stimme ich dir jedoch voll und ganz zu.



      9 5 Melden
    • hoitschau 25.10.2017 07:00
      Highlight Sorry giguu hab das mit Afrika überlesen. (Peinlich peinlich)

      Dennoch ist es besser, wenn sich Länder wenigstens einbisschen zukunftsorientiert entwickeln als dass garnichts passiert. Auch wenn der ausstehende Aufbau einer Infrastruktur etc. Priorität haben sollte. Aber dem hat sich Jahrhundertelang keiner angenommen und ich befürchte, dass wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern.
      5 2 Melden
    • giguu 25.10.2017 11:40
      Highlight @hoitschau: gehen wir nach Bahrain und trinken einen drauf 😁
      2 0 Melden
    • hoitschau 25.10.2017 18:24
      Highlight @giguu solange es nur tagsüber ist und wir Nachts die Strassen meiden😁😂
      2 0 Melden

Weil er an Stalin erinnert: Polnische Minister wollen Warschauer Kulturpalast abreissen

In Polen haben zwei Mitglieder der nationalkonservativen Regierung den Abriss des gigantischen Warschauer Kulturpalastes gefordert. Dieser erinnere an die Schreckensherrschaft Stalins, begründen sie ihr Anliegen.

Die beiden stellvertretenden Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki und Piotr Glinski sprachen sich anlässlich des zweiten Jahrestags des Amtsantritts der Regierung unter Ministerpräsidentin Beata Szydlo für die Zerstörung des Wahrzeichens aus.

Das 237 Meter hohe «Geschenk» des …

Artikel lesen