Schweiz

Das Drohnenvideo zeigt den Leibstadter Kühlturm in und ausser Betrieb – «im Interesse der Öffentlichkeit» hat der Filmer den Flug gewagt.
YouTube/Jürg Knobel

Filmer fliegt mit Drohne über AKW Leibstadt – und schreckt die Betreiber auf

Einen Blick in den Kühlturm werfen – wer würde das nicht gern. Ein Drohnenfilmer hat es gewagt und sein Video im Internet veröffentlicht, um «aufzuschrecken». Die Empörung ist gross, auch bei den Verantwortlichen des Kernkraftwerks Leibstadt. Doch in der Schweiz ist so etwas nicht verboten.

10.08.16, 04:01 10.08.16, 06:14

Simone Morger / aargauer zeitung

Der Kühlturm des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL) präsentiert sich derzeit als gähnendes Loch. Am 2. August ging die Anlage zwecks vierwöchiger Revision vom Netz.

Am 5. August tauchte auf Facebook und YouTube ein Video auf, das den Leibstadter Kühlturm mit und ohne Wasserdampf zeigt. Ein Drohnenfilmer flog mehrmals mit seinem ferngesteuerten Fluggerät über die Anlage – durch den Wasserdampf und über das gähnende Loch.

Erlaubt, aber ... In Leibstadt ist man nicht gut zu sprechen auf das Video. «Wir lassen Bildaufnahmen der Anlage zu, sofern sie mit uns abgesprochen sind – aber so etwas hätten wir nie bewilligt», sagt Karin Giacomuzzi, Mediensprecherin des KKL, auf Anfrage.

«Wäre die Drohne abgestürzt, hätte sie Menschen verletzen können.»

Karin Giacomuzzi, Mediensprecherin des KKL

Zu gefährlich sei so ein Drohnenflug über den Kühlturm. «Der Wasserdampf hätte das Gerät zum Absturz bringen können», begründet Giacomuzzi. Auch die Hochspannungsleitungen, die die Anlage verlassen, seien ein Risiko. «Wäre die Drohne abgestürzt, hätte sie Menschen verletzen können», so Giacomuzzi. Oder nicht zuletzt in den Kühlturm fallen können, wo sie unter Umständen erheblichen Schaden anrichten könne.

Rechtlich hat das Kernkraftwerk kaum eine Handhabe, um gegen neugierige Drohnenfilmer vorzugehen. «Grundsätzlich ist es erlaubt, mit Drohnen über Schweizer Kernkraftanlagen zu fliegen», bestätigt Urs Holderegger, Mediensprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), die entsprechende Verordnung.

Gesetzlich geschützt vor Drohnen sind in der Schweiz militärische Anlagen, Menschenansammlungen, Flugplätze oder die Privatsphäre – nicht aber AKW. Anders als etwa in Frankreich oder Deutschland (siehe Box unten).

«Ich wollte etwas aufschrecken.»

Drohnenbesitzer Jürg Knobel

«Im Interesse der Öffentlichkeit»

Jürg Knobel aus Döttingen ist es, der das Video am Freitag auf Facebook und YouTube hochgeladen hat. «Im Interesse der Öffentlichkeit, zum Polarisieren und Diskutieren», schreibt er auf YouTube dazu.

Im Telefongespräch mit der AZ führt er aus: «Ich wollte zum Nachdenken anregen darüber, wie einfach man mit einem solchen Fluggerät an Kernkraftanlagen herankommt. Etwas aufschrecken.»

Er selbst wohne schliesslich in der Nähe des Kernkraftwerks Leibstadt – «und da ist mir manchmal schon etwas mulmig zumute». Der Filmer weiss, dass nicht verboten ist, was er getan hat. Er selbst ist es ja, der sich ein Verbot wünscht.

Noch am Freitag hagelte es auf YouTube kritische Kommentare. Diese hat Knobel inzwischen deaktiviert. Auf Facebook tönt es aber ähnlich: «Das Ganze ist doch strafbar?», schreiben dort User. Knobel sagt: «Ich wollte herausfinden, wie die Leute reagieren, die Resonanz hat mich überrascht.»

In den sozialen Medien «geächtet»

Der Drohnenflieger ist längst kein Unbekannter mehr. Auch nicht beim Kernkraftwerk Leibstadt. «Die Person ist uns bekannt», sagt Karin Giacomuzzi.

«Die Gefahr eines Absturzes war relativ gross.»

Karin Giacomuzzi, Mediensprecherin des KKL

Bei ihr hat sich auch ein Kenner der Szene gemeldet. Es ist ein Drohnenpilot aus der Region, der sich für die Ehre der Drohnenfilmer einsetzen und anonym bleiben will. «Kein verantwortungsvoller Kopterpilot würde so etwas machen», sagt er gegenüber der AZ auf Anfrage. Es existiere unter den Piloten eine Art Ehrenkodex, schutzbedürftige Anlagen nicht zu überfliegen.

«In dem Wasserdampf des Kühlturms entsteht grosse Thermik, die Gefahr eines Absturzes war relativ gross», so der Szenekenner. In den sozialen Medien sei der Drohnenflieger für sein Video «geächtet worden». 

«Wir prüfen derzeit die urheberrechtliche Situation.»

Karin Giacomuzzi, Mediensprecherin des KKL

KKL will YouTube-Video entfernen lassen

Von einer Strafanzeige sieht die Kernkraftwerk Leibstadt AG ab. Aber: «Wir prüfen derzeit die urheberrechtliche Situation», so Mediensprecherin Karin Giacomuzzi.

Das KKL hat am Dienstag in einem Brief an YouTube gebeten, den Film entfernen zu lassen. Giacomuzzi: «Weil die Verwendung des Films nicht von uns genehmigt war und wir deshalb die Veröffentlichung auf YouTube als unzulässig erachten.» Ausserdem fordern die Betreiber des KKL YouTube auf, dem Urheber des Films zu bestellen, er solle sich mit ihnen in Verbindung setzen, «um die Angelegenheit zu klären».

Jürg Knobel hat sein Ziel längst erreicht. «Ich warte ab und bin gespannt», sagt er.

Drohnen, AKW und das Recht

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Drohne über einem Atomkraftwerk in der Schweiz für Aufregung sorgt. Ein Berner Blogger und AKW-Kritiker löste eine regelrechte Lawine aus, nachdem er 2014 mit einer Drohne Fotos des AKW Mühleberg gemacht hatte. Die BKW AG, Betreiberin des AKW Mühleberg, wollte die Publikation der Fotos verbieten. Laut der auf den Plan gerufenen Polizei brauchte der Fotograf tatsächlich keine Bewilligung. Der Mühleberg-Kritiker veröffentlichte die Fotos und ein Video und berief sich dabei auf die Meinungs- und Medienfreiheit. Wie watson damals berichtete, verzichtete der Energiekonzern auf weitere Massnahmen.

In Frankreich ist es verboten, Atomkraftwerke in einem Umkreis von fünf Kilometern und einer Höhe unter 1000 Metern zu überfliegen. 2014 sorgten mehrere Drohnenflüge über französischen Kernkraftwerken für Aufruhr. Der französische Stromkonzern und AKW-Betreiber erstattete Anzeige.

In Deutschland ist das Fliegen von Drohnen laut der Deutschen Flugsicherung im Gegensatz zur Schweiz zusätzlich über «Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Polizei oder anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Kraftwerken und Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung» verboten, «soweit diese Stellen den Betrieb nicht ausdrücklich gestattet haben».

Das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, hielt im Februar 2016 in einem Bericht fest, dass in der Schweiz rund 20'000 unbemannte Luftfahrzeuge unterwegs sind. Es sei möglich, dass «Aktivisten oder Terroristen ein Kernkraftwerk oder andere kritische Infrastrukturen aus der Luft mit Drohnen relativ einfach observieren können, um Aktionen vorzubereiten», wie es in dem Bericht heisst. Die Forderung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats, ENSI, nach einem Flugverbot über Kernkraftwerke hält das BAZL laut des Berichts momentan aber nicht für sinnvoll: «Ob sich eine solche Flugverbotszone bei ernsthaft böswilligen Absichten beim heutigen Stand der Technik durchsetzen liesse, ist offen.» (smo/sda) (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hopp Langnou!!! 10.08.2016 13:20
    Highlight Immer wieder: die AKWs in der schweiz sind sicher. ES HÄTTE ABER AUCH EIN TERRORANSCHLAG SEIN KÖNNEN!!!
    4 4 Melden
  • ovatta 10.08.2016 10:04
    Highlight Mimimi.. Und was wenn die wirklich bösen Buben kommen?
    Ein Verbot allein wird die nicht abhalten. Was stehen denn für Mittel zur Verfügung um ein solches durchzusetzen?
    Störsender und Kamikazeadler?
    19 1 Melden
    • Pokus 10.08.2016 10:23
      Highlight Sobald die verboten sind kann jedes noch so kleine Flugobjekt einfach mit einem Laser verdampft werden.
      Und Aromkraft ist endlich wieder sicher.
      2 11 Melden
  • Raphael Stein 10.08.2016 08:32
    Highlight Köstlich das...

    «Wäre die Drohne abgestürzt, hätte sie Menschen verletzen können»

    Fliegt das AKW in die Luft, wird es ganze Landstriche ausradieren.
    Und mediale Konfliktbewältigung scheint nicht allen zu liegen. Was aber niemanden vergiftet, zugegebenermassen.

    64 17 Melden
  • rodolofo 10.08.2016 08:22
    Highlight Dröhnende Freizeit-Drohnen beginnen bereits, gehörig zu nerven!
    Das Geräusch schneidender Rotoren erzeugt Gefühle des Bedroht seins, bei Mensch und Tier.
    An meinem Wohnort begebe ich mich regelmässig in die Erholungszone, wo ich von der Stadt ein Grundstück gepachtet habe. Das Mäuse-Vertreib-Gerät der Nachbarin kann ich mit der Zeit ignorieren. Das Autobahn-Rauschen integriere ich als "modernen Fluss" ins Bewusstsein.
    Aber was mache ich mit diesen aggressiven Drohnen über mir in der Luft?
    Sie wirken auf mich, wie Riesen-Moskitos.
    Es drängt mich instinktiv dazu, diese Biester zu zerklatschen!
    18 39 Melden
    • Namenloses Elend 10.08.2016 09:09
      Highlight Der Blick Bünzli Leser ist nun also auch auf Watson aktiv. 😂
      38 13 Melden
    • H1o 10.08.2016 11:08
      Highlight "Gesetzlich geschützt vor Drohnen sind in der Schweiz militärische Anlagen, Menschenansammlungen, Flugplätze oder die Privatsphäre – nicht aber AKW."

      Wenn ich die Schweizer gesetzeslage richtig interpretiere (bin deutscher) dürfte bei "über" einem Privatgrundstück der Punkt mit der Privatsphäre greifen, wie es sich gibt wenn der Flieger neben dem Grundstück fliegt ist mir aber nicht bewusst.

      Allerdings gibt es doch in der Schweiz den Art. 684 ZGB. bei dem unter Punkt 2 neben "Lärm" auch "Schall" genannt wird. Inwieweit dies bei Ihnen zutrifft kann ich nicht sagen.
      4 0 Melden
  • amazonas queen 10.08.2016 08:00
    Highlight Wenn die Drohne in den Kühlturm gefallen wäre, während das Ding in Betrieb ist, hätten sie es vermutlich abstellen müssen. Ich hoffe, der Pilot hat eine Privat Haftpflicht, die Grob Fahrlässigkeit abdeckt, sonst wäre sein Leben aufgrund der Schadensersatzforderungen vermutlich ruiniert.
    9 39 Melden
    • Scaros_2 10.08.2016 08:38
      Highlight Warst du je in einem AKW? Btw. man kann die Besuchen und während der Besichtigung kann man auch in den Kühlturm während der läuft, da hat es eine grosse Plattform drin. Wäre die Drohne abgestürzt, dann wäre diese auf diese plattform aufgeknallt - mehr nicht. und weil die Teile so leicht sind würden die vermutlich samt dem ganzen Wasserdampf nach oben getragen werden.
      33 4 Melden
    • amazonas queen 20.08.2016 07:39
      Highlight Sorry, wenn etwas unbekanntes in ein AKW fällt, würde jeder nachsehen, was es war und sicher gehen, dass es nichts gefährliches war. Die Drohne würde vielleicht die Plattform treffen, ein angebrachter Sprengsatz durch den Rost nach unten fallen. Greenpeace wären die ersten, die das genaue Nachsehen fordern würde.
      Liebe Blitzdrücker, nur weil ich denke, dass die Aktion mit Abstand das Dümmste war, was der Mann machen konnte, heisst das nicht, dass ich für AKWs bin... Nur dafür musst du nicht deine finanzielle Existenz auf Spiel setzen wie er es getan hat.
      0 0 Melden
  • Scaros_2 10.08.2016 07:45
    Highlight Man kann ihn als Idiot, Tubel whatever titulieren. Aber solche Aktionen braucht es eben immer wieder um zu zeigen wie "simpel" es eigentlich wäre das etwas passiert. Wir sichern ganze Grenzen, Flughäfen etc. - Wir wollen das ganze Internet überwachen aber wenn jemand eine Drohne kaufen kann, kann er sich auch Leicht über sprengstoff etc. informieren und könnte ganz simpel einen Umfall in einem AKW verurschachen welcher ggf. weitere Folgen mit sich zieht. Es zeigt auch einmal mehr wie einfach es wäre. Ihn dafür verurteilen finde ich schlecht.
    66 16 Melden
  • kleiner_Schurke 10.08.2016 07:45
    Highlight Bei einer AKW Besichtigung hat man uns erklärt, dass das Reaktorgebäude den Aufprall eines Jumbojets aushalten können. Und nun soll plötzlich die gleiche Anlage durch eine paar 100 Gramm schwere Drohne in Gefahr sein? Wie kann das sein?
    97 9 Melden
  • dracului 10.08.2016 07:37
    Highlight Alles was gemacht werden kann, wird irgendwann auch gemacht - ohne Ausnahme.
    37 0 Melden
  • Jaing 10.08.2016 07:35
    Highlight Ich hoffe, das KKW kommt mit einer allfälligen Urheberrechtsklage nicht durch. Sonst haben wir bald Zustände wie in Deutschland, was das Fotografieren von Gebäuden angeht.
    Drohnen über solchen Anlagen müssten aber verboten werden.
    40 8 Melden
  • sheimers 10.08.2016 07:32
    Highlight Interessant, so einen Kühlturm mal von oben zu sehen. Danke für das schöne Video! Aber mal ehrlich, wenn schon eine kleine Spielzeugdrohne angeblich "erheblichen Schaden" anrichten könnte, wie kann man dann noch behaupten, die Anlage sei gegen Sabotage und Naturkatastrophen sicher?
    79 6 Melden
  • Wilhelm Dingo 10.08.2016 07:32
    Highlight "Wir prüfen derzeit die urheberrechtliche Situation», so Mediensprecherin Karin Giacomuzzi." Ein Skandal, vor allem Seitens der Gesetzgeber. Diese Anlagen sind derart schlecht geschützt dass einem übel wird. Sollte sich jemand zum Ziel setzen ein AKW anzugreifen dann wird er sein Ziel erreichen. Bei Nuklearanlagen besteht leider das Problem eines immensen, sehr lanfristigen, nicht beseitigbaren Schadens. Der Copterpilot hat mit seiner Aktion genau darauf aufmerksam gemacht, danke!
    54 6 Melden
    • kleiner_Schurke 10.08.2016 09:38
      Highlight Nein der Copterpilot hat nur gezeigt, dass er legal über eine Kühlturm fliegen kann. Und selbst wenn er so eine Bombe in den Turm werfen würde wäre das Kraftwerk höchsten an der Peripherie beschädigt. Man könnte natürlich eine Luftabwehr Kompanie bei jeden Kraftwerk stationieren und mit Schafschützen einfach alles abknallen was in die Sperrzone fliegt. Aber wollen wir das wirklich?
      9 4 Melden
  • ImperialBanana 10.08.2016 07:27
    Highlight Ich sehe eigentlich kein Problem oder Verstoss hier. Ich kann mir vorstellen dass Die Absturzgefahr nicht besonders hoch war denn sobald man in einer gewissen höhe mit so einer Drohne fliegt ist es sozusagen unmöglich abzustürzen ausser wenn der Pilot sie nicht beherrschen kann, es gibt ja keine Gegenstände die ihm da oben im weg sind die zu einem crash führen können. Bei einer Sache bin ich mir ziemlich sicher. Sachbeschädigungen hätten nie entsehen können. Diese Dinger sind so kompakt gebaut dass die Fallgeschwindigkeit nie extrem hoch sein kann. Weiss ja nicht wie ihr das seht ☺✌
    8 16 Melden
  • Pokus 10.08.2016 07:17
    Highlight Atomkraftwerke sind sicher!
    10 18 Melden
    • HansDampf_CH 10.08.2016 09:52
      Highlight Klar und den Weihnachtsmann gibt es wirklich
      14 5 Melden
    • pamayer 10.08.2016 13:01
      Highlight Und die osterhäsin sowieso.
      4 1 Melden
  • E. Edward Grey 10.08.2016 07:12
    Highlight Akw-Betreiber, ihre Sorge um Unfälle und fehlende rechtliche Konsequenzen, da war doch was?

    http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzach/leiter-des-akw-leibstadt-bedauert-zwischenfall-mit-berufstaucher-104826085
    11 3 Melden
  • thunderbolt 10.08.2016 06:52
    Highlight So en tubel...
    14 52 Melden
  • Matrixx 10.08.2016 06:22
    Highlight Diesmal wars eine Kameradrohne. Ein anderes mal hängt dort vielleicht etwas anderes unter der Drohne...
    33 9 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.08.2016 07:38
      Highlight Es geht ja nicht nur um Drohnen. Das Video zeigt, dass jeder Löli sei es mit einer Drohne, einem Helikopter oder auch was grösserem sich einfach einem AKW nähern kann ohne abgehalten zu werden. Mit entsprechenden Absichten und dem nötigen Wissen kann so einer einen gewaltigen Schaden anrichten. Wie wäre es per Helikopter eine oder zwei Panzerfäuste auf das Reaktorgebäude abzufeuern? Das würde problemlos gehen. Der Schaden wäre immens.
      12 7 Melden
    • oXiVanisher 10.08.2016 07:48
      Highlight @Matrixx: Was denn? 100g Sprengstoff? Da ist ein Modell-Segelflugzeug bedeutend besser geeignet. Drohnen sind ein extrem ineffizientes Fluggerät. Jedes Modellflugzeug trägt viel mehr Last bei gleicher Grösse oder Gewicht als eine Drohne.
      19 1 Melden
    • Matrixx 10.08.2016 07:52
      Highlight Ich glaube, gegen Flugzeuge und Helikopter sind sie schon gesichert. Aber die neue Bedrohung ist etwa so gross wie eine Hand. Da wirds schwieriger.
      3 7 Melden
    • oXiVanisher 10.08.2016 07:58
      Highlight Was soll eine Kamera-Drohne ausrichten, im Vergleich zu einem abstürzenden Flieger? Wenn ein grosser Vogel in der Luft stirbt und über dem AKW abstürzt, passiert genau gleich viel.
      24 1 Melden
    • Wilhelm Dingo 10.08.2016 08:52
      Highlight @Matrixx: Skyguide ist lediglich 'angehalten' eine Mindestflughöhe von 1000m und ein Mindestabstand von 1500m von Kernanalgen einzuhalten. Es gibt aber werde ein Flugverbot weder für Drohnen, Helikopter oder Flugzeuge noch eine schnelle Intervensionsmöglichkeit im Notfall. Der Worstcase ist daher problemlos möglich vorausgesetzt ein Wahnsinniger hat diesen Plan. Ich finde das beängstigend.
      6 4 Melden
    • Matrixx 10.08.2016 09:01
      Highlight Ich weiss, dass es kein Flugverbot gibt. Aber jemand, der absichtlich mit einem Flugzeug in niedriger Höhe fliegt und aufs AKW zusteuert, kann eher als potentielle Gefahr betrachtet und abgefangen werden.
      Eine handgrosse Drohne mit Sprengstoff hingegen kann in ausreichehder Höhe nicht mal als solche wahrgenommen werden.
      1 5 Melden
    • oXiVanisher 10.08.2016 09:11
      Highlight -.- Die maximale Last einer Drohne ist lächerlich im Vergleich zu jedem anderen Flugobjekt.
      11 0 Melden
    • E. Edward Grey 10.08.2016 10:02
      Highlight Zumal ein Päckchen Sprengstoff bei einem Kühlturm genau nichts ausrichtet. Die sensiblen Bereiche sind durch sehr dicke, mehrstufige Betonmäntel gesichert dass es auch einen Flugzeugabsturz bewältigt. Kühlkreisläufe sind mehrfach redundant ausgelegt so dass der Ausfall eines Kreislaufs bis zur Abschaltung kompensiert werden kann.

      Die ganze Story ist genau das was das Video zeigt: heisse Luft.

      Einzig fand ich schon spannend mal von oben in so einen Kühlturm rein zu schauen.
      11 1 Melden
  • HansDampf_CH 10.08.2016 06:07
    Highlight Geile siech. Er zeigt wie schrecklich schlecht gesichert diese Anlagen sind.
    Wäre es eine Drohne mit Sprengsatz gewesen? Gezielt auf die Stromversorgung und Generatoren?
    37 13 Melden
    • Madison Pierce 10.08.2016 07:27
      Highlight Was soll der Betreiber denn tun? Ein Drohnenverbot hilft ja eher nicht gegen Terroristen. Viel wichtiger ist, dass der Reaktor geschützt ist, und das ist er. Gegen wesentlich gefährlichere Sachen als eine Drohne mit Sprengstoff.

      Der Drohnenpilot hat etwas merkwürdige Ideen: ich fahre auch nicht verkehrt herum auf die Autobahn um zu zeigen, dass man es tun kann.

      Trotzdem wäre ein Flugverbot für Drohnen in der Nähe von AKW sinnvoll. Wenn so ein Teil abstürzt ist es zwar nicht gefährlich, richtet aber trotzdem Schaden an.
      16 4 Melden
    • oXiVanisher 10.08.2016 07:53
      Highlight @HansDampf_CH: Wenn ein AKW gegen abstürzende Flugzeuge gesichert ist, was soll denn eine Drohne ausrichten können? Hört auf mit dieser sinnlosen (und uninformierten) Panikmacherei. Danke
      (Anscheinend weisst du nicht wofür ein Kühlturm im AKW genau gebraucht wird. Lies dich doch mal ein: https://www.kernenergie.ch/de/so-funktioniert-ein-kernkraftwerk-_content---1--1254--345.html )
      15 1 Melden
    • HansDampf_CH 10.08.2016 09:54
      Highlight Geile Sonnenbrille. @Vanisher
      Lies doch meinen Post richtig!
      Die Schwachstelle wäre in dem Fall die Trafos (Anbindung Stromnetz) und die Notfall Generatoren. Man muss den Kern gar nicht treffen, aber den Kühlturm zu treffen würde nichts bringen, dass stimmt.
      5 3 Melden

Fertig gepafft auf dem Perron? SBB prüfen schweizweit komplett rauchfreie Bahnhöfe 

In etwas mehr als einem Jahr könnte es auch vorbei sein mit Rauchen in Bahnhöfen: Gemäss einem unpublizierten SBB-Papier könnten mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 sämtliche Bahnhöfe in der ganzen Schweiz rauchfrei werden. Dies berichtet die NZZ.

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