Schweiz

Vor diesen Bildern müssen Kinder geschützt werden, findet die Stiftung Zukunft CH. Bild: lovelife.ch

Streit um Anti-Aids-Kampagne

Christen-Fundis wittern Schwulen-Verschwörung im Bundesamt

35 Kinder und Jugendliche beschweren sich beim Bundesverwaltungsgericht über die «hochsexualisierte» Anti-Aids-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Unterstützt werden sie von der Stiftung Zukunft CH. Deren Behauptungen sind abenteuerlich. 

02.10.14, 07:29 02.10.14, 15:51

Wochen nachdem die Love-Life-Plakate des Bundesamts für Gesundheit (BAG) schon wieder abgehängt worden sind, zogen 35 Kinder am Dienstag ihre Beschwerde gegen die Kampagne ans Bundesverwaltungsgericht weiter. Die zwischen 10- und 18-Jährigen machen eine «Verletzung ihrer schutzwürdigen Interessen aufgrund der hochsexualisierten Inhalte» der Sujets geltend. 

Die Kinder stammen aus christlichen Familien aus dem Umfeld der Stiftung Zukunft CH, denen die Anti-Aids-Kampagne und die gesamte Strategie des BAG schon seit Langem ein Dorn im Auge ist. Wie sehr, beförderte ein Gespräch mit dem Stiftungssprecher Dominik Lusser zu Tage, auf dessen Publikation watson verzichtet. 

Homosexualität wird als «normal» dargestellt

Im autorisierten Interview sagt Lusser, dass die BAG-Kampagne Sexualität bagatellisiert, dass die Bilder verstörend auf Kinder wirken und Jugendliche zum tabulosen Ausleben ihrer Sexualität animiert, anstatt vor ansteckenden Krankheiten zu warnen. «Aber sexuelle Gesundheit schliesst vor allem auch die Fähigkeit ein, seinen Sexualtrieb zu zügeln um treue Beziehungen eingehen zu können», sagt Lusser.

Er sieht eine Verschwörung homosexueller Kreise: «Das BAG ist von der Homo-Lobby unterwandert», sagt er. Es wolle programmatisch die Gesellschaft sexualisieren. «Die promiskuitive Lebensweise und somit auch Aids sind in der Homosexuellen-Szene besonders weit verbreitet», meint er. Lusser stört sich überdies daran, wie «normal» Homosexualität auf den Sujets dargestellt werde. 

Den Vorwurf, dass die Stiftung und die Eltern Kinder für ihre Interessen einspannen würden, lässt er nicht gelten: «Das ist völlig verkehrt. Wir versuchen nicht, Kinder zu instrumentalisieren, sondern sie vor einer schädlichen Kampagne zu schützen», sagt er. Da es um Personenrecht gegangen sei, hätten nur die Geschädigten selber, nämlich die Kinder, die Beschwerdeführer sein können. 

Das Bundesamt für Gesundheit kann zu dem laufenden Verfahren keine Stellung nehmen. Zudem sieht es keinen Anlass, sich zu «unbegründeten über die Medien erhobenen Vorwürfen zu äussern.» Zu seiner Kampagne steht das BAG nach wie vor. 

HIV bei Heterosexuellen steigend

Über die Vorwürfe, das BAG sei von der «Homo-Lobby» unterwandert, kann Bastian Baumann von der schweizerischen Schwulenorganisation Pink Cross erstmal nur lachen: «Dieser Vorwurf kommt immer wieder. Dabei kenne ich gar keine ‹Homo-Lobby›, nur Interessensverbände wie wir einer unter vielen sind. Dieser Vorwurf zeugt eher von Homophobie als von Politikverständnis», meint er. 

Die Behauptung, dass Aids ein Problem von Homosexuellen sei, sei ebenfalls aus der Luft gegriffen: «Ich würde der Stiftung Zukunft CH empfehlen, die HIV-Statistik etwas genauer zu studieren. HIV betrifft Homo- wie Heterosexuelle. Schwule wissen heute sehr gut über die Krankheit Bescheid und schützen sich vorbildlich», sagt er. 

Und die Zahlen geben ihm recht: Der Anteil von HIV-Diagnosen bei Männern, die Sex mit Männer haben, betrug 2013 rund 39 Prozent, jener von heterosexuellen Frauen und Männern 49 Prozent. Im Vergleich zu 2012 haben die Ansteckungen bei Heterosexuellen sogar um 6 Prozent zugenommen. Im letzten Jahr haben sich 575 Schweizer mit HIV angesteckt, rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelika 04.10.2014 15:35
    Highlight Hat sonst noch jemand diesen Satz als störend empfunden:

    "Lusser stört sich überdies daran, wie «normal» Homosexualität auf den Sujets dargestellt werde."

    Was wäre denn die bessere Alternative? Sie gar nicht zeigen? Sie "abnormal" darstellen? Hä? Übrigens dürften dann auch keine Rothaarigen Teil der Werbung sein. Die sind genauso selten wie Homosexuelle... (3-4% der Bev.)
    9 1 Melden
  • Joshzi 03.10.2014 11:57
    Highlight Und welches sind die Zahlen zur Volkskrankheit "Religion"? Diese Menschen glaube doch tatsächlich, ihre persönliche Befindlichkeit zum Regelwerk von uns allen machen zu dürfen. Sie verlangen, dass ihre wirren mythischen Erzählungen einen Wertmassstab darstellen und uns zu besseren Menschen machen würde. 

    2000 Jahre gelebte totalitäre Unfreiheit sollte uns eines besseren belehrt haben. Vernichtung, Ausgrenzung, Mord und damit viel Elend und Leid hat uns diese geistige Fehlleistung erbracht. Befreien wir uns endlich von diesen ignoranten Autoritäten und lösen uns von ihren linguistischen und logischen Irrtümern. Wir brauchen sie nicht, diese zufälligen Sprachkonstrukte, welche uns absurde aber auch gefährliche Gewissheiten vermitteln, welche den Ausschluss des "Anderen" propagiert, dieses geifern gegen Minder- oder eben Andersheiten. In religiöser Ethik steckt nur der Ausdruck eines subjektiven emotionalen "Geräuschs"; die menschliche Natur welche sie damit anspricht, die ist reine Fiktion. 

    Denn der Glaube an irgendeine transzendente Vernunft als Quelle von Moral und Wahrheit kann hat schon ganz anderes hervorgebracht, nämlich das effiziente Böse.
    28 5 Melden
  • Pokus 02.10.2014 16:05
    Highlight Kampagne ist ein voller Erfolg!

    Genau diese Fundis beschäftigen sich jetzt immernoch intensiv damit. Super.

    Und daran, das sie ihre unmündigen Kinder manipulieren und in den Krieg für ihren eigenen Glauben schicken, merken wir das noch sehr viel mehr geran werden MUSS.
    25 3 Melden
  • Joseph Dredd 02.10.2014 14:46
    Highlight BAG und Gomorrah.
    8 4 Melden
  • Zeit_Genosse 02.10.2014 14:29
    Highlight Was für ein überflüssiger Fundamentalismus und primitive Kinderhetze. Die Kampagne mag einigen etwas weit gegangen sein, jedoch sie ist gekonnt gemacht und zeigt den Sex von Heteros und Homos. Da wo Aids passiert. Und zwar ohne Umwege. Sie ist in aller Munde und führt zu diesen Auswüchsen, die die Kampagne noch erfolgreicher macht. "Erfolgreiche Bilder" kann man über eine Rechtssystem nicht verbieten. Der Pornokonsum und die Sexseiten des Internets machen 30% der gesamten Internetdatenmenge aus. Sex ist eine starke und erneuernde Triebkraft, die zu den Menschen gehört, wie Liebe und Schutz.
    19 0 Melden
  • DoLu 02.10.2014 13:28
    Highlight Wo bleibt Ihre Objektivität, Frau Roth? Wenn man, gut gerechnet, von 3 Prozent Homosexuellen ausgeht, dann sind diese mit 39 Prozent Aids-Ansteckungen um ein Vielfaches übervertreten. Sie müssen die Zahlen ins Verhältnis setze, dann merken Sie, wie „gesund“ der schwule Lebensstil ist.

    Die Zahlen geben Zukunft CH recht!
    5 23 Melden
    • Pokus 02.10.2014 17:40
      Highlight 3 Prozent? Oder 10? Und die Bisexuellen? Und wieviele stehen erst mit 40-50 dazu?
      8 0 Melden
    • Vinner 03.10.2014 13:37
      Highlight DoLu, Homosexualität ist kein "Lebensstil" und es wird auch niemand schwul, weil er ein BAG-Plakat anschaut.

      Sexualität ist, im Gegensatz zu Religion, etwas natürliches. Dies, weil sie jedem Lebewesen inhärent ist, während Religion etwas menschengeschaffenes ist.

      Entsprechend wichtig ist Aufklärung, gerade wenn man Ihren korrekten Hinweis auf das vorliegende Zahlenverhältnis betrachtet - das BAG hat offensichtlich noch viel mehr Arbeit vor sich.
      18 0 Melden
  • Daniel Caduff 02.10.2014 13:24
    Highlight Bitte veröffentlicht doch dieses Interview! Gerne auch als Audio-File, zum bequemen weiterteilen :-) Es gibt selten eine einfachere Methode zur Desmaskierung (streng) religiöser Menschen, als sie einfach frei über ihre Märchen reden zu lassen!
    13 0 Melden
    • DoLu 06.10.2014 09:47
      Highlight Da könntest du dich aber täuschen. Wenn es so wäre, wie du sagst, hätte watson.ch das Interview sicher online gestellt. Aber es waren eben zu starke Argumente drinn, da hat sich Rafaela Roth nicht getraut. Sie wollte doch nicht zum Handlanger der "Fundis" werden. Ich finde aber auch, dass watson.ch die Veröffentlichung unbedingt nachholen müsste, damit wir nicht spekulieren müssen, sondern über tatsächliche Äusserungen streiten können!
      0 1 Melden
    • Rafaela Roth 06.10.2014 10:16
      Highlight Das Interview enthielt ganz einfach so schwere Vorwürfe, dass den Beschuldigten die Chance zur Stellungnahme gewährt werden musste.
      0 0 Melden
    • DoLu 06.10.2014 12:44
      Highlight Frau Roht, die allerdings schweren Vorwürfe haben Sie ja auch alle in Ihren Text aufgenommen. Was Sie mit der Nichtveröffentlichung unterschlagen, sind die guten Argumente von Zukunft CH gegen die Kampagne. Sie stellen im Interview Dominik Lusser z.B. die Frage, ob er prüde sei: Dazu seine Antwort: "Ist jemand prüde, der die Sexualität und die daran beteiligten Personen in ihrer Würde schützen will? Mit jemandem Sex zu haben heisst doch: Ich liebe dich für immer! Sex mit anderen Absichten ist eine Lüge! Das ist übrigens das, was die meisten Jungen spontan denken.
      0 2 Melden
    • alessandro 06.10.2014 13:00
      Highlight Manchmal ist es besser, wenn Gedankengut nicht noch mehr verbreitet wird, so abstrus dieses auch sein mag. Bortoluzzis Äusserungen haben ihm sicher auch Sympathiepunkte eingefangen. Wohl halt von wirklich traurigen Gestalten.
      1 0 Melden
  • elivi 02.10.2014 12:55
    Highlight Natürlich werden hier kinder eingespannt. Kinder sollten sich mit gerichten nicht abgeben müssen, nicht mal alle erwachsenen haben was mit anwälten und gerichten zu tun. Das is ne erwachsenen sache und die kinder dazu zu verleiten is einfach unterste. Die eltern müsten hier für die kinder klagen aber nein stellen wir die kinder da rein wei sie super opfer spielen können. Die sollten ihre zeit besser damit verbringen alle kinder vor gewalt zu schützen die echt is und nicht nur in ihren köpfen.
    16 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.10.2014 12:50
    Highlight Viel mehr als die Kampagne (die meiner Ansicht nach sehr gut das Thema auf den Punkt birngt) sollte eigentlich schockieren, wie hier Kinder für solche Anliegen instrumentalisiert werden. Als Zehnjährige suchten wir in der Altpapiersammlung regelrecht nach weit aus schlimmeren Bildern, und das war nicht verstörend, schlimmstenfalls "gruusig" aber in jeder Weise spannend. Wenn ein paar streng Gläubige hier reklamieren und das durchkommt, können wir genau so gut unverschleierte Frauen auf den Plakaten verbieten. Soll ja auch gläubige Kinder geben, die dadurch traumatisiert sind.
    30 2 Melden
  • poesie_vivante 02.10.2014 11:23
    Highlight Man braucht kein "Christen-Fundi" zu sein, um zu merken, wie geschmacklos die BAG-Love-Life-Kampagne ist. Bezüglich der sogenannten "Schwulen-Verschwörung" im BAG hat Philipp Gut 2011 einen sauber recherchierten Artikel mit dem Titel "Porno für Kindergärtler" in der Weltwoche publiziert. Lesen und die Zusammenhänge verstehen!
    10 75 Melden
    • Hagenstel 02.10.2014 12:20
      Highlight Oh. Die Weltwoche. Dann muss es ja objektiv und neutral sein.
      44 4 Melden
    • poesie_vivante 02.10.2014 13:56
      Highlight Seit wann ist Journalismus objektiv und neutral? Anstatt zu meinen Argumenten in einen Diskurs zu treten ist Weltwoche-Bashing zu betreiben ein etwas simpler Weg ... Da gibt es noch Luft nach oben ;-)
      4 13 Melden
    • Pokus 02.10.2014 17:48
      Highlight Ich glaube nicht das hier eine Diskussion darüber nötig ist. Geschmäcker sind verschieden, haben aber mit Wissenschaft und der Realität nichts zu tun.
      Kein Kindergärner denkt nur noch an Sex, nur weil er weiss was es ist. Und kein Erwachsener hört plötzlich auf alle 10 Sekunden an Sex zu denken, nur weil es keine Pornobilder oder an Sex erinnernde Bilder im öffentlichen Raum gibt.
      8 0 Melden
  • CG aus G :-) 02.10.2014 10:56
    Highlight Liebe Frau Roth, Leute als Christen-Fundis abzutun, die gegen diese Kampagne nicht gut finden ist einfach.

    Finden Sie denn den blanken Egoismus hinter der Kampagne nicht verwerflich? Ich f.... wann ich will, mit wem ich will und so viel ich will. Mit Männern und mit Frauen quer durchs Angebot.

    Der Seitensprung oder die Affäre wird hier als Grundrecht dargestellt. Wie würden Sie es finden, wenn Ihr Partner, genau nach dem Muster der Kampagne handeln würde?
    Wenn er sagen würde, was interessiert mich meine Frau, ich will jetzt grade mit Männer und Frauen, sie hat das zu akzeptieren
    12 63 Melden
    • poesie_vivante 02.10.2014 11:33
      Highlight Liebe(r) CG aus G,

      das sehe ich genau so. Leute, die noch ein intaktes Anstands- und Wertegefühl haben einfach als "Christen-Fundis" zu diskreditieren, ist mehr als einfach.

      Mit dieser Taktik entgeht die Journalistin einer ernsthaften Diskussion, die jedoch gerade hier bei diesem Thema mehr als angebracht wäre.

      Früher setzte sich der Staat für Treue und Sitte ein, heute empfiehlt er Fremdgehen und Polysexualität.

      Wer Polysexualität betreiben will, darf das gerne tun, muss jedoch der Staat mit Steuergeldern dafür Werbung machen?

      Und wäre nicht AIDS bei Treue ein marginales Problem?
      7 47 Melden
    • Beasty 02.10.2014 11:53
      Highlight Soso, und die Christen dürfen Schwule als Abnormal, als Sextiere und Schuld an HIV bestitteln? Das ist dann für Sie in Ordnung?

      Die Kampagne ruft doch nicht zum Seitensprung auf, sondern lediglich zu Sex, bei dem man sich vor HIV schützt. Sexualität ist ein Grundrecht, ja, @CG aus G. Zweisamkeit und Monogamie ist eine Erfindung der Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Wären alle Menschen immer monogam geblieben, gäbe es Sie und mich nun nicht auf dieser Erde, weil die Menschheit vorher wegen Inzest eingegangen werden. Wir Menschen brauchen Sex. Wer monogam leben will, soll das. Wer gerne und viel Sex hat, soll das dürfen. Wo ist das Problem? Warum drücken Religiöse immer wieder alle anderen ihre Meinung ungefragt auf?
      34 2 Melden
    • Rafaela Roth 02.10.2014 12:24
      Highlight Lieber CG aus G :-)

      Der Artikel bezeichnet nicht jeden als «Christen-Fundi», der die Kampagne geschmacklos findet. Jeder darf die Kampagne finden wie er will, inwiefern sie allerdings «Seitensprünge oder Affären als Grundrecht» darstellt, ist mir schleierhaft. Sie zeigt lediglich eine lustvolle Art der Sexualität, die man mit dem richtigen Schutz auch nicht zu bereuen braucht.
      Zum Glück, möchte ich sagen, darf in der Schweiz jeder Sex haben mit wem er will.
      36 2 Melden
    • JayAge 02.10.2014 12:38
      Highlight "Intaktes Anstands- und Wertegefühl" - wenn ich das nur lese, kommt mir - man verzeihe mir den unflätigen Ausdruck - das kalte Kotzen. Die im Artikel erwähnte Organisation ist nun mal fundamental christlich. Da muss man nicht mal zwischen den Zeilen lesen.

      Ausserdem: Inwiefern wirbt die Kampagne denn bitte für Promiskuität? Sie greift lediglich Tatsachen auf und empfiehlt bestimmten Zielgruppen, sich zu schützen. Wo liegt da das Problem? Sex ist nun halt mannigfaltig und findet zwischen Menschen und nicht zwischen Bienen und Blümchen statt.
      26 0 Melden
    • Lasagne 02.10.2014 12:57
      Highlight Die Autorin bezeichnet nicht jeden der gegen diese Kampange ist als Christlichen Fundi, sonder die Leute der Stiftung Zukunft CH und ihre 35 Kinder.
      Und warum diese Kampagne das Fremdgehen und Seitensprünge als Grundrecht darstellen soll wird mir nicht ganz klar. Schliesslich geht es doch vorwiegend um Singles die nicht immer den selben Partner haben.
      20 0 Melden
    • hektor7 02.10.2014 13:16
      Highlight Bei dieser Kampagne geht es doch nicht darum, für "Polysexualität Werbung zu machen", dies ist schon lange Realität. Das BAG erkennt diese Realität und versucht, gerade junge Leute auf ein sensibles Thema aufmerksam zu machen. Falls jemand das Gefühl hat, dies könne mit Blümchen und Schmetterlingen erreicht werden, nimmt das BAG sicher gerne Vorschläge entgegen.

      Die Vorwürfe zur "Schwulen-Verschwörung" sind höchst verwerflich und zeugen vom wahren Hintergedanken der Beschwerde gegen die Kampagne.
      17 0 Melden
    • Pokus 02.10.2014 17:53
      Highlight ach "CG aus G"

      Die Kampagne sagt lediglich das wenn man "rumfickt" man sich schützen soll.
      Das jetzt alle mit allen rummachen müssen war ihre eigene Interpretation. Gibts da versteckte Bedürfnisse? ;)
      10 0 Melden
  • hektor7 02.10.2014 10:53
    Highlight Es gibt eben auch Steinzeit-Christen... Vergisst man irgendwie immer wieder.
    35 7 Melden
    • Too Scoop 02.10.2014 11:32
      Highlight Mir ist nicht bekannt, dass es in der Steinzeit schon Christen gab.
      20 5 Melden
    • Albi Gabriel 02.10.2014 11:56
      Highlight Aber es gibt offensichtlich Leute, deren Lebenseinstellungen aus der Steinzeit stammen und die sich Christen nennen obschon ihr Verhalten absolut unchristlich ist. So von wegen Vergebung und so...
      17 1 Melden
    • hektor7 02.10.2014 12:57
      Highlight Wüsste ich jetzt spontan auch nichts davon... Und trotzdem hat sich dieser Terminus im öffentlich-medialen Sprachgebrauch etabliert. Komische Welt.
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 02.10.2014 10:27
    Highlight Eher ist es richtig dass unser Justiz- und Politiksystem komplett von Christen und deren Seilschaften durchseucht ist. In der nat. Ethikkomission sitzen sowohl Katholen als auch Evangelen. Div. kant. Gesetze schützen christliche Sonderinteressen, oder was Christen halt grad wichtig finden. Christliche Fundis versuchen mit allen Mitteln neue med. Techniken zu verbieten, die das Leiden vieler Menschen lindern könnten. Der Staat sollte Religionen wie Drogen behandenl: Ab 18 und in den eig. vier Wänden.
    51 10 Melden
    • Daniel Caduff 02.10.2014 13:22
      Highlight Sehr schön formuliert! Christen haben durchgesetzt, dass der Staat ihre religiösen Feiertage staatlich anerkennt (Karrfreitag, Pfingsten, Auffahrt), haben trotz säkularem Staat den Religionsunterricht in der Schule durchgesetzt und vieles mehr, was ein Schlag ins Gesicht jedes denkenden Menschen ist. Das allerbeste ist dabei die katholische Kirche. Stellen sie sich mal vor, was geschehen würde, wenn irgend eine andere Firma Frauen grundsätzlich von Kaderpositionen ausschliessen würde (Priester, Bischöffe, Kardinäle, etc.). Natürlich gäb das einen Aufschrei. Bei den Katholiken ist das aber ok.
      10 2 Melden

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