Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Gruene Regierungsrat Martin Graf posiert mit einem Bild mit der Aufschrift

Die «Green Power» reichte nicht aus: Martin Graf von den Grünen wurde am dem Sonntag von den Zürcherinnen und Zürchern nicht mehr gewählt.  Bild: KEYSTONE

Wie weiter nach der Wahlschlappe? Die Grünen, die GLP und die Fusions-Kakophonie



Die Grünen sind auf der Verliererstrasse. In Zürich, Luzern und Basel-Landschaft mussten sie Niederlagen einstecken. Dass sie reagieren müssen, darüber sind sich die Parteiexponenten einig. Über das Wie hingegen weniger. Der Vizepräsident der Partei, Josef Lang, und der Genfer Nationalrat Ueli Leuenberger sind der Meinung, dass sich die Grünen von den Grünliberalen abgrenzen müssen. Es müsse wieder «mehr links» politisiert werden, sagen sie im Tages-Anzeiger

Sie halten es für einen taktischen Fehler, dass ihr Zürcher Parteikollege Balthasar Glättli im letzten Herbst zusammen mit GLP-Präsident Martin Bäumle eine engere Zusammenarbeit der beiden Parteien angeregt hatte. Dies habe das Profil der Grünen verwässert, heisst es weiter im Artikel. Dieser Meinung seien auch Grüne Politiker aus der Stadt Zürich.

Ganz anders scheint die Stimmung bei den Grünen im Kanton Aargau zu sein. Laut der Aargauer Zeitung reagierte Jonas Fricker, Präsident der Grünen Aargau, auf Twitter auf die Zürcher Wahlniederlage mit einer brisanten Idee. «Wie wär's mit dem Projekt Wiedervereinigung der Grünen und der GLP So könnten die grünen Kräfte gebündelt werden, schrieb Fricker. 

Mit dem Tweet wolle er die Diskussion zu einer möglichen Fusion anregen, sagt er der Zeitung. «Es ist eine interessante Frage, ob eine gemeinsame Partei von Grünen und Grünliberalen schlagkräftiger wäre», gibt er zu bedenken. 

Die Reaktionen im Aargau sind geteilt. Bei den Grünen, wie auch bei den Grünliberalen gibt es Mitglieder, die die Idee durchaus begrüssen. Für andere, etwa für die Grüne Ständeratskandidatin Irène Kälin ist sie keine Option: «Eine solche Fusion würde die Grünen spalten»

Fricker rudert mittlerweile auch zurück. In einem neuen Tweet schreibt er, er selber finde die Idee nicht gut, die Diskussion darüber aber schon. (feb)

Abonniere unseren Newsletter

Themen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Nach der Hornkuh-Initiative jetzt die Geissen: Grünen-Kälin fordert Enthornungsverbot

In der Schweiz gibt es etwa 85'000 Ziegen. Wie viele von ihnen ohne Hörner leben, ist mangels Statistik unbekannt. Eine Motion verlangt jetzt – nach der Ablehnung der Hornkuh-Initiative – ein Enthornungsverbot für Geissen.

«Für mich ist es eine Frage der Würde eines Lebewesens, aber auch eine Frage des Anstandes.» Deswegen, so die grüne Aargauer Nationalrätin Irène Kälin, verlange sie mit ihrer Motion das Enthornungsverbot für Ziegen.

Die Islamwissenschaftlerin und hauptberuflich Präsidentin des kantonalen Arbeitnehmer-Dachverbandes «Arbeit Aargau» verlangt vom Bundesrat eine Änderung der zutreffenden Verordnung des Tierschutzgesetzes. Diese erlaubt heute ein Enthornen ausdrücklich. Die Anwältinnen der …

Artikel lesen
Link to Article