Schweiz
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Felix Gmuer, neuer Bischof von Basel wird den Medien vorgestellt, am Dienstag, 23. November 2010, in Soloturn. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Felix Gmür ist seit 2010 Bischof von Basel. Und in Sachen Saudi-Arabien kritisiert er die Schweiz scharf.
Bild: KEYSTONE

Bischof Gmür: «Es ist schlimm, dass die Schweiz mit Saudi-Arabien Geschäfte macht, wie wenn nichts wäre»



Der Bischof des Bistums Basel, Felix Gmür, ist besorgt ob der Verfolgung von Christen in muslimischen Ländern. In diesem Zusammenhang kritisiert er namentlich Saudi-Arabien und den Umgang der Schweiz mit dem islamisch-konservativen Königreich.

Saudi-Arabien sei «ein Staat, wie wir ihn nicht wollen. Dort dürfen Christen kein Kreuz tragen, keine Gottesdienste feiern. Es gibt keine Religionsfreiheit. Das müsste unsere Regierung auf diplomatischer Ebene angehen», forderte Gmür in einem Interview, das die Zeitschrift «Schweizer Illustrierte» am Freitag veröffentlichte.

Es sei «schlimm, dass die Schweiz mit diesen Ländern Geschäfte macht, wie wenn nichts wäre». Schweizer Wirtschaftsführer und Bundesräte müssten dieses Problem viel stärker ansprechen. Weiter kritisierte Gmür Saudi-Arabien dafür, dass die Monarchie «keine Flüchtlinge» aufnehme, «schon gar keine Christen», obwohl die Saudis «genug Platz und Geld» hätten.

Burkhalter sprach über Menschenrechte

Erst Mitte Februar war Bundesrat Didier Burkhalter als erster Schweizer Aussenminister überhaupt in die saudi-arabische Hauptstadt Riad gereist und dort mit König Salman sowie Aussenminister Adel al-Dschubair zusammengetroffen. Bei den Gesprächen ging es um die Beziehungen zwischen Iran und Saudi-Arabien sowie um Spannungen in der Region, vor allem jene in Syrien und Jemen.

Laut dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sprachen Burkhalter und al-Dschubair zudem über den Ausbau der Zusammenarbeit bei Menschenrechten. Im Weltverfolgungsindex 2016 des christlichen Hilfswerks Open Doors liegt Saudi-Arabien auf Rang 14. (trs/sda)

Saudi-Arabiens Waffengeschäfte 2014

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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 19.02.2016 08:59
    Highlight Highlight die religionsfreiheit ist ja nur ein sehr kleiner teil der einschränkungen die den meisten menschen in saudi arabien unterworfen sind. aber die unterdrückung der frauen kann ein bischof ja schlecht anprangern...
    saudi arabien und die umliegenden königreiche sind eigentlich alles was wir ablehnen. monarchien, herrenrassen, willkürliche justiz, etc. etc.
    wären sie mausarm würden sie mit sanktionen belegt. aber sie sind reich und werden daher von unseren eliten gebauchpinselt das es einem die schamröte ins gesicht treibt
  • Domino 19.02.2016 08:51
    Highlight Highlight Saudi Arabien und Quatar halten rund 30% der Credit Suisse. Bei anderen Firmen ist das genaso. Mit Geld lassen sich Waffen, Kriege, Regierungen, Terroristen und Flüchtlingsströme lenken.
    https://www.credit-suisse.com/ch/de/about-us/governance/shareholders/significant-shareholders.html
  • URSS 19.02.2016 07:59
    Highlight Highlight Es ist unerträglich dasSaudiarabien keine Flüchtlinge aufnimmt. Es ist überhaupt unerträglich das alle Golfstaaten das Flüchtlingsproblem negieren.Das von der EU kein Druck gemacht wird in dieser Sache ist ebenso unverständlich. Statt das die Europäer das Problem hin und her schieben, könnte ein Teil desStrom in muslimische Länder gelenkt werden wo die Menschen kulturell verankert sind. Die EU könnte einen Fond gründen und sich finanziell daran beteiligen .
    Es ist an der Zeit die Golfstaaten daran zu erinnern , das es noch etwas anderes gibt als in der EU Geschäfte aufzukaufen.
  • Schneider Alex 19.02.2016 06:42
    Highlight Highlight NR-Kommission lässt Tür für Rüstungsexporte weit offen!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankgeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!
  • waatssonn 19.02.2016 06:39
    Highlight Highlight Ein Exportstopp würde einmal mehr halt so wertvolle Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden... 😑 ...und der doch fortschrittliche und wohlhabende Staat lässt lieber weiterhin Dreckgeschäfte zu, statt dieselben Arbeitskräfte sinnvoll einzusetzen. Wir, die wir uns doch international gerne als so "sauber" präsentieren. Eine Schande...

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