Schweiz

23 neue Schweizer Gardisten warten am Freitag, 6. Mai 2016, im Damasushof des Apostolischen Palastes im Vatikan auf ihre Vereidigung. Bild: TI-PRESS

Schweizergarde-Rekruten müssen zusätzlich bei der Tessiner Kapo zur Schule

26.09.16, 21:49

Durch eine Neustrukturierung der Rekrutenschule wird eine weitere Professionalisierung der traditionsreichen Päpstlichen Schweizergarde angestrebt. Die Gardisten werden künftig auch einen Monat lang bei der Tessiner Kantonspolizei ausgebildet.

Die Päpstliche Schweizergarde besteht aus 110 Gardisten und wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet. Sie ist für den Schutz des Papstes und seiner Residenz verantwortlich, begleitet den Papst auf seinen Auslandsreisen und kontrolliert die Haupteingänge zur Vatikanstadt.

Die Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde und der Tessiner Kantonspolizei, Christoph Graf und Matteo Cocchi, haben am Montag eine entsprechende Vereinbarung im Gardequartier unterzeichnet. Durch die Neustrukturierung der Rekrutenschule wird eine weitere Professionalisierung des traditionsreichen Korps angestrebt.

Die neu gestaltete Rekrutenschule, die erstmals Ende Oktober durchgeführt wird, besteht künftig aus zwei Teilen. Zunächst werden die 16 neuen Rekruten nach Rom fliegen, um sich den medizinischen Untersuchungen im Vatikan zu unterziehen. Für einen Monat werden sie danach eine Ausbildung bei der Tessiner Kantonspolizei absolvieren.

Dabei werden folgende Themen behandelt: 

Die Rekruten könnten im Rahmen der Ausbildung von der Erfahrung und dem Fachwissen verschiedener Experten profitieren, wodurch die Professionalität in einem immer anforderungsreicheren Kontext gewährleistet werden könne, heisst es in der Mitteilung der Schweizergarde weiter.

Am Ende der Ausbildung bei der Tessiner Kantonspolizei werden die Rekruten in den Vatikan zurückkehren und einen weiteren Monat im Quartier der Päpstlichen Schweizergarde ausgebildet. Diese Ausbildung beinhalte das Erwerben der notwendigen Orts- und Personenkenntnisse, der ersten Grundkenntnisse der italienischen Sprache sowie eine gardespezifisch-militärische Ausbildung und das Vermitteln der Schutzaufgaben.

Die Päpstliche Schweizergarde besteht aus 110 Gardisten und wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet. Sie ist für den Schutz des Papstes und seiner Residenz verantwortlich, begleitet den Papst auf seinen Auslandsreisen und kontrolliert die Haupteingänge zur Vatikanstadt. (gin/sda)

Weitere Bilder von der Schweizergarde

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 27.09.2016 00:57
    Highlight Diese Folkloretruppe gehört abgeschafft. Aber jeder der dort freiwillig mitmacht ist selber schuld. Muss man auch sehen. Wer tut sich das schon freiwillig an?
    8 36 Melden
    • balzercomp 27.09.2016 09:35
      Highlight Die letzte staatliche Söldnertruppe in Europa. Schweizer Truppen für einen fremden Staat.
      1 4 Melden
    • Fumo 27.09.2016 09:42
      Highlight Tun sie dir irgendwie weh?
      Warum sind die Freiwilligen selber schuld?

      Sogar wenn die Armee Geld verdient anstatt es auszugeben haben manch Menschen was zum motzen, traurig.
      7 1 Melden
    • ElendesPack 27.09.2016 12:36
      Highlight Wo genau sehen die ersten beiden Kommentatoren bei der Schweizergarde das Problem? Was ist daran verwerflich, schlecht oder sonstwie kritisierbar? Ist ja wie gesagt freiwillig, die ganze Veranstaltung und soweit ich weiss, haben die Päpste in letzter Zeit die Schweizergarde nicht mehr in Konfliktregionen als katholische Kampftruppen eingesetzt.
      3 1 Melden
  • Kimbolone 26.09.2016 22:19
    Highlight Zur Bildstrecke und den Aufnahmebedingungen: Ledig müssen sie glaube ich auch noch sein, ich kann mich aber irren.
    20 0 Melden

Du kannst nicht mit Karte zahlen? Das liegt nicht (zwingend) an dir: Six hat ein Problem

Wer in der Schweiz mit der Karte bezahlen will, muss im Moment unter Umständen Geduld mitbringen. Der Finanzdienstleister SIX kämpft momentan mit Problemen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilt. Betroffen davon sind im Moment etwa 18'000 Terminals, sagt ein Unternehmenssprecher zu 20 Minuten. 

Laut SIX treten bei der Kartenverarbeitung an den Zahlungsterminals Verzögerungen auf. Diese können auch zu Transaktionsabbrüchen führen können. (mlu)

Artikel lesen