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«Tier des Jahres 2016»: Hier kommt die Maus! 
Bild: PRO NATURA/NATURE IN STOCK

Eine tauchende Maus mit Gift-Biss ist «Tier des Jahres 2016»

04.01.16, 10:52 04.01.16, 12:00

Nach dem «Fisch des Jahres» und der «Amphibie des Jahres» ist nun das «Tier des Jahres» bekannt geworden: 2016 kommt dieser Titel der Wasserspitzmaus zu. Der kleine Insektenfresser lebt an Bächen und Flüssen und erbeutet seine Nahrung tauchend und schwimmend.

Doch auch dieses Tier ist bedroht: Sein Lebensraum wird durch Pestizide und der Verbauung von Gewässern beeinträchtigt. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Naturschutzorganisation Pro Natura die Wasserspitzmaus zum «Tier des Jahres 2016» erklärt.

Ein Jahr lang Mahnmal wider die Verbauung und Verschmutzung der Gewässer: Die Wasserspitzmaus. 
Bild: PRO NATURA/FOTOLIA

Die tauchende Maus, die ihre Beute mit giftigem Biss lähmt, misst ohne Schwanz 6 bis 10 Zentimeter und wiegt 10 bis 20 Gramm. Sie ist die grösste von elf einheimischen Spitzmausarten. Ihr Pelz ist schiefergrau bis schwarz.

Wie sie lebt, wie sie taucht

YouTube/ProNaturaVideo

Krebse? Mjam! Schnecken? Ebenso!

Mit echten Mäusen sei die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) trotz ihres Namens nicht näher verwandt, teilte Pro Natura am Montag mit. Während Mäuse zu den Nagetieren zählen und sich vorwiegend pflanzlich ernähren, gehören Spitzmäuse zur Ordnung der Insektenfresser. Ihre nächsten Verwandten sind Maulwürfe und Igel.

Funfact: Das «Tier des Jahres 2016» frisst täglich gleich viel, wie es wiegt.
Bild: PRO NATURA/SHUTTERSTOCK

Die Wasserspitzmaus lebt an kleinen bis mittleren Wasserläufen und stehenden Gewässern in der ganzen Schweiz. Sie bedient sich eines reich bedienten Unterwasserbuffets – Insektenlarven, Kleinkrebse, Schnecken, Muscheln und gelegentlich auch kleine Fische gehören zur Lieblingsnahrung der Bachbewohnerin.

Tierische und chemische Feinde

Der grosse Winzling frisst täglich in etwa gleich viel, wie er wiegt. Er ist rund zwölf Stunden am Tag mit der Futtersuche beschäftigt.

Wollen der tauchenden Maus an die Wäsche: Die Schleiereule, der Reiher, das Wiesel, der Fuchs. Tönt brutal – ist es auch.
Bild: PRO NATURA/PRISMA

Natürliche Ufer mit dichtem Bewuchs, unterspülten Bereichen, Baumwurzeln oder Steinblöcken bieten dem scheuen Kleinsäuger überlebenswichtige Deckung vor seinen Feinden wie etwa der Schleiereule, dem Reiher, dem Wiesel oder dem Fuchs. Die lautlose Gefahr stellen laut Pro Natura Pestizide in Wasser dar, die aus der landwirtschaftlichen Produktion in die Bäche gelangen. (tat/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fumo 04.01.2016 11:32
    Highlight "Mit echten Mäusen sei die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) trotz ihres Namens nicht näher verwandt, teilte Pro Natura am Montag mit. Während Mäuse zu den Nagetieren zählen und sich vorwiegend pflanzlich ernähren, gehören Spitzmäuse zur Ordnung der Insektenfresser. Ihre nächsten Verwandten sind Maulwürfe und Igel."
    ähm Mäuse sind Allesfresser, habe noch nie erlebt dass eine Maus was essbares liegen lässt, egal ob Fleisch oder nicht.
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    • Anded 04.01.2016 11:56
      Highlight Du hast das Wort "vorwiegend" übersehen... Oder du hast es mit "ausschliesslich" verwechselt.
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    • Fumo 04.01.2016 12:58
      Highlight Oder ich habe selbst das "vorwiegend" kritisiert weil Mäuse echt wahllos fressen.
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    • Anded 04.01.2016 13:12
      Highlight Die meisten Mäusearten ernähren sich in der Natur vorwiegend pflanzlich. Was du wohl meinst, sind Mäuse in einer gut gefüllten Vorratskammer oder auf einem Müllberg mit Lebensmittelabfällen vom Menschen. Ja, Mäuse essen rumliegendes essbares, in der Natur liegt aber selten ein Cervelat einfach so im Wald. Man kann auch Hunde und Katzen zu Vegis machen. Das ändert aber nichts an der Tatsache das sie genetisch, resp. ihre natürlichen Verwandten zur Ordnung der Raubtiere gehören.
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    • Fumo 04.01.2016 14:41
      Highlight Genau da kommst du auf den springenden Punkt. Die Springmäuse sind nicht dem Igel ähnlicher als die "echten" Mäuse weil sie, vorwiegend, pflanzen fressen. Sondern weil sie Raubtiere sind die ihre Beute jagen.
      Die "echten" Mäuse, selbst in de Natur (eine Cervelat liegt da nicht rum aber tote Insekte, Vögel, etc.), würden einer saftigen Eiweissmahlzeit aber auch jederzeit vorziehen.
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    • Don Huber 04.01.2016 18:19
      Highlight Gerade in der Tagesschau gesehen. Mit Mäusen hat das kleine Tier nichts zu tun. Ist ein Raubtier und isst Fleisch nachdem es Gift in die Beute injiziert hat. Also ein richtiger kleiner Giftcocktail Killer.
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    • Anded 04.01.2016 19:02
      Highlight @Fumo: Es wird im Artikel nirgends behauptet, dass Mäuse keine Allesfresser sind. Nur was ihre vorwiegende Ernährung betrifft. Die weiteren Begriffe "Nagetiere" und "Insektenfresser" sind biologische Ordnungen. Es steht auch nirgends, dass die Zuordnung einzig über die Ernährung definiert ist.
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    • Fumo 05.01.2016 08:35
      Highlight Doch hier wird die Zuordnung auf die Ernährung beschränkt und das ist schlichtweg falsch.
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    • Anded 05.01.2016 11:47
      Highlight da steht:
      "Während Mäuse zu den Nagetieren zählen UND sich vorwiegend pflanzlich ernähren"

      und nicht:
      "Während Mäuse zu den Nagetieren zählen WEIL sich vorwiegend pflanzlich ernähren"
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    • Fumo 05.01.2016 11:53
      Highlight Trotzdem wird die Ernährung als einziger Unterschied genannt also hört bitte mit der Haarspalterei auf -.-
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    • Anded 05.01.2016 12:42
      Highlight Es wird die Ernährung als Unterschied genannt, aber nirgends behauptet, dass dies der einzige ist. Die Haarspalterei kommt von dir. Schliesslich beziehst du dich mit fast jedem neuen Kommentar auf einen anderen vermeintlichen Fehler (Mäuse essen nur Pflanzlich, Spitzmaus ist andere Ordnung weil andere Nahrung, Ernährung ist der einzige Unterschied).

      Gehen wir zurück zum Anfang und einigen uns auf "Maus = Allesfresser, aber vorwiegend Pflanzlich"? (Was suggeriert, dass ich eine Maus bin... 😉)
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