Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Riesiger Anlagebetrug: Haupttäter im ASE-Prozess kassiert 9 Jahre Gefängnis

15.12.16, 15:07 15.12.16, 15:54

Im Prozess um den riesigen Anlagebetrug der ASE Investment im Kanton Aargau ist der Hauptangeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren verurteilt worden. Das Bezirksgericht Laufenburg befand den 50-jährigen Schweizer des gewerbsmässigen Betrugs schuldig. Die Deliktsumme beträgt 170 Millionen Franken.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den geständigen Mann eine Freiheitsstrafe von 11 Jahren gefordert. Die Verteidiger plädierten auf eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Der Schweizer befindet sich seit seiner Verhaftung im Frühling 2012 ohne Unterbruch in Haft. Er trat im Februar 2015 den vorzeitigen Strafvollzug an.

Hohe Renditeversprechen

Die ASE Investment mit Büroräumlichkeiten in Frick AG war von 2006 bis 2012 eine externe Vermögensverwalterin. Sie bot ihren Kunden Devisenhandel in unterschiedlichen Produkten an. Anleger wurden mit Renditeversprechen von bis zu 18 Prozent angelockt. Der Geschäftsführer soll sich bis zu 10 Millionen Franken als Entschädigung ausbezahlt haben, wie im Prozess bekannt wurde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte 2500 Geschädigte. Davon haben sich 639 als Privatkläger am Strafverfahren konstituiert. Der grösste Teil der Deliktsumme von 170 Millionen Franken dürfte für die Anleger verloren sein. Der Staatsanwalt sprach vom «grössten Fall von Wirtschaftskriminalität im Kanton Aargau». Die Anklageschrift umfasst 192 Seiten, mit Anhängen sogar 592 Seiten. Die Akten füllen insgesamt 448 Bundesordner. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder: Einfamilienhaus in Brand

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

1 Tag bis 12 Wochen: So grosszügig sind Schweizer Firmen beim Vaterschafts-Urlaub

Wir haben den Vaterschaftsurlaub von 132 Schweizer Arbeitgebern ausgewertet. Die wichtigsten Erkenntnisse in 9 Punkten.

Stell dir vor, du bekommst ein Kind und musst am nächsten Tag bereits wieder im Büro sitzen oder auf der Baustelle schuften, während du mit deinen Gedanken ganz woanders bist. Bei deiner neugeborenen Tochter oder deinem Sohn, bei deiner Partnerin, die noch im Krankenhaus liegt und sich von den Strapazen der Geburt erholt.

In der Schweiz hat ein Vater von Gesetzes wegen nicht mehr Urlaub zugute als bei einem Wohnungswechsel: einen Tag. Sprich: Der Arbeitgeber kann verlangen, dass sein Mitarbeiter …

Artikel lesen