Snowboard
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Philipp Schoch of Switzerland looks on after competing against Zan Kosier of Slovenia, right, during the men's snowboard parallel giant slalom at the XXII Winter Olympics 2014 Sochi in Krasnaya Polyana, Russia, on Wednesday, February 19, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Letztes Rennen der Schoch-Brüder

Philipp Schoch hat viel erreicht – mit Rückenproblemen findet die Karriere nun ein bitteres Ende

Für Philipp Schoch kommt das Ende seiner langen Karriere auf brutale Weise. Rückenprobleme zwingen den zweifachen Alpin-Olympiasieger zum Forfait im Parallel-Slalom.

Ein «Zwick in den Rücken beim Aufwärmen» war es, der Schoch zur Aufgabe zwang. Zwar versuchte sich der zähe Zürcher Oberländer noch im ersten Qualifikationslauf, brachte aber aufgrund der Schmerzen kaum Druck aufs Brett. Nach einem Sturz blieb Schoch liegen und hielt sich den Rücken. Im TV-Interview mit SRF erklärte der 34-jährige Fischenthaler mit Tränen in den Augen: «Es tut weh, wenn man auf diese Weise abdanken muss.»

Ende einer erfolgreichen Karriere

In seinen besten Zeiten hatte Schoch zusammen mit seinem Bruder Simon den Weltcup fast nach Belieben dominiert. 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin wurde er Olympiasieger im Parallel-Riesenslalom, stand in 26 Weltcup-Rennen auf dem Podest (15 Mal zuoberst) und holte 2007 zweimal WM-Silber.

Die Gold-Fahrt in Salt Lake City. Video: Youtube/Olympics

In den letzten Jahren kämpfte Schoch mit massiven Rückenbeschwerden, probierte diverse Therapiemethoden aus. Ärzte legten ihm sogar nahe, die Karriere zu beenden. Doch der Kämpfer wollte nicht aufgeben. Rang 3 am Weltcup-Finale des letzten Jahres - nach über sechs Jahren ohne Podestplatz - waren Schochs persönliche Bestätigung. Den Anschluss schaffte er aber nie mehr, bis nun seine Karriere auf unglückliche Art und Weise zu Ende geht.

Auch Simon Schoch beendet Karriere

Switzerland's Philipp Schoch, silver, and his brother Simon Schoch, gold, pose with their medals after the men's Snowboard Parallel Slalom final at the Snowboard World Championship in Arosa, Switzerland, Wednesday, January 17, 2007.    (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Zusammen Erfolge gefeiert – zusammen treten sie ab. Bild: KEYSTONE

Wie Philipp bestritt auch Simon Schoch in Sotschi das letzte Rennen als Profi. Das Ende bedeutete für den 35-Jährigen der Achtelfinal gegen den Italiener Aaron March. Simon Schoch blieb im Gegensatz zu seinem Bruder mehr oder weniger von hartnäckigen Verletzungen verschont. Die Konstanz zeigte sich darin, dass er, abgesehen von 2008/09, in jeder Saison mindestens einen Podestplatz (29 insgesamt) herausfuhr. Das beeindruckende Palmarès des älteren Schochs umfasst zudem zwei Weltcup-Gesamtsiege, den Parallelslalom-Titel an der Heim-WM 2007 in Arosa und Olympia-Silber 2006 - mit der Finalniederlage gegen Bruder Philipp. (si/qae)



Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

An alle mit «Pistenrowdy-Panik» – so viel tragen Kollisionen zur Statistik bei

In der vergangenen Wintersport-Saison verletzen sich 65'000 Ski- und Snowboarder beim winterlichen Vergnügen auf und neben den Pisten. Dabei verunfallten über 90 Prozent selber, nur in rund 6 Prozent der Fälle waren Zusammenstösse der Grund für die Unfälle.

Gemäss der Unfallerhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) verletzten sich 11,7 Prozent der Wintersportler bei einem Sprung. Stürze ohne Sprung waren für 80,1 Prozent der Unfälle verantwortlich. Nur gerade in 6,4 Prozent der …

Artikel lesen
Link to Article