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Und Sami Hyypiä so in der 37. Minute: «Ähhm ... Chermiti, häsch s'Gireizli früener z'nöch ade Huswand gha?»
Bild: KEYSTONE

5 Gründe, warum der FCZ in dieser Saison ein Abstiegskandidat ist 

Der FC Zürich hat sich gestern in Thun wieder einmal von seiner schlechtesten Seite gezeigt. Nach der 1:5-Niederlage gibt es einige Indizien dafür, dass die Stadtzürcher in dieser Saison hart um den Klassenerhalt kämpfen müssen.  

19.10.15, 11:10 21.10.15, 06:45
Nik Dömer
Nik Dömer

Bereits 12 Runden sind in der Super League gespielt und der FCZ befindet sich – erstmals seit dem siebten Spieltag – am Tabellenende wieder. Dass zwischenzeitlich der Finne Sami Hyypiä eingestellt wurde, machte sich bisher kaum bemerkbar. Drei Punkte in fünf Spielen ist seine magere Ausbeute. Und spätestens nach dem gestrigen Auftritt in Thun ist klar, dass die Stadtzürcher mitten im Abstiegskampf stecken. Wir haben fünf Gründe, wie es dazu kommen konnte.

Keine Disziplin

Chermitis Tätlichkeit gegen Dennis Hediger.
Gif:srf 

Die Aktion aus einem anderen Blickwinkel.
gif:srf

Was hat sich nur Amine Chermiti bei dieser Aktion gedacht? Beim Stand von 2:1 für den FC Thun knallt er Dennis Hediger in der 37. Minute vor den Augen von Schiedsrichter Amhof die Hand ins Gesicht. Der FCZ-Spieler wird dafür vom Platz gestellt und erweist damit seinem Team einen Bärendienst. Mit solchen Spielern wird es für den FCZ in Zukunft schwierig, Punkte zu holen. 

Es ist übrigens bereits die zweite Rote Karte, die sich Chermiti für eine Dummheit in dieser Saison abholt. Bereits im August bei der Auswärtspartie in Sion wird der FCZ-Spieler, als er bei einem Freistoss den Spray des Schiedsrichters wegwischt, mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Wahrlich nicht der klügste Aktion. 

Chermiti wischt den Schiri-Spray weg.
gif: srf

Löchrige Verteidigung

Das 5:1 für den FC Thun.
gif:srf

Keine Super-League-Mannschaft hat in dieser Saison mehr Gegentore als der FC Zürich kassiert. 28 sind es an der Zahl. Die Zürcher haben definitiv ein Problem in der Abwehr. Dies war auch gestern wieder augenscheinlich. Während Roman Buess zweimal von einer unorganisierten Verteidigung nach einem Thuner Standard profitiert, kann Ridge Munsy in der 89. Minute unbedrängt aus fünf Metern zum 5:1 einnetzen. Ein Geschenk verteilt auch der eingewechselte Burim Kukeli, der bei seiner ersten Aktion sogleich ein Penalty verursacht. 

Umfrage

Steigt der FC Zürich in dieser Saison ab?

  • Abstimmen

674 Votes zu: Steigt der FC Zürich in dieser Saison ab?

  • 57%Ja, was der FCZ momentan bietet, reicht nicht zum Klassenerhalt.
  • 43%Nein, der FCZ findet schon bald wieder aus der Krise.

Fehlende Führungsspieler

Seit dem Abgang von Chikhaoui fehlt dem FCZ ein Führungsspieler. 
Bild: KEYSTONE

Was das Toreschiessen anbelangt, kann man dem FC Zürich bisher noch nicht viel vorwerfen. Mit 17 Treffern haben die Zürcher immerhin mehr Tore erzielt als Lugano, St. Gallen, Sion und Vaduz. Seit dem Abgang von Yassine Chikhaoui fehlt dem FCZ jedoch ein Führungsspieler, der Struktur ins Spiel bringt. Verteidiger und Captain Alain Nef war gestern schon sichtlich damit überfordert, die Defensive richtig zu koordinieren. Davide Chiumento und Marco Schönbächler sind derzeit verletzt.

Die Kleinen werden stärker

Die Vaduzer kombinieren sich durch die Berner Verteidigung. 
gif: srf

Wer vor der Saison gedacht hat, dass Vaduz und Lugano als Punktelieferanten dienen werden, der reibt sich jetzt überrascht die Augen. Vaduz hat gerade einen erstaunlichen Lauf und holte zuletzt mit einem Sieg in Sion und zwei Unentschieden zuhause gegen Thun und YB fünf Punkte aus drei Spielen. Auch Lugano kommt immer besser in Fahrt. Gestern holten die Tessiner zuhause gegen St. Gallen bereits den dritten Sieg der Saison. Der FC Zürich konnte bisher gegen keine der beiden Mannschaften gewinnen. Gegen Vaduz gab es auswärts ein 2:2 und im Tessin ein 0:0. 

El Presidente

Seit neun Jahren ist Ancillo Canepa Präsident beim FCZ.
Bild: freshfocus

Ancillo Canepa ist nun schon seit neun Jahren im Amt als Präsident. Zweimal durfte er dabei die Meisterschaft feiern. Seit dem Abgang von Fredy Bickel 2012 besitzt der FCZ keinen Sportchef mehr. Und seither läuft es dem Stadtklub auch nicht mehr wie gewünscht. Trainer und Spieler kommen und gehen. Aber einer bleibt: Ancillo Canepa. Und es bleibt die Frage, ob Canepa mit der sportlichen Verantwortung nicht etwas überfordert ist. Momentan deutet jedenfalls nichts daraufhin, dass der FCZ bald wieder an die erfolgreichen Saisons zwischen 2006 und 2009 anknüpfen kann. 

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16
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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 2sel 19.10.2015 19:36
    Highlight Chermiti... Der kommt nicht mehr! Aber klar ist es zu einfach, alle Schuld ihm anzulasten! Immerhin zeigt er - im Gegensatz zu anderen - noch irgendwelche Emotionen. Irgendwas stimmt da grundsätzlich nicht im Team! Mein Fcz Herz brennt...
    3 1 Melden
  • Duweisches 19.10.2015 13:43
    Highlight Die Umfrage meint doch nur:

    •Fändest du es lustig und hoffst das der FCZ absteigt?
    •Bist du pessimistisch und denkst, die reissen das Ruder noch herum?

    Nicht zu Ernst nehmen, vor allem die Zürcher hier 😋
    20 3 Melden
  • pd90 19.10.2015 13:19
    Highlight Und doch kaufen wir jedes Jahr die Saisonkarte wieder...
    11 4 Melden
    • xlt 19.10.2015 13:38
      Highlight Im schlimmsten Fall gibts für euch nächste Saison etwas Abwechslung bei den Auswärtsfahrte. Aber soweit wirds kaum kommen.
      8 2 Melden
  • sapperlord 19.10.2015 13:08
    Highlight von der gesamten Mannschaft kann man (gut gerechnet) 5-6 Spieler gebrauchen. Der Rest müsste aussortiert werden. Keine Moral, kein Zusammenhalt, nichts. Das gestern war von den meisten schlichtweg eine Arbeitsverweigerung.
    16 3 Melden
  • LubiM 19.10.2015 12:31
    Highlight Wenn selbst ein Trainerwechsel nichts bringt, muss man sich wirklich fragen was dann das Problem ist? In der ganzen Mannschaft hat es einfach ein paar Störfaktoren wie es mich scheint, Näf als Captain ist völlig überfordert mit dem Super League Niveau, Chermiti hat sich auch nach mehreren Jahren in der Schweiz nicht angepasst usw usw.
    12 3 Melden
    • jk8 19.10.2015 12:53
      Highlight Nef ist noch der beste.
      15 2 Melden
  • niklausb 19.10.2015 11:35
    Highlight Thun gewinnt nach der roten Karte 5 zu 1 was ist jetzt da der Bärendienst?
    8 21 Melden
    • Forrest Gump 19.10.2015 11:45
      Highlight Bärendienst war schon der richtige Begriff, allerdings natürlich für sein Team und nicht für den Gegner..
      22 2 Melden
    • niklausb 19.10.2015 11:55
      Highlight Das Spiel war in Thun also erwist Chermiti dem Gast einen Brendienst wiso gibts jetzt da blitze??!
      4 20 Melden
    • Androider 19.10.2015 12:29
      Highlight Das Sprichwort "einen Bärendienst erweisen" ist eine negative Aussage. Chermiti hat dem FCZ einen Bärendienst erwiesen bedeutet in etwa, dass er die schwierige Aufgabe, gegen Thun zu gewinnen, noch einmal viel schwiergier gemacht hat.
      24 1 Melden
    • pun 19.10.2015 12:32
      Highlight niklausb du hast zwar Recht, aber die Welt ist noch nicht bereit dafür.
      10 8 Melden
    • niklausb 19.10.2015 12:42
      Highlight eben
      8 6 Melden
    • pun 19.10.2015 17:21
      Highlight "Der FCZ-Spieler wird dafür vom Platz gestellt und erweist damit seinem Team einen Bärendienst."
      Jetzt wurde es übrigens berichtigt, versemmelt dem niklaus also nicht weiter seine herzli-blitzli-statistik ;-)
      Vorher stand da "dem Heimteam".
      5 1 Melden
    • niklausb 19.10.2015 17:30
      Highlight in dem Fall könnte der berichtiger auch gleich den Kommentaren streichen bzw. Dazu schreiben das er berichtigt hat
      4 3 Melden
    • Nik Dömer 19.10.2015 18:25
      Highlight Habe berechtigt, will doch hier niemandem den Tag vermiesen!
      3 2 Melden

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