Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zuerichs Coach Sami Hyypiae, beim Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem FC Zuerich am Sonntag, 18. Oktober 2015 in der Stockhorn-Arena in Thun. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Und Sami Hyypiä so in der 37. Minute: «Ähhm ... Chermiti, häsch s'Gireizli früener z'nöch ade Huswand gha?»
Bild: KEYSTONE

5 Gründe, warum der FCZ in dieser Saison ein Abstiegskandidat ist 

Der FC Zürich hat sich gestern in Thun wieder einmal von seiner schlechtesten Seite gezeigt. Nach der 1:5-Niederlage gibt es einige Indizien dafür, dass die Stadtzürcher in dieser Saison hart um den Klassenerhalt kämpfen müssen.  

Nik Dömer
Nik Dömer



Bereits 12 Runden sind in der Super League gespielt und der FCZ befindet sich – erstmals seit dem siebten Spieltag – am Tabellenende wieder. Dass zwischenzeitlich der Finne Sami Hyypiä eingestellt wurde, machte sich bisher kaum bemerkbar. Drei Punkte in fünf Spielen ist seine magere Ausbeute. Und spätestens nach dem gestrigen Auftritt in Thun ist klar, dass die Stadtzürcher mitten im Abstiegskampf stecken. Wir haben fünf Gründe, wie es dazu kommen konnte.

Keine Disziplin

Animiertes GIF GIF abspielen

Chermitis Tätlichkeit gegen Dennis Hediger.
Gif:srf 

Animiertes GIF GIF abspielen

Die Aktion aus einem anderen Blickwinkel.
gif:srf

Was hat sich nur Amine Chermiti bei dieser Aktion gedacht? Beim Stand von 2:1 für den FC Thun knallt er Dennis Hediger in der 37. Minute vor den Augen von Schiedsrichter Amhof die Hand ins Gesicht. Der FCZ-Spieler wird dafür vom Platz gestellt und erweist damit seinem Team einen Bärendienst. Mit solchen Spielern wird es für den FCZ in Zukunft schwierig, Punkte zu holen. 

Es ist übrigens bereits die zweite Rote Karte, die sich Chermiti für eine Dummheit in dieser Saison abholt. Bereits im August bei der Auswärtspartie in Sion wird der FCZ-Spieler, als er bei einem Freistoss den Spray des Schiedsrichters wegwischt, mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Wahrlich nicht der klügste Aktion. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Chermiti wischt den Schiri-Spray weg.
gif: srf

Löchrige Verteidigung

Animiertes GIF GIF abspielen

Das 5:1 für den FC Thun.
gif:srf

Keine Super-League-Mannschaft hat in dieser Saison mehr Gegentore als der FC Zürich kassiert. 28 sind es an der Zahl. Die Zürcher haben definitiv ein Problem in der Abwehr. Dies war auch gestern wieder augenscheinlich. Während Roman Buess zweimal von einer unorganisierten Verteidigung nach einem Thuner Standard profitiert, kann Ridge Munsy in der 89. Minute unbedrängt aus fünf Metern zum 5:1 einnetzen. Ein Geschenk verteilt auch der eingewechselte Burim Kukeli, der bei seiner ersten Aktion sogleich ein Penalty verursacht. 

Umfrage

Steigt der FC Zürich in dieser Saison ab?

  • Abstimmen

675 Votes zu: Steigt der FC Zürich in dieser Saison ab?

  • 57%Ja, was der FCZ momentan bietet, reicht nicht zum Klassenerhalt.
  • 43%Nein, der FCZ findet schon bald wieder aus der Krise.

Fehlende Führungsspieler

ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS YASSINE CHIKHAOUI NACH KATAR WECHSELT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Zuerichs Yassine Chikhaoui verlaesst nach einer roten Karte das Spielfeld im Fussball Super League Meisterschaftsspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zuerich, am Sonntag, 22. Maerz 2015, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Seit dem Abgang von Chikhaoui fehlt dem FCZ ein Führungsspieler. 
Bild: KEYSTONE

Was das Toreschiessen anbelangt, kann man dem FC Zürich bisher noch nicht viel vorwerfen. Mit 17 Treffern haben die Zürcher immerhin mehr Tore erzielt als Lugano, St. Gallen, Sion und Vaduz. Seit dem Abgang von Yassine Chikhaoui fehlt dem FCZ jedoch ein Führungsspieler, der Struktur ins Spiel bringt. Verteidiger und Captain Alain Nef war gestern schon sichtlich damit überfordert, die Defensive richtig zu koordinieren. Davide Chiumento und Marco Schönbächler sind derzeit verletzt.

Die Kleinen werden stärker

Animiertes GIF GIF abspielen

Die Vaduzer kombinieren sich durch die Berner Verteidigung. 
gif: srf

Wer vor der Saison gedacht hat, dass Vaduz und Lugano als Punktelieferanten dienen werden, der reibt sich jetzt überrascht die Augen. Vaduz hat gerade einen erstaunlichen Lauf und holte zuletzt mit einem Sieg in Sion und zwei Unentschieden zuhause gegen Thun und YB fünf Punkte aus drei Spielen. Auch Lugano kommt immer besser in Fahrt. Gestern holten die Tessiner zuhause gegen St. Gallen bereits den dritten Sieg der Saison. Der FC Zürich konnte bisher gegen keine der beiden Mannschaften gewinnen. Gegen Vaduz gab es auswärts ein 2:2 und im Tessin ein 0:0. 

El Presidente

27.09.2015; Luzern; Fussball Super League - FC Luzern - FC Zuerich; Praesident Anchillo Canepa (Zuerich)
(Claudia Minder/freshfocus)

Seit neun Jahren ist Ancillo Canepa Präsident beim FCZ.
Bild: freshfocus

Ancillo Canepa ist nun schon seit neun Jahren im Amt als Präsident. Zweimal durfte er dabei die Meisterschaft feiern. Seit dem Abgang von Fredy Bickel 2012 besitzt der FCZ keinen Sportchef mehr. Und seither läuft es dem Stadtklub auch nicht mehr wie gewünscht. Trainer und Spieler kommen und gehen. Aber einer bleibt: Ancillo Canepa. Und es bleibt die Frage, ob Canepa mit der sportlichen Verantwortung nicht etwas überfordert ist. Momentan deutet jedenfalls nichts daraufhin, dass der FCZ bald wieder an die erfolgreichen Saisons zwischen 2006 und 2009 anknüpfen kann. 

Unterschied-Memes zum Schweizer Fussball

Abonniere unseren Newsletter

15
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 2sel 19.10.2015 19:36
    Highlight Highlight Chermiti... Der kommt nicht mehr! Aber klar ist es zu einfach, alle Schuld ihm anzulasten! Immerhin zeigt er - im Gegensatz zu anderen - noch irgendwelche Emotionen. Irgendwas stimmt da grundsätzlich nicht im Team! Mein Fcz Herz brennt...
  • Duweisches 19.10.2015 13:43
    Highlight Highlight Die Umfrage meint doch nur:

    •Fändest du es lustig und hoffst das der FCZ absteigt?
    •Bist du pessimistisch und denkst, die reissen das Ruder noch herum?

    Nicht zu Ernst nehmen, vor allem die Zürcher hier 😋
  • pd90 19.10.2015 13:19
    Highlight Highlight Und doch kaufen wir jedes Jahr die Saisonkarte wieder...
  • sapperlord 19.10.2015 13:08
    Highlight Highlight von der gesamten Mannschaft kann man (gut gerechnet) 5-6 Spieler gebrauchen. Der Rest müsste aussortiert werden. Keine Moral, kein Zusammenhalt, nichts. Das gestern war von den meisten schlichtweg eine Arbeitsverweigerung.
  • LubiM 19.10.2015 12:31
    Highlight Highlight Wenn selbst ein Trainerwechsel nichts bringt, muss man sich wirklich fragen was dann das Problem ist? In der ganzen Mannschaft hat es einfach ein paar Störfaktoren wie es mich scheint, Näf als Captain ist völlig überfordert mit dem Super League Niveau, Chermiti hat sich auch nach mehreren Jahren in der Schweiz nicht angepasst usw usw.
    • jk8 19.10.2015 12:53
      Highlight Highlight Nef ist noch der beste.
  • niklausb 19.10.2015 11:35
    Highlight Highlight Thun gewinnt nach der roten Karte 5 zu 1 was ist jetzt da der Bärendienst?
    • Forrest Gump 19.10.2015 11:45
      Highlight Highlight Bärendienst war schon der richtige Begriff, allerdings natürlich für sein Team und nicht für den Gegner..
    • niklausb 19.10.2015 11:55
      Highlight Highlight Das Spiel war in Thun also erwist Chermiti dem Gast einen Brendienst wiso gibts jetzt da blitze??!
    • Androider 19.10.2015 12:29
      Highlight Highlight Das Sprichwort "einen Bärendienst erweisen" ist eine negative Aussage. Chermiti hat dem FCZ einen Bärendienst erwiesen bedeutet in etwa, dass er die schwierige Aufgabe, gegen Thun zu gewinnen, noch einmal viel schwiergier gemacht hat.
    Weitere Antworten anzeigen

«Kahn hat die Weihnachtsfeier verlassen, sagte, das Kind sei krank, und ging in die Disco»

Ottmar Hitzfeld ist gestern 70 Jahre alt geworden. Der ehemalige Schweizer Natitrainer spricht im Interview über sein Burnout, weshalb er Elber und Pizarro eine 100'000-Euro-Busse aufdrückte und warum er auf 25 Millionen aus China verzichtete.

Sie sind mit 22 Jahren als Spieler zum FC Basel gestossen. Wie kam es dazu?Ich habe in der südbadischen Auswahl gespielt, als eine Anfrage von Delémont kam. Die wollten mich unbedingt, boten mir 15'000 Franken für meine Unterschrift. Ich dachte damals, das kann doch nicht sein, dass ich Geld kriege, um Fussball zu spielen. Der nächste Gedanke war, dass ich ja den FC Basel anfragen könnte, wenn die schon Interesse haben.

Also haben Sie einfach mal angerufen?Ja, ich habe im Telefonbuch nach Helmut …

Artikel lesen
Link zum Artikel