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Zinedine Zidane nach Real Madrids Cup-Out: «Mein schlimmster Moment als Coach»

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Die Aussenseiter feiern ihren Coup: Leganes triumphiert im Bernabeu.Bild: EPA/EFE

Zidane nach Real Madrids Cup-Out: «Mein schlimmster Moment als Trainer»

In einer schlechten Saison ist Real Madrid mit dem Ausscheiden im Cup-Viertelfinal gegen den kleinen Nachbarn Leganes an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Trainer Zidane griff zu markigen Worten.
25.01.2018, 14:3825.01.2018, 15:00

Zinedine Zidane verwendete nach dem fatalen 1:2 im Rückspiel im berühmten Estadio Santiago Bernabeu gegen die Nobodys aus dem Madrider Vorort auch das Wort Fiasko. Diese Einschätzung des Franzosen kann man teilen.

Die Entscheidung: Leganes Tor zum 2:1.Video: streamable

Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel gönnte Zidane ein paar erstklassigen Kräften wie Toni Kroos, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo eine Pause. Das Kader der Königlichen ist so breit, so teuer und so hochwertig, dass eine beliebige Zusammenstellung aus Verteidigern, Mittelfeldspielern und Stürmern eine Heimniederlage gegen Leganes, den 13. der Meisterschaft, verhindern müsste.

Es ist noch kein Jahr her, dass sich Zidane und seine Leute für die Serie von 40 Spielen ohne Niederlage – in allen Wettbewerben – feiern liessen. Derzeit haben die Gegner nicht einmal mehr vor ihren Auftritten im Bernabeu Respekt. Die Madrilenen gewannen in dieser Saison nur die Hälfte der 18 Heimspiele in allen Wettbewerben. Vier Spiele endeten Remis, fünf gingen verloren.

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Zidane geriet gegen den Underdog ins Grübeln.Bild: EPA/EFE

«Ich übernehme die volle Verantwortung»

Für das Debakel gegen Leganes in einem Spiel, in dem sich seine Mannschaft weniger als eine Handvoll gute Chancen erarbeitete, hat Zidane keine Erklärung parat. «Ich bereue nichts, was ich in diesem Spiel getan habe», sagte der dreifache Weltfussballer. «Und ich übernehme die volle Verantwortung für das, was ich tue.» Zidane erlebte als Trainer von Real eine nahezu makellose erste Saison (2016/17). Er gewann alles, sieht man vom Copa del Rey ab, in dem Real an Celta Vigo scheiterte – ebenfalls in den Viertelfinals wie jetzt gegen Leganes.

In Zizous zweiter Saison ist fast alles anders. Den Meistertitel muss Real abschreiben. Der Erzrivale Barcelona wird seinen Vorsprung von 16 Verlustpunkten in den verbleibenden 18 Runden nicht aus der Hand geben. Nach dem Out im Cupwettbewerb liegt die Hoffnung voll und ganz auf der Champions League. In der Gruppenphase kam Real ohne Mühe weiter, wenngleich nur als Zweiter (hinter Tottenham Hotspur). Für die Achtelfinals erhielten die Madrilenen kein Freilos, sondern einen der vermutlich schwierigsten Gegner: Paris Saint-Germain.

Zidane ist nicht mehr unantastbar

Die Häufung ungenügender Ergebnisse bringt Zidane in Kritik und unter Druck. Er ist längst nicht mehr unumstritten und unantastbar wie zu Beginn der Saison. Für den Renommierklub wäre es der grösste Schaden, wenn sich die Mannschaft erstmals seit der Saison 1995/96 nicht für die Champions League qualifizieren sollte. Diese Möglichkeit ist derzeit nicht auszuschliessen, obwohl die spanische Liga in der Gruppenphase vier fixe Plätze hat. Real ist momentan Vierter, aber nur einen Punkt vor Villarreal. Auch der FC Sevilla liegt nicht weit zurück.

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Der sicherste Weg, in der Champions League zu bleiben, wäre für Real der Gewinn der Champions League selber. Es wäre der dritte Triumph in Folge – und der erste Hattrick in der Champions League oder im Meistercup seit den Zeiten von Ajax Amsterdam und Bayern München in den Siebzigerjahren. Zinédine Zidane würde wohl wieder gefeiert werden. Und an das Fiasko gegen Leganes würde sich vielleicht nicht einmal er selbst dann noch erinnern. (ram/sda)

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