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epa06471890 Leganes' players celebrate the victory during the King's Cup quarter-final second leg match between Real Madrid and Leganes at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 24 January 2018.  EPA/Rodrigo Jimenez

Die Aussenseiter feiern ihren Coup: Leganes triumphiert im Bernabeu. Bild: EPA/EFE

Zidane nach Real Madrids Cup-Out: «Mein schlimmster Moment als Trainer»

In einer schlechten Saison ist Real Madrid mit dem Ausscheiden im Cup-Viertelfinal gegen den kleinen Nachbarn Leganes an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Trainer Zidane griff zu markigen Worten.

25.01.18, 14:38 25.01.18, 15:00


Zinedine Zidane verwendete nach dem fatalen 1:2 im Rückspiel im berühmten Estadio Santiago Bernabeu gegen die Nobodys aus dem Madrider Vorort auch das Wort Fiasko. Diese Einschätzung des Franzosen kann man teilen.

Die Entscheidung: Leganes Tor zum 2:1. Video: streamable

Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel gönnte Zidane ein paar erstklassigen Kräften wie Toni Kroos, Gareth Bale und Cristiano Ronaldo eine Pause. Das Kader der Königlichen ist so breit, so teuer und so hochwertig, dass eine beliebige Zusammenstellung aus Verteidigern, Mittelfeldspielern und Stürmern eine Heimniederlage gegen Leganes, den 13. der Meisterschaft, verhindern müsste.

Es ist noch kein Jahr her, dass sich Zidane und seine Leute für die Serie von 40 Spielen ohne Niederlage – in allen Wettbewerben – feiern liessen. Derzeit haben die Gegner nicht einmal mehr vor ihren Auftritten im Bernabeu Respekt. Die Madrilenen gewannen in dieser Saison nur die Hälfte der 18 Heimspiele in allen Wettbewerben. Vier Spiele endeten Remis, fünf gingen verloren.

epa06471766 Real Madrid's head coach Zinedine Zidane during the King's Cup quarter-final second leg match between Real Madrid and Leganes at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 24 January 2018.  EPA/Rodrigo Jimenez

Zidane geriet gegen den Underdog ins Grübeln. Bild: EPA/EFE

«Ich übernehme die volle Verantwortung»

Für das Debakel gegen Leganes in einem Spiel, in dem sich seine Mannschaft weniger als eine Handvoll gute Chancen erarbeitete, hat Zidane keine Erklärung parat. «Ich bereue nichts, was ich in diesem Spiel getan habe», sagte der dreifache Weltfussballer. «Und ich übernehme die volle Verantwortung für das, was ich tue.» Zidane erlebte als Trainer von Real eine nahezu makellose erste Saison (2016/17). Er gewann alles, sieht man vom Copa del Rey ab, in dem Real an Celta Vigo scheiterte – ebenfalls in den Viertelfinals wie jetzt gegen Leganes.

In Zizous zweiter Saison ist fast alles anders. Den Meistertitel muss Real abschreiben. Der Erzrivale Barcelona wird seinen Vorsprung von 16 Verlustpunkten in den verbleibenden 18 Runden nicht aus der Hand geben. Nach dem Out im Cupwettbewerb liegt die Hoffnung voll und ganz auf der Champions League. In der Gruppenphase kam Real ohne Mühe weiter, wenngleich nur als Zweiter (hinter Tottenham Hotspur). Für die Achtelfinals erhielten die Madrilenen kein Freilos, sondern einen der vermutlich schwierigsten Gegner: Paris Saint-Germain.

Zidane ist nicht mehr unantastbar

Die Häufung ungenügender Ergebnisse bringt Zidane in Kritik und unter Druck. Er ist längst nicht mehr unumstritten und unantastbar wie zu Beginn der Saison. Für den Renommierklub wäre es der grösste Schaden, wenn sich die Mannschaft erstmals seit der Saison 1995/96 nicht für die Champions League qualifizieren sollte. Diese Möglichkeit ist derzeit nicht auszuschliessen, obwohl die spanische Liga in der Gruppenphase vier fixe Plätze hat. Real ist momentan Vierter, aber nur einen Punkt vor Villarreal. Auch der FC Sevilla liegt nicht weit zurück.

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Der sicherste Weg, in der Champions League zu bleiben, wäre für Real der Gewinn der Champions League selber. Es wäre der dritte Triumph in Folge – und der erste Hattrick in der Champions League oder im Meistercup seit den Zeiten von Ajax Amsterdam und Bayern München in den Siebzigerjahren. Zinédine Zidane würde wohl wieder gefeiert werden. Und an das Fiasko gegen Leganes würde sich vielleicht nicht einmal er selbst dann noch erinnern. (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 27.01.2018 05:57
    Highlight Ich würde so oder so an ihm festhalten. Eine Kacksaison liegt drin bei einem der so viel als Spieler und junger Trainer erreicht hat.
    0 0 Melden
  • dave1771 26.01.2018 19:57
    Highlight Breit ist das Kader eben nicht. Nicht mit hochklassigen Spielern!
    0 0 Melden
  • PeterGotBirthday 25.01.2018 18:54
    Highlight Wenn ich das Resultat sehe und die Tabelle begutachte. Mir scheint als würde das Team gegen den Trainer spielen. Ansonsten ist so etwas unerklärlich.
    9 6 Melden
    • Mia_san_mia 25.01.2018 20:57
      Highlight Ja da könntest Du sogsr recht hsben...
      2 5 Melden
  • Mia_san_mia 25.01.2018 17:36
    Highlight Also ich bin absolut kein Real-Fan, aber wenn Zidane trotz der schlechten Saison in Frage gestellt wird, verstehe ich das nicht. Er hat mit Real die CL verteidigt, was vorher niemandem gelungen ist. Da sollte man eine schlechte Saison auch mal verkraften können...
    31 6 Melden
    • Roman h 25.01.2018 18:54
      Highlight So ist es leider im Fussball.
      Es zählt nur das hier und jetzt, alles was vor einem Jahr war interessiert niemanden.
      OK stimmt nicht ganz
      Man muss halt immer besser sein als im Jahr davor.
      Eben halt Erfolgverwöhnt
      Perez ist halt genau so eine Person.
      Wenn es real jetzt nicht besser läuft hab ich das Gefühl das er wirklich alles versucht um sich Neymar und co zu kaufen.
      Auch sehe ich schwarz für zidane, da der Trainer leider immer schuld ist (klar das stimmt nicht).
      Naja
      Böse gesagt
      Mich als barca Fan freuts wenn zidane nicht mehr bei real ist und sie wirklich so dumm sind und Ronaldo verkaufen
      10 3 Melden

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Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

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