Wissen

WWF-Studie

Die Tierwelt ist in 40 Jahren auf die Hälfte geschrumpft

30.09.14, 04:13 30.09.14, 08:35

Ein junger Weisser Hai in Indonesien: Die Zahl der Land- und Meerestiere ist um 39 Prozent zurückgegangen.  Bild: HOTLI SIMANJUNTAK/EPA/KEYSTONE

Der Mensch hat laut einer WWF-Studie in nur vier Jahrzehnten die Zahl der Wirbeltiere auf unserem Planeten um die Hälfte reduziert. Die Umweltorganisation stützt sich auf Daten zu über 3200 Arten, von Elefanten über Haie und Schildkröten bis hin zu Albatrossen.

Durch Jagen, Fischen oder den Verlust von Lebensraum ist die Zahl von Land- und Meerestieren um 39 Prozent zurückgegangen, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht heisst. Die Zahl der Süsswasser-Tiere ging sogar um 76 Prozent zurück. Den drastischsten Rückgang vermeldete der WWF mit 83 Prozent aus Lateinamerika.

Der WWF beklagte, dass «die Zahl der Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische weltweit im Durchschnitt rund halb so gross ist wie vor 40 Jahren». Dies sei ein «viel grösserer Rückgang» als bisher gedacht. Der Klimawandel werde den Druck auf die Tierarten noch verstärken.

Eine Wildhüterin untersucht die sterblichen Überreste eines Nashorns in Südafrika. Es wurde von Wilderern getötet. Bild: AFP

«Der Mensch gefährdet seine eigene Zukunft»

«Wir gebrauchen die Geschenke der Natur als ob wir mehr als nur eine Erde zu unserer Verfügung hätten», kritisierte WWF-Generaldirektor Marco Lambertini im Vorwort zu dem Bericht «Living Planet Report 2014». So holze der Mensch Bäume schneller ab als sie wieder nachwachsen und überfische die Ozeane. «Der Mensch gefährdet seine eigene Zukunft.»

Der WWF verwies auch auf das Problem der menschlichen Bevölkerungsexplosion – die Bevölkerung wuchs weltweit von 3,7 Milliarden im Jahr 1970 auf fast sieben Milliarden im Jahr 2010.

Die Auswirkungen durch Bewohner reicher Länder wie Kuwait, Katar, Dänemark, Belgien, die USA oder Singapur waren unter anderem wegen der Kohlendioxid-Emissionen besonders stark, während Menschen in ärmeren Ländern vor allem durch Land- und Waldnutzung zum Rückgang der Wirbeltiere beitrugen. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 01.10.2014 09:23
    Highlight who cares. Hauptsache wir bauen weiter unsere Einfamilienhüsli ins Grüne, durchbohren unsere Berge, fordern, dass noch mehr Naturraum mit Betonstrassen zugepflastert wird. Damit wir ein bizli weniger Stau haben für ein paar Jahre und unseren individuellen Konsumwünschen fernab von jeglicher Nachhaltigkeit nachkommen können... weiter muss es gehn! Es zählt noch immer nur das hier und jetzt, den Blick nach vorne und fürs Ganze haben wir noch immer nicht. Von Geld lebt man nicht, sondern von dem, was man sich damit leistet - schützen wir es!
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  • Gelöschter Benutzer 30.09.2014 13:09
    Highlight Jup diesen Bericht sollten, die selbstverliebten Chefs und Marketingexperten und Bankerheinis zu herzen nehmen, nicht Rolex und Porsche... leider aber funkt das bei den meisten nicht.... an was dies wohl liegt? Wahre Prios, statt geschmücktes Ego ist doch viel sexyer!!! Ok vielleicht nicht für guccitussen :)
    2 0 Melden
  • hektor7 30.09.2014 10:59
    Highlight Auf jeden Fall Besorgnis erregende Zahlen... Trotzdem sollte man, während dem man über die böse böse Menschheit schimpft, nicht vergessen, dass man selber auch zu dieser Spezies gehört. Solche Berichte (und deren Kommentare) klingen irgendwie immer so, als würde man die Schuld irgendwem zuschieben, aber ganz sicher nicht sich selbst.
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  • Gelöschter Benutzer 30.09.2014 07:04
    Highlight ganz schön doof. ob die Zahl der Schafe im Vergleich zum Wolf auch so drastisch abgenommen hat?
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  • Gelöschter Benutzer 30.09.2014 05:00
    Highlight Auch solch eindrucksvolle Zahlen schocken kaum die Mehrheit der abgestumpften Menschheit. Krass die Aufstellung der zwei Artikeln hier auf Watson! Gleich nach dem WWF-Bericht, folgt die Meldung, dass die Population der Menschen sich Krebsgeschwürartig ausbreitet! Auf der einen Seite ein unaufhaltsamen Schrumpfen, auf der anderen Seite ein gigantischer Wachstum! Kümmern tut das wohl kaum jemanden gross. Hauptsache man kann für ein Smartphone eine Nacht lang anstehen! Ein Leben ohne Tiere? Wie leer wäre so eine Welt!
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