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WWF-Studie

Die Tierwelt ist in 40 Jahren auf die Hälfte geschrumpft

30.09.14, 04:13 30.09.14, 08:35
epaselect epa04399890 A baby shark is hauled onto a  rickshaw for transportation  to the fish market in Banda Aceh, Indonesia 14 September 2014. New Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (CITES) trade control comes into effect  14 September 2014  regulating the need of a permit and certification confirming that all the   specimens of five shark species and all manta ray species  have been harvested sustainably and legally.  EPA/HOTLI SIMANJUNTAK

Ein junger Weisser Hai in Indonesien: Die Zahl der Land- und Meerestiere ist um 39 Prozent zurückgegangen.  Bild: HOTLI SIMANJUNTAK/EPA/KEYSTONE

Der Mensch hat laut einer WWF-Studie in nur vier Jahrzehnten die Zahl der Wirbeltiere auf unserem Planeten um die Hälfte reduziert. Die Umweltorganisation stützt sich auf Daten zu über 3200 Arten, von Elefanten über Haie und Schildkröten bis hin zu Albatrossen.

Durch Jagen, Fischen oder den Verlust von Lebensraum ist die Zahl von Land- und Meerestieren um 39 Prozent zurückgegangen, wie es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht heisst. Die Zahl der Süsswasser-Tiere ging sogar um 76 Prozent zurück. Den drastischsten Rückgang vermeldete der WWF mit 83 Prozent aus Lateinamerika.

Der WWF beklagte, dass «die Zahl der Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische weltweit im Durchschnitt rund halb so gross ist wie vor 40 Jahren». Dies sei ein «viel grösserer Rückgang» als bisher gedacht. Der Klimawandel werde den Druck auf die Tierarten noch verstärken.

The carcass of a poached and mutilated white rhino lies on the banks of a river as a South African Police Services forensic investigator uses a metal detector to find bullets on September 12, 2014, at Kruger National Park. As investigators comb a scene of a dehorned rhino in  South Africa's Kruger National Park,  its horn is likely to have already been smuggled out of the country to Asia, highlighting the extent of organised poaching cartels threatening the endangered species. AFP PHOTO/MARCO LONGARI

Eine Wildhüterin untersucht die sterblichen Überreste eines Nashorns in Südafrika. Es wurde von Wilderern getötet. Bild: AFP

«Der Mensch gefährdet seine eigene Zukunft»

«Wir gebrauchen die Geschenke der Natur als ob wir mehr als nur eine Erde zu unserer Verfügung hätten», kritisierte WWF-Generaldirektor Marco Lambertini im Vorwort zu dem Bericht «Living Planet Report 2014». So holze der Mensch Bäume schneller ab als sie wieder nachwachsen und überfische die Ozeane. «Der Mensch gefährdet seine eigene Zukunft.»

Der WWF verwies auch auf das Problem der menschlichen Bevölkerungsexplosion – die Bevölkerung wuchs weltweit von 3,7 Milliarden im Jahr 1970 auf fast sieben Milliarden im Jahr 2010.

Die Auswirkungen durch Bewohner reicher Länder wie Kuwait, Katar, Dänemark, Belgien, die USA oder Singapur waren unter anderem wegen der Kohlendioxid-Emissionen besonders stark, während Menschen in ärmeren Ländern vor allem durch Land- und Waldnutzung zum Rückgang der Wirbeltiere beitrugen. (sda/afp)



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    Alle Leser-Kommentare
  • hektor7 30.09.2014 10:59
    Highlight Auf jeden Fall Besorgnis erregende Zahlen... Trotzdem sollte man, während dem man über die böse böse Menschheit schimpft, nicht vergessen, dass man selber auch zu dieser Spezies gehört. Solche Berichte (und deren Kommentare) klingen irgendwie immer so, als würde man die Schuld irgendwem zuschieben, aber ganz sicher nicht sich selbst.
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