Aargau
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Ein scheuer Blick über den Zaun: Viele der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber haben eine gefährliche Flucht hinter sich. aargauer Zeitung/zvg

Gesetzesänderung

Aargau prüft Asylzentrum für minderjährige Flüchtlinge

Für junge Asylsuchende gibt es keine speziellen Unterkünfte. Heute leben Jugendliche in Männerunterkünften – nun reagiert der Kanton mit Sofortmassnahmen.

26.02.15, 09:02 26.02.15, 09:29

Fabian hägler

Ein Artikel der

Eigentlich ist die Casa Torfeld in Buchs ein Erstaufnahmezentrum. Dort werden Asylbewerber untergebracht, bis ein Platz in einer Unterkunft im Kanton gefunden ist. In der Casa Torfeld leben aber auch unbegleitete minderjährige Asylbewerber, also Kinder und Jugendliche, die ohne Familie auf der Flucht sind.

Dies bestätigt Balz Bruder, persönlicher Mitarbeiter der grünen Sozialdirektorin Susanne Hochuli, nach einem Beitrag des Westschweizer Fernsehens. «Derzeit leben rund 80 minderjährige Flüchtlinge im Aargau – einige in Buchs und anderen Asylzentren, rund ein Drittel extern bei einem Drittanbieter, bei Verwandten oder in Pflegefamilien.»

Nun schlägt die Regierung vor, dass minderjährige Flüchtlinge, die nicht in Pflegefamilien oder bei Verwandten platziert sind, «in einer auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Einrichtung untergebracht und von Fachleuten betreut werden». Über die nötige Gesetzesänderung muss der Grosse Rat entscheiden.

Zudem ergreift der Kanton Sofortmassnahmen, die ohne Parlamentsbeschluss realisiert werden können: Geplant sind Verbesserungen bei der Unterbringung der jungen Asylbewerber in möglichst konfliktfreien Umfeldern, mehr Plätze bei externen Anbietern von geeigneten Wohnformen und eine bessere Betreuung. Konkret sollen Fachpersonen vermehrt auf die Flüchtlinge zugehen, die bisher oft keine direkten Ansprechpersonen gehabt hätten, sagt Bruder.



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 26.02.2015 09:45
    Highlight Auch wer Menschen in der "Dritten Welt" hilft, muss nicht alles hergeben. Auch der Helfende darf an einem Punkt sagen: Es reicht! Europa kann nicht alle Notleidenden der Welt aufnehmen. Es muss einen Punkt geben wo es heisst: mehr geht nicht!
    Europa tut den Ländern in Not nichts gutes, wenn man ihnen die Aufbaufähigen wegnimmt, die dort vor Ort ihr Land verbessern könnten. Man kann gutes beabsichtigen und trotzdem schlecht handeln. Man muss den Regionen vor Not helfen und nicht indem man die Massen dort weggehen lässt und hier aufnimmt. Damit verschlimmert es sich dort nur.
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