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«Katzen gegen Glatzen»: Ein Student kämpft mit süssen Bildern gegen Fremdenhass

Sie sind süss, witzig und kennen kein Pardon bei Intoleranz: Die Katzen auf der Facebook-Seite «Katzen gegen Glatzen». watson hat mit dem Administrator der Seite gesprochen.



Philipp ist 27, studiert Ethnologie und Geografie an der Uni Heidelberg und reagiert mit Katzenbildern auf fremdenfeindliche Kommentare.

«Ich bin selber in einem multikulturellen Umfeld aufgewachsen und konnte den Hass auf Fremde nie verstehen.»

Aus diesem Grund engagiert sich der junge Student unter anderem bei der Initiative gegen Rechts in Pforzheim. Seit Anfang Jahr postet er auf seiner Facebook-Seite Katzen gegen Glatzen regelmässig Bilder wie dieses:

Das Konzept scheint zu funktionieren, die Seite hat inzwischen über 21'000 Likes. 

Ein Freund brachte ihn auf die Idee für die Seite. Dieser brauchte nach einem schlechten Tag etwas Aufmunterung. Philipp postete ein Katzenbild an seine Pinnwand das prompt 60 Likes bekam. 

Die vermehrten Brandanschläge auf Asylheime und die Märsche der Pegida in Deutschland bestätigen Philipp in der Notwendigkeit und Dringlichkeit seines Tuns.

«Facebook hat nichts gegen die rechten Kommentare unternommen, da dachte ich mir: Jetzt muss ich was machen.»

Die Screenshots der rechtsextremen Kommentare bekommt er von Usern der Facebook-Seite zugeschickt. Er montiert dann ein passendes Katzenbild dazu, selten ist auch schon eines dabei.

Und wieso eigentlich gerade Katzen? Dafür gibt es viele Gründe:

«Katzen haben viele menschliche Regungen in ihrem Gesicht, darum eignen sie sich sehr gut für diesen Zweck.»

Er selbst möge Katzen sehr gerne und besitze selber zwei Stubentiger. Anschliessend verrät er aber noch:

«Tatsächlich war auch der Reim von Glatze auf Katze ausschlaggebend.»

Weil die Seite so gut läuft, möchte Phillipp seine Werke auch bald schon auf einer Website präsentieren.

Haters gonna hate.

Hier noch mehr Katzen, die beweisen, dass sie auch Gefühle haben.

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