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«Love Life, No Regrets»: Die aktuelle Kampagne des Bundesamts für Gesundheit.Video: Youtube/LOVE LIFE
«Love Life – Keine Reue»

Bereits 50 Freiwillige wollen sich für die Stop-Aids-Kampagne beim Sex ablichten lassen

13.05.2014, 12:2313.05.2014, 17:49
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Seit gestern läuft die neue Stop-Aids-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Sie soll, so BAG-Sprecherin Mona Neidhardt gegenüber watson, reale Menschen ablichten, «weil reale Menschen Nähe schaffen». Für die Kampagne «Love Life – und bereue nichts» hat sich das BAG deshalb auf die Suche nach Freiwilligen gemacht, die «bereit sind, bei einem Fotoshooting ihre Lebenslust und Leidenschaft zu zeigen» – mit Erfolg.

Bereits nach einem Tag haben fast 14'000 Personen «das Manifest» auf der Webseite unterzeichnet, über 350 einen pinkfarbenen Ring bestellt, die tragbare Unterstützung der Kampagne, und 50 haben sich für das Casting zum Fotoshooting angemeldet, sagt BAG-Mediensprecher Daniel Bach auf Anfrage von watson. 

Die Kampagne hat in verschiedenen Kreisen bereits Kritik ausgelöst. Auf Online-Kommentaren ist von Pornografie die Rede; eine Kritik, welche das BAG zurückweist. Direkt beim BAG haben sich bislang nur wenige Kritikerinnen und Kritiker gemeldet, wie Bach erklärt. Doch die Kampagne stösst auch auf Zustimmung. 

Gemäss BAG hat eine neue repräsentative Untersuchung aus der Schweiz gezeigt, dass mehr als ein Drittel der Leute etwas am bisherigen Sexleben bereut. Eine Person von fünf bereut, sich beim Sex nicht mit einem Kondom geschützt zu haben. Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 575 HIV-Diagnosen gemeldet. (dwi/sda) 

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Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

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