al Kaida
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Vormarsch der Dschihadisten

Hier findet der weltweite Terrorkrieg der Islamisten statt

24.06.14, 17:02


Islamistengruppen kämpfen mit Krieg und Terror in Asien und Afrika gegen «Ungläubige» und gemässigte Muslime. Ein Überblick:

Irak

Die Gruppe «Islamischer Staat im Irak und in Syrien» (ISIS), auch «Islamischer Staat im Irak und in der Levante» (ISIL) genannt, kämpft für ein sunnitisches Kalifat zwischen Mittelmeer und Persischem Golf. Die Vorläufergruppe der ISIS ging 2003 aus dem Widerstand gegen die US-Invasion im Irak hervor. Die Gruppe profitierte 2013 vom Machtkampf der von Schiiten dominierten Regierung in Bagdad mit Sunniten und beherrscht inzwischen weite Teile des Iraks.

ISIS-Kämpfer im Irak. Bild: Reuters

Syrien

Im Bürgerkrieg hat ISIS vor allem im Nordosten des Landes die Kontrolle erlangt. Dort greift die Gruppe unter anderem kurdische Städte an und massakriert Zivilisten. Die Gruppe überwarf sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front. Im April 2014 sagte sich ISIS von Al-Kaida los. Deren Führung habe sich von den Grundsätzen des «Heiligen Krieges» entfernt, hiess es.

ISIS-Kämpfer auf dem omnipräsenten Toyota-Pickup, diesmal in Syrien. Bild: AP/militant website

Jemen

Die 2008 gegründete «Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel» (AQAP) hatte zeitweise grosse Gebiete des Landes erobert. Jemens Armee geht hart gegen Islamisten vor, doch die Lage bleibt unsicher. Im Mai gab es 13 Tote beim Angriff auf eine Provinzverwaltung, im Juni starben rund 20 Menschen bei Attacken auf Einrichtungen der Armee.

Al-Kaida-Mitglied Sami Dayan (M.) vor Gericht in der Hauptstadt Sana'a.  Bild: EPA/EPA

Afghanistan

Die 2001 in Kabul gestürzten islamisch-fundamentalistischen Taliban haben weiterhin in grossen Teilen des Landes Einfluss. Gegenwärtig läuft eine Offensive der Extremisten «zur Schaffung einer islamischen Regierung». Die Lage im Land bedroht auch die Sicherheit in Pakistan und den benachbarten Ex-Sowjetrepubliken in Zentralasien.

Ein Konvoi mit NATO-Lastwagen nach einem Taliban-Angriff. Bild: Reuters

Pakistan

Das Grenzgebiet zu Afghanistan ist ein Rückzugsgebiet für Taliban und Al-Kaida. Seit 2001 töteten Extremisten in Pakistan nach Schätzungen über 7000 Angehörige der Sicherheitskräfte und 37'000 Zivilisten. Nach einem Angriff auf den Flughafen von Karatschi an Pfingsten mit rund 40 Toten startete Pakistans Armee eine Offensive.

Pakistanische Truppen in Nord-Waziristan, dem Grenzgebiet zu Afghanistan. Bild: Reuters

Maghreb

Die aus der algerischen «Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf» hervorgegangene Gruppe «Al-Kaida im Islamischen Maghreb» (AQMI) will mit Anschlägen Marokko, Algerien, Tunesien und deren Nachbarländer destabilisieren. In den vergangenen Jahren starben mehr als 100 Menschen durch Bomben. Zudem entführte und tötete AQMI in Algerien, Tunesien, Mauretanien, Niger und Mali Ausländer.

Geiselnehmer der AQMI posieren 2011 mit ihren Opfern.  Bild: AGENCE NOUAKCHOTT INFORMATIONS

Libyen

Die salafistische Miliz «Ansar al-Scharia» («Unterstützer des islamischen Rechts») kämpft für einen islamischen Gottesstaat. Die Miliz soll an dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi 2012 beteiligt gewesen sein. Unter dem Namen sind auch andere Salafistengruppen in der Region aktiv – unter anderem in Tunesien.

Kämpfe zwischen Ansar-Kämpfern und anderen Milizen in Bengasi.  Bild: EPA/EPA

Nigeria

«Boko Haram» («Bücher sind Sünde» / «Westliche Bildung verboten») führt im muslimischen Norden des Landes Krieg für einen islamischen Staat. Den Angriffen fielen zwischen 1000 und mehr als 4000 Menschen zum Opfer. Nur in wenigen Fällen – wie bei der Entführung von über 200 Schülerinnen im April – bekannte sich Boko Haram zu den Taten. Die Behörden lasten der Gruppe aber Dutzende weitere Attacken an.

Von Boko Haram entführte nigerianische Schulmädchen.  Bild: BOKO HARAM

Somalia

In dem Bürgerkriegsland kämpft die Miliz «Al-Shabaab» («Die Jugend») für einen Gottesstaat. 2011 vertrieben Truppen der somalischen Regierung und der Afrikanischen Union die Miliz aus der Hauptstadt Mogadischu und weiteren Gebieten. Al-Shabaab beherrscht aber noch weite Teile Somalias und verübt Anschläge – auch in Nachbarländern. 2013 wurden mindestens 67 Menschen in einem Einkaufszentrum in Nairobi (Kenia) getötet. Vor wenigen Tagen bekannte sich Al-Shabaab zu einem Anschlag mit mindestens 48 Toten nahe der kenianischen Urlaubsinsel Lamu. (sda/dpa/dhr) 

Ausgebrannte Fahrzeuge nach einem Überfall von Al-Shabaab-Kämpfern auf Mpeketoni bei Lamu an der kenianischen Küste. Bild: AFP

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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