Pornhub-Ranking zeigt: So unterschiedlich sind die Vorlieben je nach Kanton
Zum Jahresende veröffentlicht die bekannteste Erotikplattform jeweils eine detaillierte Auswertung der Gewohnheiten ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Meistgesuchte Begriffe, populärste Darstellerinnen und Darsteller, meistgeklickte Kategorien, Dauer der Besuche – nichts bleibt unbeobachtet. Pornhub analysiert jede Aktivität auf seinen Seiten während der vergangenen zwölf Monate und bereitet die Ergebnisse in Form von Zahlen und Grafiken auf.
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
Die Daten zur Schweiz, die uns die Plattform kürzlich übermittelt hat, zeigen, dass sich unser Land nicht stark vom weltweiten Ranking unterscheidet. Ein Blick auf die meistgesuchten Begriffe, die unten aufgeführt sind, bestätigt diesen Eindruck.
Die Begriffe, die die Schweizerinnen und Schweizer im Jahr 2025 am häufigsten in die Suchleiste eingegeben haben, lauten somit «milf», «latina» und «anal». Echte Klassiker, die sich sowohl in den nationalen Statistiken von 2024 als auch in den globalen Top Sieben des darauffolgenden Jahres wiederfinden. Auch der Rest der eidgenössischen Top 20 folgt weitgehend den internationalen Trends.
Eine relative Ausnahme bilden die Suchbegriffe «deutsch», «german» und «französisch». Sie spiegeln einen landestypischen Reflex wider, nämlich gezielt nach dem zu suchen, was einem selbst ähnelt. Entsprechend überrascht es nicht, dass in Frankreich vor allem nach «französisch», in Italien nach «italiano», in Polen nach «polskie», in Chile nach «chilena» und in Ägypten nach «egyptian sex» gesucht wurde.
Ein Ranking mit wenig Bewegung
Ähnlicher Konformismus zeigt sich auch bei den meistgesehenen Inhalten. «Die weltweit beliebtesten Kategorien verändern sich in der Regel kaum», erklärt Pornhub und präzisiert:
Auch das Kategorien-Ranking spricht eine deutliche Sprache:
Sehr kreative Kantone
Ganz anders sieht es aus, wenn man den Fokus auf die Kantone legt. Jede Region weist dabei sehr spezifische Besonderheiten auf: Gewisse Inhalte werden dort deutlich häufiger konsumiert als im gesamtschweizerischen Durchschnitt. Diese Suchanfragen und Kategorien, die Pornhub als «relative» bezeichnet, offenbaren eine bemerkenswerte Vielfalt.
So zeigt sich etwa, dass der Begriff «anulingus» im Kanton Neuenburg um 813 Prozent häufiger gesucht wird als im landesweiten Vergleich. In Appenzell Innerrhoden haben Pornhub-Nutzerinnen und -Nutzer eine Vorliebe für «camping sex», während in Nidwalden «latex bondage» besonders gefragt ist.
Auch Suchanfragen mit dem Wort «job» (wir überlassen die Details der eigenen Recherche) erfreuen sich grosser Beliebtheit: So finden sich unter anderem «slow handjob» im Tessin, «shoejob» in Bern, «mature blowjob» in Glarus sowie sogar «morning blowjob» in Basel-Landschaft.
Manche Begriffe wirken dabei erstaunlich harmlos («Sommersprossen» in Schwyz), andere weniger – etwa «farting» in Luzern. Erwähnenswert ist schliesslich auch, dass der meistgesuchte relative Begriff in Genf schlicht «geneva» lautet.
Auch das Ranking der sogenannten relativen Kategorien – also jener Inhalte, die in einem bestimmten Kanton deutlich häufiger konsumiert werden als im restlichen Land – hält einige Überraschungen bereit.
Neben den Klassikern («French», «milf» oder «Italian») taucht in Appenzell Innerrhoden etwa der Begriff «Czech» auf, also «tschechisch». In Thurgau und Nidwalden wird die Kategorie «smoking» im Vergleich zum nationalen Durchschnitt um 165 beziehungsweise gar 415 Prozent häufiger angesehen. Noch rätselhafter ist jedoch die beliebteste relative Kategorie im Jura: Sie lautet schlicht … «music».
Bekannte Gesichter
Abschliessend lohnt sich ein Blick auf die in der Schweiz beliebtesten Darstellerinnen und Darsteller. Der tunesische Content-Creator Gattouz0 sowie die russische Schauspielerin und Cosplayerin Sweetie Fox belegen die beiden Spitzenplätze des Rankings.
Dahinter folgen zwei Personen, die in jüngster Zeit für viel Aufmerksamkeit gesorgt haben: Bonnie Blue und Lily Phillips. Die beiden Britinnen gaben an, den Rekord für die höchste Anzahl sexueller Partner an einem einzigen Tag gebrochen zu haben – ein Umstand, der sich offenbar ausgezahlt hat. Im Jahr 2024 waren sie noch nicht in den Schweizer Top 5 vertreten.
