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Da zieht er eine Schnute: Tom Brady muss bei seinem Debüt für Tampa Bay als Verlierer vom Feld. Bild: keystone

Brady verliert Debüt, Newton und Rodgers on fire – die wichtigsten Szenen des NFL-Weekends

Die NFL nimmt an Fahrt auf! Bereits Week 1 der besten Football-Liga der Welt sorgt wieder für viel Gesprächsstoff. Eine nicht abschliessende Auswahl der Highlights.

Publiziert: 14.09.20, 11:17 Aktualisiert: 14.09.20, 12:55

Die Resultate von Week 1

Bild: screenshot nfl.com

Die Highlights

Brady braucht kaum Eingewöhnungszeit ...

Es ist eine neue Ära. Quarterback Tom Brady trat zum ersten Mal in seiner Karriere unter einem anderen Coach als Bill Belichick an. Viel Eingewöhnungszeit brauchte der Routinier bei seinem Debüt für die Tampa Bay Buccaneers nicht. Als er das erste Mal in Ballbesitz war, führte er sein Team über beinahe fünf Minuten und 85 Yards zum ersten Touchdown seiner Bucs-Karriere. Den Spielzug schloss der 43-Jährige in bester Brady-Manier aus kürzester Distanz selbst ab.

... verliert am Ende aber trotzdem

Dennoch war es alles in allem aber kein gelungener Auftritt für Brady und die Bucs. Sie unterlagen den New Orleans Saints mit 23:34. Und Brady trug zumindest eine Mitschuld daran, warf er doch mehrere Interceptions – was ihm bei einem Saisondebüt zuletzt 2003 passiert war.

Einer der Fehlpässe führte im direkten Gegenzug gar zu einem Touchdown von Janoris Jenkins. Da haben sich Tampa-Fans wohl bereits wieder an die Zeit mit Jameis Winston erinnert gefühlt, wo Interceptions schon fast an der Tagesordnung waren.

Rookie Swift kostet Lions den Sieg

Die Fans der Detroit Lions sind echt nicht zu beneiden. Da führte ihr Team gegen die Chicago Bears zum Ende des dritten Viertels mit 23:6. Die Partie schien bereits entschieden. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf.

Trubisky zeigte im vierten Viertel unter anderem diesen Zauberpass auf Anthony Miller. Video: YouTube/NFL

Die Lions gaben das Spiel doch noch aus der Hand. Auf der anderen Seite lief Mitch Trubisky plötzlich zur Hochform auf und warf drei Touchdown-Pässe. Dennoch hätten die Lions noch eine Chance auf den Sieg gehabt. Doch Rookie-Runningback D'Andre Swift liess den Ball Sekunden vor dem Ende in der End Zone fallen.

Ist der Coach das Problem?

Es ist nicht das erste, sondern das elfte Mal, dass die Lions unter Headcoach Matt Patricia eine Führung im letzten Viertel noch aus der Hand geben. Die Bilanz des 46-Jährigen in Detroit ist äusserst bescheiden. Die Lions feuerten Jim Caldwell 2017, nachdem er die Saison mit 9 Siegen und 7 Niederlagen beendete. Seither ist Patricia am Ruder. Das Resultat: Neun Siege, 23 Niederlagen und ein Unentschieden.

Cam Jordan disst die Bucs

Die Spiele der diesjährigen NFL-Saison finden mehrheitlich ohne Zuschauer, dafür mit eingespieltem Stadionlärm statt. Ausnahmen sind sechs Teams (Browns, Cowboys, Colts, Jaguars, Chiefs und Dolphins), die planen, Zuschauer in reduziertem Mass (zwischen 3,5 % und 25 % der eigentlichen Zuschauerkapazität) ins Stadion zu lassen.

Das ist auch für die Spieler eine ungewöhnliche Situation, aber auch die Gelegenheit für den einen oder anderen fiesen Spruch. Nach dem Sieg gegen die Tampa Bay Buccaneers wurde Saints-Defensive-End gefragt, wie das Heimspiel denn so gewesen sei, ohne Zuschauer. Die Antwort: «Es hat sich angefühlt wie ein Spiel in Tampa.»

Rodgers mit der Wut im Bauch

«Wir alle kennen Aaron Rodgers, wissen, dass er diese Gabe hat, ein ganzes Team auf seinen Schultern zu tragen. Ratet mal, wer diese Saison noch einmal alle einteilt», schrieb Jodok Meier in unserer NFL-Vorschau. Es scheint, als hätte er ein gutes Näschen gehabt.

Der Quarterback der Green Bay Packers war nämlich sauer, weil die Klubführung die Receiver-Problematik nicht löste und stattdessen mit Jordan Love einen Quarterback (und Rodgers' wahrscheinlichen Nachfolger) draftete. Mit der Wut im Bauch zeigte der 36-Jährige zum Saisonauftakt eine unfassbare Vorstellung. Rodgers fand seine Leute immer wieder mit herausragenden Würfen. Insgesamt brachte es der Routinier auf vier Touchdowns und führte sein Team so zum 43:34-Sieg gegen die Vikings.

Bengals verpassen Last-Second-Ausgleich

Bitterer kann ein Spiel kaum enden. Bengals-Kicker Randy Bullock hatte gegen die LA Chargers kurz vor Schluss den Ausgleich auf dem Fuss. Doch statt die Verlängerung zu erzwingen, setzte der 30-Jährige das Field Goal aus 31 Yards daneben und schien sich dabei auch noch zu verletzten. So kamen am Ende die Chargers zu einem 16:13-Sieg.

Video: streamable

Minshew-Mania überrascht die Colts

Die erste Woche der neuen NFL-Saison bietet sogleich auch eine faustdicke Überraschung. Die Jacksonville Jaguars schlagen die Indianapolis Colts mit 27:20, obwohl sie in der Off-Season Calais Campbell, Yannick Ngakoue, A.J. Bouye und Leonard Fournette abgegeben haben. Doch Gardner Minshew packte einmal mehr seine Magie aus und warf drei Touchdowns und keine Interception.

Video: YouTube/NFL

Die Pats siegen ohne Brady – aber anders

Dass die Patriots auch ohne Superstar Tom Brady gewinnen können, zeigt der souveräne 21:11-Auftaktsieg gegen die Miami Dolphins. Dabei zeigten die Pats, dass sie mit Cam Newton als neuem Quarterback einen anderen Spielstil pflegen als noch unter Brady. Das neue Erfolgsmittel ist eine Run-First-Offense mit designten Quarterback-Runs.

75 Rushing-Yards zeigte Newton bei seinem ersten Auftritt für New England. Das sind mehr, als Brady in 14 von 19 Saisons für die Patriots jeweils während des ganzen Jahres lief.

Murray glitschig wie ein Fisch

Du willst Kyler Murray aufhalten? Na dann, viel Glück! Der Quarterback der Arizona Cardinals zeigte beim Sieg gegen die San Francisco 49ers, wie flink er ist. Bei seinem Touchdown im letzten Viertel entging er mehreren Tackles auf herrliche Art und Weise.

So crazy sind die Fans der 32 NFL-Teams

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NFL-Star bekommt unerlaubten Besuch – und reagiert blitzschnell

Video: watson

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