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Seit der Wolf wieder zurück in der Schweiz ist, wurden 15 dieser Tiere getötet. Schafe gingen in dieser Zeit einige mehr drauf

Publiziert: 08.06.15, 10:15 Aktualisiert: 08.06.15, 10:25

Bild: KEYSTONE

Der erste Wolf, der in die Schweiz zurückgekehrt war, ist 1998 in Reckingen VS illegal abgeschossen worden. Seither wurden 14 weitere Wölfe legal abgeschossen, gewildert oder überfahren.

Laut dem Raubtiermonitoring des Bundes (KORA) wurden bis heute in der Schweiz 15 tote Wölfe gefunden. Acht von ihnen wurden mit einer Bewilligung (VS 7, GR 1) abgeschossen, zwei wurden gewildert (VS 1, GR 1) und ein Wolf irrtümlich geschossen (GR 1). Drei weitere Wölfe wurden von einem Zug überfahren (je einer in BE, ZH und TI), und ein Wolf kam 1999 im Simplon-Gebiet angeblich unter einen Schneepflug.

Der bewilligte Abschuss basiert auf der rechtlichen Grundlage vom sogenannten Konzept Wolf Schweiz. Dieses sieht vor, dass für Tiere, die innert eines Zeitraums eine gewisse Anzahl Nutztierschäden verursachen, eine Abschussbewilligung erteilt werden kann.

Die Zahl der Risse durch Wölfe beläuft sich auf 100 bis 300 Nutztiere pro Jahr. Opfer sind neben Wildtieren (Hirsche, Rehe etc.) hauptsächlich Schafe und Ziegen, selten Rindvieh.

Die Geschäftsführerin des WWF Oberwallis, Laura Schmid, findet es bemerkenswert, dass die Wolfspopulation zwar stetig zunimmt, die Zahl der Risse jedoch nicht. Mit Ausnahme eines Spitzenwertes im Jahr 2009 könne man sagen, dass sich die Anzahl Risse bei etwa 200 pro Jahr stabilisiert habe. (sda)

Luchse

Der Eurasische Luchs mit seinem Stummelschwanz, den langen Hinterbeinen und Pinselohren ist das drittgrösste Raubtier Europas nach Bär und Wolf. Ausgewachsen ist er ungefähr so gross wie ein Schäferhund. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Auf seinem Speiseplan steht hierzulande vor allem das Reh, von dem Männchen jährlich etwa 50, Weibchen mit Jungen rund 70 Stück fressen können. Tagsüber ruhen die Luchse meist in einem Tageslager. Nachts gehen sie auf Jagd. Ihre Beute erspähen sie dann noch in 300 Metern Entfernung, zu Ohren kommt sie ihnen sogar schon, wenn sie noch 500 Meter weit weg ist. EPA / HOLGER HOLLEMANN
Wie Hauskatzen pirschen sich die Tiere bis auf mindestens 20 Meter heran, beschleunigen auf bis zu 70 Kilometer in der Stunde, springen ihre Beute an und töten sie mit einem Biss in die Kehle. KEYSTONE / DOMINIC FAVRE
Zwischen Ende Februar und Anfang April ist Paarungszeit. Nach der Geburt bleiben die Jungtiere zehn Monate bei der Mutter, danach suchen sie sich ihr eigenes Territorium. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Nur jedes vierte Tier, das bis ins Erwachsenenalter überlebt, findet ein eigenes Revier und kann es behaupten. In freier Wildbahn werden Luchse zehn bis 15 Jahre alt, in Gefangenschaft bisweilen 25. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Doch 75 Prozent der Jungen sterben bereits während ihrer ersten beiden Lebensjahre. Meist, weil die Tiere an Katzenseuchen erkranken oder von Autos erfasst werden. AP / MARKUS SCHREIBER

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