Heute überragend: Tour-Sieger Tadej Pogacar.
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Pogacar überholt Roglic noch und gewinnt die Tour de France
Zwei Tage vor seinem 22. Geburtstag hat Tadej Pogacar den Gesamtsieg an der Tour de France errungen. Im Bergzeitfahren hinauf zur Planche des Belle Filles drehte der junge Slowene den Spiess noch um und nahm seinem Landsmann Primoz Roglic das Maillot Jaune ab.
57 Sekunden Vorsprung nahm Primoz Roglic mit in die entscheidende Prüfung gegen die Uhr. Das war deutlich zu wenig – trotz guter Zeitfahrqualitäten. Der 30-jährige Roglic büsste bis zum Beginn der sechs Kilometer langen Schlusssteigung schon mehr als die Hälfte des Vorsprungs ein. Und in dieser stellte Tadej Pogacar erst recht eindrücklich unter Beweis, weshalb er die Tour de France 2020 als Gesamtsieger beenden wird. Völlig entfesselt stürmte er zum überlegenen Tagessieg, der zum Umsturz in der Gesamtwertung führte.
Seit der 9. Etappe fuhr Roglic in Gelb – morgen nicht mehr.
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Das Ziel erreichte Pogacar nach 36,2 Kilometern um 1:56 Minute schneller als Roglic. Er gewann das Zeitfahren hochüberlegen mit 1:21 Minute Vorsprung auf den Holländer Tom Dumoulin. Pogacar feierte den dritten Etappensieg in dieser Rundfahrt. Nebst dem Gesamtsieg triumphierte er – logischerweise – auch in der Nachwuchswertung und er wurde auch noch Bergkönig der diesjährigen Tour.
Porte kämpft sich aufs Podest
«Ich glaube, ich träume. Ich weiss nicht, was ich sagen soll», war Pogacar im Interview überwältigt. «Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, es ist eine grosse Leistung des gesamten Teams. Wir hatten das gut vorbereitet, wir wussten genau, was zu tun ist und deswegen Gratulation an alle, die daran mitgearbeitet haben.»
Die Tour de France gewinnt Pogacar mit 59 Sekunden Vorsprung auf Roglic. Als Dritter wird Richie Porte auf dem Podest stehen, für den oft vom Pech verfolgten 35-jährigen Australier ist es die erste Podiumsplatzierung an einer Grand Tour. Porte überholte dank einem starken Zeitfahren noch den Kolumbianer Miguel Angel Lopez.
Die Tour de France wird morgen mit einer 122 Kilometer langen Etappe von Mantes-la-Jolie nach Paris abgeschlossen. Der Leader einer dreiwöchigen Landesrundfahrt wird am Schlusstag traditionsgemäss nicht mehr attackiert. Auf den Champs-Élysées wird das Rennen zumeist in einem Massensprint entschieden. (ram)
Der Teufel jagte sie alle! «El Diablo» ist der berühmteste Fan der Tour de France
Der Teufel jagt Lance Armstrong den Berg hinauf. EPA AFP / PATRICK BOUTROUX
Hier feuert «El Diablo» Jan Ullrich an. EPA DPA / GUY DE VUYST
Der Pirat und der Teufel an der Tour de France 1998: Marco Pantani auf dem Weg zum Gesamtsieg. AP / LAURENT REBOURS
Das ist «El Diablo»: Didi Senft aus Deutschland in seinem vollgestopften Wohnmobil. Getty Images Europe / Charlie Crowhurst
Beim Giro d'Italia traf der Teufel einst einen Engel. imago images
Senft war früher Amateur-Rennfahrer, arbeitete danach als Schlosser und erfand kuriose Velos, die er auch an den Rennen zeigte. AP / CHRISTOPHE ENA
Auch der Ostschweizer Michael Albasini (vorne) kommt dem Teufel nicht ungeschoren davon. imago images
Hier feuert der Teufel seinen deutschen Landsmann Jörg Jaksche an. EPA DPA / GERO BRELOER
Der Fan mit Jahrgang 1952 gehört seit rund drei Jahrzehnten zum Inventar der Tour de France. EPA / GERO BRELOER
Nicht einmal Schnee kann den Teufel davon abhalten, die Fahrer zu unterstützen. AP / LAURENT REBOURS
Auch Schweizer sind nicht vor dem Teufel sicher: «El Diablo» und der Walliser Johann Tschopp. Getty Images Europe / Bryn Lennon
Der Teufel auf der Jagd nach dem Kasachen Alexander Winokurow. EPA / GERO BRELOER
«Heeeeeeey! Aaalleeeeeez, allllleeeeeezzz!» ist des Teufels liebste Ansage. Hier bekommt sie der Spanier David Arroyo zu hören. AP / ALESSANDRO TROVATI
Eigentlich ein Wunder, dass Christian Moreni vor Schreck nicht vom Velo fällt … Getty Images Europe / Bryn Lennon
Der Bus, mit dem «El Diablo» viele Jahre unterwegs war. imago images
Zwei Kultfiguren des Radsports: Didi Senft und der Team-Telekom-Pfleger Dieter «Eule» Ruthenberg. imago images
Ein echter Teufel ist nicht nur draussen aktiv, sondern auch beim Sechstagerennen in der Halle. imago sportfotodienst / Camera 4
2018 flogen die Organisatoren den Teufel nach Japan zum Saitama Criterium, wo er Tour-Sieger Geraint Thomas Beine machte. imago sportfotodienst / AFLOSPORT
Der Österreicher Georg Preidler erlaubt sich an der Tour de Suisse einen Scherz mit Diablos Kopfbedeckung. imago sportfotodienst / Panoramic International
Foo Fighters-Frontmann verliert Drum-Battle gegen 10-Jährige
Video: watson / nfr
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