Kurz vor einer erwarteten Einigung auf eine Feuerpause in der Ostukraine gehen die Kämpfe weiter. In Mariupol war am Freitagmorgen Gefechtslärm zu hören. Gefechte und Explosionen wurden auch aus der Stadt Donezk gemeldet, unter anderem nahe des Flughafens.
Der Kommandant einer ukrainischen Miliz sagte, sie sei die ganze Nacht über von den prorussischen Aufständischen beschossen worden. Der Vorstoss der Rebellen werde weiter abgewehrt. «Sie stehen uns mit Panzern und Artillerie gegenüber», fügte er hinzu.
Vertreter der Separatisten sagten der Agentur Interfax, dass bei den Kämpfen um Mariupol am Donnerstag rund 50 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet worden seien. Die Hafenstadt am Asowschen Meer mit rund einer halben Million Einwohner ist strategisch wichtig gelegen, etwa auf halbem Weg zwischen der russischen Grenze und der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Zudem ist sie bedeutend für den ukrainischen Stahlexport.
Vertreter der Ukraine und der Rebellen sollen sich im Laufe des Tages in Minsk in Weissrussland treffen. Damit verbunden ist die Hoffnung auf einen Waffenstillstand.(whr/sda)