Ob sich die dänischen Fans auf die Schweiz als Gruppenkopf freuen? Es ist wahrscheinlich.
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Ein gutes Los, aber kein Selbstläufer – die Schweizer Gegner in der EM-Quali im Portrait
An der Auslosung der Gruppen für die EM-Qualifikation 2020 hat die Schweiz in Dublin ein gutes Los erwischt. Sie trifft in der Gruppe D auf Dänemark, Irland, Georgien und Gibraltar. Die ersten zwei qualifizieren sich direkt für die Endrunde.
Die Schweiz war nach dem Gruppensieg in der Nations League als Gruppenkopf gesetzt. Dass sie nicht als Aussenseiter in den Kampf um die Ränge 1 und 2 steigen würde, war daher klar. Dennoch wären sportlich, politisch und logistisch unangenehme Konstellationen denkbar gewesen.
Doch die Schweizer blieben davon weitgehend verschont. Ihnen wurde aus Topf 2 nicht Deutschland zugelost, sondern Dänemark. Aus Topf 3 nicht die Türkei oder Serbien, sondern Irland. Aus Topf 4 nicht Rumänien, Griechenland oder Albanien, sondern Georgien. Und aus Topf 5 nicht Mazedonien, Kasachstan oder Kosovo, sondern Gibraltar.
Dennoch: Auch in dieser Gruppe werden die acht Spiele auf dem Weg an die EM-Endrunde kein Selbstläufer. Dänemark stand wie die Schweiz an der letzten WM in Russland in den Achtelfinals und scheiterte dort erst im Penaltyschiessen am späteren Finalisten Kroatien. Die Dänen schafften in der Nations League den Aufstieg in die höchste Division und sind als Zehnter im FIFA-Ranking nur zwei Ränge hinter der Schweiz klassiert.
Dänemark lag im WM-Achtelfinal gegen den späteren Finalisten Kroatien gar mit 1:0 in Führung.
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Irland hat in den letzten zwei Jahren enttäuscht, die WM in Russland verpasst und in der Nations League in einer Gruppe mit Dänemark und Wales bloss zwei Punkte geholt. Dadurch ist Irland in die Liga C abgestiegen. 2016 allerdings hatte Irland die EM-Endrunde in Frankreich erreicht. Dort hatte es gegen den Gastgeber in den Achtelfinals lange geführt und am Ende nur knapp verloren.
Vom Trio Schweiz, Dänemark und Irland verpasst mindestens einer die direkte Qualifikation. Die Schweiz (wie auch Dänemark) hätte aber dank des Gruppensieges in der Nations League immerhin noch eine zweite Chance in der EM-Barrage vom März 2020. Die eigentliche Qualifikation findet für die Schweiz von März bis November 2019 statt mit je zwei Spielen im März, September, Oktober und November.
Die krassen Aussenseiter in dieser Gruppe D sind Georgien und natürlich Gibraltar. Während die Schweiz gegen die georgische Auswahl vor 16 Jahren schon einmal in einer EM-Qualifikation angetreten ist, kommt es gegen Gibraltar zu einer Premiere. Gegen das Team von der Südspitze Spaniens, dessen Verband erst seit 2013 Mitglied der UEFA ist, hat die Schweiz noch nie gespielt.
Die Europameisterschaft 2020 wird vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf verschiedenen Städten ausgetragen. Die Halbfinals und der Final finden in London statt.
Die Schweizer Gegner
Dänemark
FIFA-Ranking (November 2018): 10.
Trainer: Age Hareide (NOR/seit 2016).
EM-Teilnahmen (8): 1964, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2012.
Bestes EM-Resultat: 1. Platz (1992).
Qualifikation zur WM 2018: 2. Platz in der Gruppe E, 0:0 und 5:1 in der Barrage gegen Irland.
Nations League 2018: 1. Platz in der Gruppe 4 der Liga B (Aufstieg). -
Bekannteste Spieler: Kasper Schmeichel (Leicester City), Christian Eriksen (Tottenham Hotspur), Yussuf Poulsen (RB Leipzig).
Bilanz gegen die Schweiz: 10 Spiele, 3 Siege, 5 Unentschieden, 2 Niederlagen.
Christian Eriksen ist der Superstar im dänischen Team.
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Irland
FIFA-Ranking: 33.
Trainer: Mick McCarthy (seit 2018).
EM-Teilnahmen (3): 1988, 2012, 2016.
Bestes EM-Resultat: Achtelfinal (2016).
Qualifikation zur WM 2018: 2. Platz in der Gruppe D, 0:0 und 1:5 in der Barrage gegen Dänemark.
Nations League 2018: 3. Platz in der Gruppe 4 der Liga B (Abstieg).
Bekannteste Spieler: Seamus Coleman (Everton), Stephen Ward (Burnley), Shane Long (Southampton). -
Bilanz gegen die Schweiz: 16 Spiele, 8 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen.
Gegen Irland mit Captain Seamus Coleman wird es nicht einfach.
Bild: AP/AP
Georgien
FIFA-Ranking: 89.
Trainer: Vladimir Weiss (SVK/seit 2016).
EM-Teilnahmen: keine.
Qualifikation zur WM 2018: 5. Platz in der Gruppe D.
Nations League 2018: 1. Platz in der Gruppe 1 der Liga D (Aufstieg). -
Bekannteste Spieler: Jaba Kankawa (Tobol Kostanai/KAZ), Georgi Chakvetadze (Gent/BEL), Valerian Gwilja (Luzern/SUI), Otar Kakabadse (Luzern/SUI).
Bilanz gegen die Schweiz: 2 Spiele, 0 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage.
Giorgi Chakvetadze (19) ist das wohl grösste georgische Talent.
Bild: EPA/EPA
Gibraltar
FIFA-Ranking: 194.
Trainer: Julio Ribas (URU/seit 2018). -
EM-Teilnahmen: keine.
Qualifikation zur WM 2018: 6. Platz in der Gruppe H.
Nations League 2018: 3. Platz in der Gruppe 4 der Liga D.
Bekannteste Spieler: keine.
Bilanz gegen die Schweiz: noch keine Spiele.
Der Star ist die Mannschaft. Oder so.
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(zap/sda)
So würden die Nati-Stars in anderen Ländern heissen
Video: watson/Sandro Zappella, Lya Saxer
Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati
13. Schweiz – Holland 3:2, WM 1934
Bei ihrem allerersten Spiel an einer Weltmeisterschaft gewinnt die Schweiz im San Siro sensationell dank Brillenstürmer Poldi Kielholz.
12. Schweiz – Südkorea 2:0, WM 2006
Der Torjubel Philippe Senderos', dem Blut über die Nase rinnt, ist ein Bild für die Schweizer Fussballewigkeit. AP / KAI-UWE KNOTH
11. Schweiz – Italien 2:1 und 4:1, WM 1954
Zum Auftakt der WM im eigenen Land schlägt die Schweiz Italien mit 2:1. Aufgrund des Modus trifft sie noch einmal auf die Azzurri und schlägt sie auch ein zweites Mal (4:1).
10. Die Nacht von Sheffield, WM 1966
Zwei junge Engländerinnen nehmen das Schweizer Trio Werner Leimgruber, Leo Eichmann und Köbi Kuhn im Mini Cooper mit, es wird ein lustiger Abend. Weniger lustig findet es Nati-Trainer Dottore Alfredo Foni, er erwischt die drei, verzichtet im Startspiel gegen Deutschland auf sie.
9. Schweiz – Brasilien 1:1, WM 2018
Die Nati ringt Rekordweltmeister Brasilien zum Auftakt ein 1:1 ab. Heroisch ist vor allem die Leistung von Valon Behrami, der Superstar Neymar nicht zur Entfaltung kommen lässt. AP/AP / Darko Vojinovic
8. Schweiz – USA 1:1, WM 1994
Leider gibt es doch einen zweiten wie Bregy – nämlich Eric Wynalda. Nach 28 Jahren aber endlich der erste WM-Punkt für die Schweiz. KEYSTONE / STR
7. Schweiz – Deutschland 4:2, WM 1938
Trotz 0:2-Rückstand schlägt die Nati die Elf von Adolf Hitlers Nazi-Deutschland im Achtelfinal sensationell und zieht in den Viertelfinal ein.
6. Schweiz – Honduras 3:0, WM 2014
Die Schweiz braucht einen Sieg für die Achtelfinal-Qualifkation. Dank einem Hattrick von Xherdan Shaqiri kein Problem. AP / FELIPE DANA
5. Schweiz – Brasilien 2:2, WM 1950
Zweimal geht der WM-Gastgeber und -Favorit vor der unfassbaren Menge von 142'000 Zuschauern in Führung, zweimal gelingt Servette-Legende Jacky Fatton der Ausgleich.
4. Schweiz – Ecuador 2:1, WM 2014
Nach Valon Behramis Sturmlauf erlöst Haris Seferovic die Schweiz in der 94. Minute. Der wichtige Auftaktsieg ist in letzter Sekunde geschafft. AP / THEMBA HADEBE
3. Schweiz – Spanien 1:0, WM 2010
Das hätte niemand gedacht: Dank dem goldenen Tor von Gelson Fernandes und einer überragenden Defensivleistung schlägt die Schweiz zum Auftakt den Europa- und späteren Weltmeister. AP / Roberto Candia
2. Schweiz – Rumänien 4:1, WM 1994
Es ist die beste Partie der goldenen Generation um Chapuisat, Sforza, Knup und Co. und nach dem 1:1 gegen die USA die Qualifikation für den Achtelfinal. KEYSTONE / STR
1. Schweiz – Togo 2:0, WM 2006
50'000 Fans schreien die Schweizer zum Sieg gegen Togo und damit zur Achtelfinal-Qualifikation. Ein Stadion in Rot-Weiss, Gänsehaut-Atmosphäre pur! AP / EUGENE HOSHIKO
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