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Norwegen wählt ein neues Parlament – es kommt wohl zum Regierungswechsel

Publiziert: 13.09.21, 07:26

Norwegen wählt am Montag ein neues Parlament. Nach acht Jahren unter der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg deuten die Umfragen auf einen Regierungswechsel in Oslo hin. Die besten Chancen werden der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eingeräumt, die für eine Parlamentsmehrheit jedoch auf mehrere Koalitionspartner angewiesen sein wird.

Noch-Ministerpräsidentin Erna Solberg. Bild: keystone

Wird sie stärkste Kraft, könnte ihr Vorsitzender Jonas Gahr Støre zu Solbergs Nachfolger werden – Norwegen würde dann ebenso wie seine nordischen Partnerländer Dänemark, Schweden und Finnland federführend wieder von den Sozialdemokraten regiert.

Stimmberechtigt sind knapp 3.9 Millionen Norwegerinnen und Norweger. Während Montag der offizielle Wahltag ist, war bereits am Sonntag in fast der Hälfte der norwegischen Gemeinden die Stimmabgabe möglich. Knapp 1.65 Millionen Wählerinnen und Wähler hatten auch schon davor Möglichkeiten zur Stimmabgabe genutzt. Das entspricht mehr als 42 Prozent aller Wahlberechtigten und ist ein Rekord bei einer norwegischen Parlamentswahl.

Die grosse Öl-Debatte

In der wohlhabenden Öl-Nation, die nicht der EU angehört, hatte vor allem der Klima- und Umweltschutz und damit verbunden auch die Öl-Politik eine wichtige Rolle im Wahlkampf gespielt. Die Veröffentlichung des jüngsten Sonderberichts des Weltklimarates IPCC vor gut einem Monat hatte Parteien mit klarem Klimafokus Aufwind verliehen. Noch im Frühjahr 2020 stand Solberg gut da, weil sie das Land relativ gut durch die erste Phase der Corona-Pandemie gebracht hatte. Bis zur Wahl konnten ihre guten Zustimmungswerte aber nicht überdauern.

Solberg (60) regiert Norwegen seit 2013, Støre (61) war in der vorherigen Regierungszeit unter dem sozialdemokratischen Ministerpräsidenten und heutigen Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Aussenminister. Bei der Wahl 2017 war er schon einmal als sozialdemokratischer Spitzenkandidat gegen Solberg angetreten - seine Partei wurde damals zwar stärkste Kraft, Solberg konnte aber auf die stärkeren Bündnispartner setzen und sich so eine zweite Amtszeit sichern. Diesmal befinden sich die stärkeren möglichen Koalitionspartner jedoch - unter anderem wegen des Topthemas Klimaschutz - im Mitte-links-Spektrum.

Norwegische Wahlexperten halten entsprechend einen Regierungswechsel für sehr wahrscheinlich. Støres Sozialdemokraten liegen seit Monaten in den Meinungsumfragen vorne. Die letzten Umfragen sahen sie bei 24 bis 25 Prozent, Solbergs konservative Partei Høyre kam zuletzt auf etwa 19 Prozent.

Das Parlament in der Hauptstadt Oslo hat 169 Sitze. 85 Mandate sind also für eine Parlamentsmehrheit nötig. Mit ersten Prognosen und vorläufigen Teilergebnissen wird nach Schliessung der Wahllokale um 21.00 Uhr (MESZ) gerechnet. (sda/dpa)

Bilder, die es so vermutlich nur in Skandinavien gibt

Solche «Strassenverhältnisse» sind wir bei uns nicht gewohnt.
Eine etwas andere Poolparty.
Sie beweisen, dass sie auch über sich selber lachen können.
Es scheint, es kommt ein Gewitter auf.
Den Platz, den sie haben, nützen sie.
Wie es da wohl riecht? 😅
Die schönen Seiten an Corona: «Erstaunlich. Aufgrund der fehlenden Verschmutzung durch die Covid-19-Sperren sind wilde Black-Metal-Bands zum ersten Mal seit den 90ern in die Wälder Skandinaviens zurückgekehrt. Wunderschön! »
Falls ihr euch fragt, woher eure IKEA-Möbel kommen. 😜
Schwestern? Nein, Skandinavierinnen.
Keine Waffe, sondern «Rüebli» für das Pferd. ✌
Die Temperaturunterschiede scheinen offensichtlich.
Es hat bestimmt einen tieferen Sinn. Seien wir ehrlich, das Wort für «Ballonverbot» muss man einfach lieben.
Natürlich darf ein Wikingerschiff in der Sammlung hier nicht fehlen.
Bei uns sind die Klassiker Mayo und Ketchup.
Beeindruckende Natur führt zu beeindruckenden Fotos.
Sie sind uns einen Schritt voraus: ein Eis im Eis.
Okay, vielleicht sogar zwei Schritte: ein Lift für Velofahrer.
Was einen da wohl erwartet?
Auch manche Kirchen sehen anders aus als bei uns.
Es sind sogenannte Stabkirchen.
Kein Wunder kommen so viele Metal Bands aus Skandinavien, wenn es dort sogar Metal Colleges gibt.
Die Segways sind gerüstet für den harten Winter.
Die Leute lassen sich gegenseitig ihren Freiraum. Hier beim Warten auf den Bus.
Natürlich auch die Leute in der Stadt.
Ob Hide-the-Pain-Harold wohl weiss, dass er in Schweden auf einer Titelseite war?
So sieht vermutlich der Sommer in Skandinavien aus. 😉

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