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Putin hat sich für eine Verlängerung des New-Start-Vertrags über eine Verringerung der Atomarsenale ausgesprochen. Bild: AP Pool Sputnik Kremlin

«Die Welt wird gefährlicher»: Putin für zügige Gespräche mit USA über Abrüstungsvertrag

Publiziert: 13.10.19, 14:59 Aktualisiert: 13.10.19, 15:06

Der russische Präsident Wladimir Putin drängt die USA, zügig Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen aufzunehmen. «Um ihn zu verlängern, müssen wir jetzt arbeiten.»

Das sagte Putin in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des in Abu Dhabi ansässigen Nachrichtensenders Sky News Arabia. Russland habe den USA Vorschläge unterbreitet. «Es gibt aber noch keine Antwort.»

Das Abkommen läuft 2021 aus. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Greifbares gab es bisher nicht. Der Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern.

Putin zufolge sei der New-Start-Vertrag «praktisch das letzte Instrument, das ein ernstes Wettrüsten» einschränke. Ohne diesen Vertrag werde sich die Welt verändern. «Die Welt wird gefährlicher.» Er hoffe nicht, dass es zu einem neuen Kalten Krieg komme, sagte der Präsident.

Vor gut zwei Monaten endete der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Er war 1987 von den USA und der Sowjetunion unterzeichnet worden. (sda/dpa)

Verlassene Bunker

Stanley R. Mickelsen Safeguard Complex, bei Nekoma, US-Staat North Dakota. Teil des Safeguard-Raketenabwehrsystems, das wegen der Abrüstung und aus Kostengründen nach kurzer Zeit stillgelegt wurde. (bild: pd)
RAF Stenigot, bei Donington on Bain, Lincolnshire, England. Im Zweiten Weltkrieg eingerichtet, in den Fünfzigerjahren im Zuge des Kalten Krieges ausgebaut, in den Achtzigerjahren stillgelegt und 1996 zum grössten Teil abgebaut. (bild: flickr)
Maunsell Sea Forts, Themse-Mündung, England. Im Zweiten Weltkrieg zur Abwehr deutscher Bomber errichtet. 1945 stillgelegt. Eines der Forts wurde 1967 besetzt und zum unabhängigen Fürstentum Sealand erklärt. (bild: wikimedia)
Bunker der Árpád-Linie, Karpato-Ukraine. 1941/1942 als ungarisch-deutsche Verteidigungslinie angelegt. (bild: shutterstock)
Beelitz-Heilstätten, Brandenburg, Deutschland. 1898 als Tuberkulose-Klinik errichtet, diente der Komplex in beiden Weltkriegen als Lazarett – 1916 lag hier auch der Gefreite Adolf Hitler. Nach 1945 von der Roten Armee bis 1994 als Militärhospital genutzt. Diente als Drehort für die Filme Der Pianist und Operation Walküre. (bild: shutterstock)
Fort Tilden, Queens, New York. 1917 errichtet, um New York gegen Angriffe vom Meer her zu schützen. 1974 geschlossen. (bild: flickr)
Beetle-Pontons, Mulberry Hafen B, Arromanches, Normandie, Frankreich. Künstliche, in England vorgefertigte Nachschubhäfen der Alliierten, montiert unmittelbar nach der Invasion in der Normandie. (bild: shutterstock)
Batterie Longues-sur-Mer, Normandie, Frankreich. Die Küstenbatterie, die einzige in der Normandie mit noch erhaltenen Kanonen, war Teil des deutschen Atlantikwalls, der die Invasion der Alliierten verhindern sollte. Der östliche Bunker wurde während der Invasion zerstört. (bild: shutterstock)
Balaklawa U-Boot-Bunker, bei Sewastopol, Krim, Ukraine. Ab 1954 als streng geheimer, atombombensicherer U-Boot-Stützpunkt errichtet. 1993 aufgegeben. (bild: wikimedia)
Devil's Slide Bunkers, San Mateo County, US-Staat Kalifornien. In den späten Dreissigerjahren erbaut, 1983 verkauft. (bild: wikimedia)
Festung Dünaburg, Dünaburg (Daugavpils), Lettland. Die Festung aus dem 19. Jahrhundert ist als einzige dieser Art in Osteuropa vollständig erhalten. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie als Kriegsgefangnenlager genutzt und danach von der Roten Armee als Kaserne. (bild: shutterstock)
Bunker der Maginot-Linie, Langensoultzbach, Frankreich. Die Maginot-Linie war ein grossangelegtes französisches Verteidigungswerk, das nach dem Ersten Weltkrieg angelegt wurde, um eine deutsche Invasion aufzuhalten. (bild: shutterstock)
U-Boot-Bunker, St. Nazaire, Frankreich. 1941 von der Wehrmacht mit Zwangsarbeitern erbaut. Nach dem Krieg von der französischen Marine bis in die Neunzigerjahre als Depot für Kriegsschiffe genutzt (bild: wikimedia)
Flakturm/Hochbunker, Feldstrasse, Hamburg, Deutschland. Während des Zweiten Weltkriegs zur Abwehr von Luftangriffen und als Schutzraum für die Bevölkerung erbaut. Nach dem Krieg vorübergehend für Wohnungszwecke verwendet. (bild: wikimedia)
Fort Markendorf, bei Jüterbog, Brandenburg, Deutschland. Zwei Forts, das «kleine» und das «grosse», wurden 1908 als Übungseinrichtung gebaut. Ab 1930 als Erprobungsplatz für Schutzbauten verwendet. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Rote Armee den Übungsplatz. (bild: hidden-places.de)
U-Boot-Bunker, Pawlowsk, Russland. Der Bau des Bunkers für die Pazifik-U-Boot-Flotte begann in den Sechzigerjahren. In den Achtzigerjahren wurde klar, dass er aufgrund von Abrüstungsgesprächen nicht beendet werden würde. (bild: englishrussia.com)
Fort Ord, 80 km südlich von San Francisco, US-Staat Kalifornien, diente von 1917 bis 1994 als Trainingszentrum für Infanterie-Einheiten. (bild: shutterstock)
Fort Gorazda, bei Kotor, Montenegro. In den 1880er Jahren von Österreich-Ungarn erbaut. In den 1990er Jahren aufgegeben. (bild: shutterstock)
Fort von Karosta, Liepaja (Libau), Lettland. 1890 als Stützpunkt der Russischen Ostseeflotte gebaut und nach dem Abzug der Roten Armee bei der Auflösung der Sowjetunion aufgegeben. (bild: wikimedia/mosiva) Wikimedia/Mosiva

Nuklearkrieg, was bedeutet das eigentlich genau?

Video: SRF / Roberto Krone

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