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Xamax und GC bilden momentan das Schlusslicht der Super-League-Tabelle. Bild: KEYSTONE

Nur YB und der FCB sind sicher: Acht Mannschaften im Super-League-Abstiegskampf

Publiziert: 04.05.19, 06:34 Aktualisiert: 04.05.19, 12:45

Vor der fünftletzten Runde der Super League sind acht der zehn Mannschaften in den Abstiegskampf verwickelt. Um sich zu retten, braucht GC ein Wunder, St.Gallen mehr Stabilität und der FCZ mehr Tore.

Plötzlich geistert das Abstiegsgespenst auch wieder durch die Ostschweiz. Innerhalb von zwei Monaten ist der Vorsprung des FC St.Gallen auf den Barrageplatz von zwölf auf drei Punkte geschmolzen. «Die Situation ist ernst», mahnte Trainer Peter Zeidler vor dem Gang zu den Grasshoppers am Samstag.

Anfang März waren die St.Galler noch Vierte. Seither gewannen sie nur noch eines von acht Spielen. Sie verloren fünfmal und erzielten trotz offensiver Ausrichtung nur noch vier Tore. Fünf Runden vor Schluss liegen zwischen dem Tabellendritten Thun und dem Neunten Neuchâtel Xamax sieben Punkte. Ein Grund für Zeidler, Vorstand, Staff und Mannschaft am Vorabend des Spiels gegen GC zu einem gemeinsamen Abendessen einzuberufen.

Beim FCSG weiss man auch nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Bild: KEYSTONE

Anfällig und ineffizient

Die Anspannung hat bei den St.Gallern spürbar zugenommen in den letzten zwei Wochen. Die Mannschaft spielt vergleichsweise attraktiv, sie ist aber in der Defensive anfällig und vorne ohne den in dieser Saison definitiv nicht mehr einsatzfähigen Cédric Itten zu ineffizient. Nach wie vor fehlt ihr ein stabiles Gerippe. Vincent Sierro, mit zehn Treffern der beste Torschütze, ist in ein Formtief geraten.

Obwohl die St.Galler für die Gegner berechenbar geworden sind, hält Zeidler eisern an seinem 4-3-3-System fest. «Wir werden von unseren Prinzipien nicht abrücken», sagte er unter der Woche. Noch ist die Situation nicht alarmierend. Der Rückstand auf die Europacup-Plätze ist nur wenig grösser als der Vorsprung auf den Barrageplatz. Auch deshalb sagte Zeidler: «Für GC ist es ein Schicksalsspiel, für uns eine Reifeprüfung.»

Vielleicht sollten sich die Ostschweizer aber etwas von Xamax abschauen. Dort hat sich der von Stéphane Henchoz vorgenommene Systemwechsel nämlich ausbezahlt. Mit sechs Siegen aus zwölf Spielen haben sich die nun defensiver ausgerichteten Neuenburger unter dem Nachfolger von Michel Decastel eindrücklich zurückgemeldet. Vor Xamax' Auswärtsspiel beim schwächelnden Thun spricht das Formbarometer im Abstiegskampf wieder für die Westschweizer.

Xamax ist das beste Team der Rückrunde und trotzdem noch auf Platz 8. Bild: KEYSTONE

Forte duldet keine Resignation

St.Gallen wünscht sich eine solche Stabilität. In Zürich hapert es derweil vor allem in der Offensive. GC schoss letztmals am 9. Dezember mehr als ein Tor in einem Spiel, der FCZ traf in dieser Zeitspanne auch nur in zwei Spielen mehr als einmal.

Auch beim zweiten Zürcher Club geht das Abstiegsgespenst um. Bild: KEYSTONE

Die seit dem 25. November sieglosen, aber zuletzt immerhin sechsmal ungeschlagenen Grasshoppers sind kaum mehr zu retten. Sie brauchen in den verbleibenden fünf Spielen ein Wunder in Form von mindestens drei Siegen. Ungeachtet der misslichen Lage mit neun Punkten Rückstand auf den Barrageplatz und der Offensivflaute will sich GC-Trainer Uli Forte nicht vorzeitig geschlagen geben.

«Aufgeben ist keine Option. Wir kämpfen bis zum Schluss», sagte er und ging vehement gegen die Resignation vor, die sich unter den Spielern breitmachte. Dank des eingereichten Rekurses kann gegen St.Gallen auch Marco Djuricin mithelfen. Der Österreicher ist GCs bester Torschütze in dieser Saison – mit fünf Treffern. (leo/sda)

Von Hitzfeld bis Forte – alle GC-Trainer seit 1988

28 Trainer hat GC seit 1988 verbraucht – die Liste in chronologischer Reihenfolge: João Carlos Pereira: Seit dem 6. August 2020
Zoltan Kadar (RUM): 15. Mai 2020 bis 6. August 2020. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Goran Djuricin (AUT): 10. Februar 2020 bis 15. Mai 2020. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Uli Forte (SUI): 9. April 2019 bis 9. Februar 2020. KEYSTONE / WALTER BIERI
Tomislav Stipic (GER/CRO): 6. März 2019 bis 9. April 2019 KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Thorsten Fink (GER): April 2018 bis März 2019. AP/AP / Ronald Zak
Mathias Walther* (SUI): April 2018. *Interimslösung KEYSTONE / WALTER BIERI
Murat Yakin (SUI): August 2017 bis April 2018 – kein Titel. KEYSTONE / WALTER BIERI
Carlos Bernegger (ARG/SUI): März 2017 bis August 2017 – kein Titel. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Pierluigi Tami (SUI): Januar 2015 bis März 2017 – kein Titel. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Michael Skibbe (GER): Juli 2013 bis Januar 2015 – kein Titel. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Uli Forte (SUI): April 2012 bis Juni 2013 – ein Cupsieg. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Ciriaco Sforza (SUI): Juni 2009 bis April 2012 – kein Titel. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Hanspeter Latour (SUI): Juli 2007 bis Juni 2009 – kein Titel. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Mai 2007 bis Juni 2007 – kein Titel. KEYSTONE / EDDY RISCH
Krassimir Balakov (BUL): Januar 2006 bis Mai 2007 – kein Titel. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA BELLA
Hanspeter Latour (SUI): Dezember 2004 bis Januar 2006 – kein Titel. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Oktober 2004 bis Dezember 2004 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT
Alain Geiger (SUI): Dezember 2003 bis Oktober 2004 – kein Titel. KEYSTONE / EDDY RISCH
Carlos Bernegger* (ARG/SUI): Oktober 2003 bis Dezember 2003 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / EDDY RISCH
Marcel Koller (SUI): Januar 2002 bis Oktober 2003 – ein Meistertitel. KEYSTONE / PAOLO FOSCHINI
Hans-Peter Zaugg (SUI): Juli 2000 bis März 2002 – ein Meistertitel. KEYSTONE / MARKUS STUECKLIN
Roy Hodgson (ENG): August 1999 bis Juni 2000 – kein Titel. KEYSTONE / MARKUS STUECKLIN
Roger Hegi (SUI): Januar 1999 bis August 1999 – kein Titel. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
Rolf Fringer (AUT/SUI): Januar 1998 bis Januar 1999 – ein Meistertitel. BELGA EPA / OLIVIER MATTHYS
Hanspeter Latour* (SUI): November 1997 bis Januar 1998 – kein Titel. *Interimslösung KEYSTONE / MICHAEL KUPFERSCHMIDT
Christian Gross (SUI): Juli 1993 bis November 1997 – zwei Meistertitel, ein Cupsieg. KEYSTONE / PATRICK KRAEMER
Leo Beenhakker (NED): Juli 1992 bis Juni 1993 – kein Titel. AP / DUSAN VRANIC
Oldrich Svab (CZE): Juli 1991 bis Juni 1992 – kein Titel. KEYSTONE / STR
Ottmar Hitzfeld (GER): Juli 1988 bis Juni 1991 – zwei Meistertitel, zwei Cupsiege. KEYSTONE / STR

Schiedsrichter testen Videoassistenten VAR in der Praxis

Video: srf/SDA SRF

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