Andres Iniesta mit dem WM-Pokal 2010, nachdem er Spanien im Final zum Titel geschossen hatte.
Bild: KEYSTONE
Iniesta berichtet von Depressionen: «Ich wünschte mir immer, dass es Nacht wird»
Weltmeister Andres Iniesta hat in einem Fernsehinterview von Depressionen während seiner Zeit beim FC Barcelona berichtet. Auslöser war der frühe Tod eines Profi-Kollegen.
Die Probleme hätten nach dem Triple der Katalanen mit den Titeln in der Liga, im Cup und in der Champions League im Jahr 2009 begonnen, sagte der 34-jährige Andres Iniesta dem spanischen TV-Sender «La Sexta». «Man fängt an, sich schlecht zu fühlen, irgendwie seltsam, und man kann es nicht erklären», sagte Iniesta, der seit diesem Frühjahr beim japanischen Klub Vissel Kobe unter Vertrag steht.
Ein Gefühl der inneren Leere habe sich eingestellt. «Ich wünschte mir immer, dass es Nacht wird, um eine Tablette zu nehmen und mich auszuruhen.» Vor allem der Herzinfarkt-Tod von Daniel Jarque, dem damaligen Captain von Espanyol Barcelona, im Alter von nur 26 Jahren habe im August 2009 die psychischen Probleme ausgelöst, betonte Iniesta, der bei der WM in Russland nach zwölf Jahren zum letzten Mal mit der spanischen Nationalmannschaft angetreten war.
Er habe sich daraufhin in Behandlung begeben, so der Mittelfeldstar. «Ich sagte dem Arzt, dass ich Hilfe bräuchte, weil ich nicht mehr aus dieser Situation herauskam.» Der Wunsch, Unterstützung zu bekommen, sei so gross gewesen, dass er immer 15 Minuten zu früh zu den Sitzungen gekommen sei.
Iniesta wurde auch gefragt, ob er an Selbstmord gedacht habe und sagte dazu: «Wer eine Depression hat, ist nicht er selbst. Wenn man derart verletzbar ist, dann ist es schwer, sein Leben zu kontrollieren.» (ram/sda)
Wie erkenne ich eine Depression und was mache ich dagegen?
Video: www.explain-it.ch
Die besten Fussballbilder für deinen Bildschirmschoner
Alle gegen einen! Wir zeigen euch hier die besten Bilder vom Bildschirmschoner unseres Sportchefs Reto Fehr. Hier Andrés Iniesta gegen fünf Italiener.
Bei Lionel Messi scheinen die Fotografen gerne zu knipsen, wenn er gegen alle dribbelt.
Kroaten auf Schiri-Jagd: Meinungsverschiedenheiten an der WM 2014.
Der HSV kann sich manchmal doch auch gegen mehrere Gegner durchsetzen.
Zwischendurch ein Synchronjubel.
Messi gegen fünf Interisti.
Ganz rechts, der junge Beckham.
Reklamieren geht auch anständiger und mit Abstand in Reih und Glied.
Maradonas legendäres Bild nach dem Freistoss gegen Belgien an der WM 1986.
Iniesta mal wieder gegen alle.
WM 2002: Denilson will zur Eckfahne, um Zeit zu schinden.
Wenig später wird es zur legendären Schwalbe Rivaldos kommen, als dieser sich vom Ball am Knie getroffen mit schmerzverzerrtem Gesicht am Kopf hält.
Da fordern aber einige Chelsea-Spieler Gelb.
Kaum ein Klub, den Sportchef Fehr weniger mag als die Bayern. Aber das Bild ist gut.
Sechs Schweizer gegen Antoine Griezmann.
Der höchste Sprung in der Geschichte des Fussballs: Newcastles Papiss Cissé.
EM 2004: Milan Baros lässt die Holländer reihenweise umfallen.
Meinungsverschiedenheiten – mit Michael Ballack in der Hauptrolle. X00037 / © Reuters Photographer / Reuter
Auch sie sind nicht einverstanden. X00037 / © Reuters Photographer / Reuter
Und sie noch weniger. X00037 / © Reuters Photographer / Reuter
Jamie Vardy: «Wir sehen uns nach dem Spiel.» X00037 / © Reuters Photographer / Reuter
Wie man Italiener mit einem Namen zum ausflippen bringen kann? Byron Moreno. X00037 / © Reuters Photographer / Reuter