«Dieser Sturm ist monströs» – Florida bereitet sich auf nächste Katastrophe vor
Wenige Wochen nach dem verheerenden Sturm «Florence» an der Südostküste der USA warnen die Behörden im US-Bundesstaat Florida vor einem Hurrikan mit meterhohen Sturmfluten. «Dieser Sturm ist monströs», sagte Floridas Gouverneur Rick Scott am Dienstag dem Sender ABC.
Das Nationale Hurrikanzentrums mit Sitz in Miami (Florida) stufte den Sturm «Michael» zu einem Hurrikan der Stufe zwei von fünf herauf - mit Windgeschwindigkeiten von 155 Stundenkilometern.
Das Hurrikanzentrum warnte, «Michael» gewinne weiter an Kraft und werde voraussichtlich an diesem Mittwoch auf Florida treffen. Teile Floridas müssten mit möglicherweise mehr als dreieinhalb Metern hohen Sturmfluten rechnen.
«Das kann man nicht überleben», sagte Scott. «Das Wasser fliesst einfach schnell hinein und saugt alles hinaus.» Scott rief die Menschen in den betroffenen Gebieten dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. «Gehen Sie kein Risiko ein.»
Floridas Gouverner Rick Scott bereitet sich auf das Schlimmste vor.
Bild: AP/AP
Notstand ausgerufen
Der Gouverneur teilte mit, in 35 Bezirken sei vorsorglich der Notstand ausgerufen worden. Dies ist zunächst ein verwaltungsinterner Schritt, der den Behörden eine schnelle Reaktion erlaubt. Das Hurrikanzentrum warnte, das Wasser würde vor dem Eintreffen des Sturms steigen. Anwohner müssten sofort mit Vorbereitungen beginnen.
Auch die Katastrophenschutzbehörde Fema forderte dazu auf, nicht zu warten und die Gegenden so bald wie möglich zu verlassen. Der Sheriff des Bezirks Wakulla, Jared Miller, warnte auf Facebook: «Dieser Sturm hat das Potenzial eines historischen Sturms.»
Erst Mitte vergangenen Monats hatte der Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North Carolina und South Carolina zu schweren Überschwemmungen geführt. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch «Florence» und die Folgen des Sturms ums Leben.
Grosse Schäden in Mittelamerika
In Teilen Mittelamerikas zeigte «Michael» bereits zerstörerische Kraft. In San Salvador brachte er als Tropensturm starken Regen mit sich. Es kam zu Überschwemmungen und Erdrutschen.
Sturm «Michael» war am Montag in Havanna zu spüren.
Bild: EPA/EFE
Aus Sicherheitsgründen bleiben die Schulen in dem mittelamerikanischen Land bis Mittwoch geschlossen, wie die Regierung El Salvadors am Montag auf Twitter mitteilte. Bei dem Sturm waren am Wochenende mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden, wie lokale Medien berichteten.
An der Westspitze Kubas zog der Hurrikan am Montagnachmittag (Ortszeit) vorbei. In der westlichsten Provinz Pinar del Río wurden Windgeschwindigkeiten von mindestens 120 Kilometern pro Stunde gemessen, Böen brachten Wind mit bis zu 171 Kilometern pro Stunde. Das berichtete die Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, «Granma». Das nationale Meteorologische Institut sprach von Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde.
Teile der Küste im Süden von Pinar del Río waren überschwemmt. Mehr als 125'000 Haushalte in der Region waren ohne Strom. «Granma» sprach von mehr als 50 Prozent. Busverbindungen wurden zunächst unterbrochen. Auch die Landwirtschaft habe gelitten, hiess es. (sda/dpa)
So wütete Hurrikan «Florence»
Eine Frau in Trenton, North Carolina, bei der Begutachtung ihres Grundstücks. AP/The News & Observer / Travis Long
In Conway, South Carolina, sind weite Teile des Landes überschwemmt. Viele Flüsse in den Carolinas haben Rekord-Pegelstände. AP/FR171415 AP / Sean Rayford
Ein überflutetes Flugfeld in Elizabethtown, N.C.. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Mann bringt seinen Hund in Sicherheit, Lumberton, N.C.. AP/AP / Gerry Broome
Die Nachwirkungen der Flut in Fayetteville, N.C.. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Fahrzeug der Nationalgarde fährt an einem weggespülten Pickup vorbei, Dillon, South Carolina. AP/AP / Gerald Herbert
Ein Mann bringt eine alte Frau in Sicherheit, während die Schwiegertochter die Sachen aus ihrem überfluteten Haus holt, Spring Lake, North Carolina. AP/AP / David Goldman
Ein Team der US-Küstenwache sucht nach Vermissten in Lumberton, N.C.. AP/AP / Gerry Broome
Chaotische Szene in New Bern, North Carolina. (AP Photo/Steve Helber) AP/AP / Steve Helber
Vom Sturm gekappte Äste in Wilmington, North Carolina. (Matt Born/The Star-News via AP) AP/The Star-News / Matt Born
Rettungskräfte sind in New Bern, North Carolina, per Boot unterwegs. AP/AP / Steve Helber
Die Nationalgarde im Einsatz in Lumberton, North Carolina. (AP Photo/David Goldman) AP/AP / David Goldman
Ein Mann holt einen Generator aus seinem überschwemmten Haus in New Bern in North Carolina. (AP Photo/Allen G. Breed) AP/AP / Allen G. Breed
Überschwemmte Strasse bei Leland in North Carolina. (Matt Born/The Star-News via AP) AP/The Star-News / Matt Born
Das Auge des Sturms auf einer Luftbildaufnahme der NASA vom 12. September 2018. EPA/ESA / ESA/NASA-ALEXANDER GERST / HANDOUT
Die Sicht von der ISS auf den Hurrikan «Florence», 13. September 2018. EPA/ESA/NASA / ALEXANDER GERST/ESA/NASA HANDOUT
Die ersten Sturmböen sorgen in den Morgenstunden des 13. September für starke Brandung am Fischerpier von Kill Devil Hills in North Carolina. AP/AP / Gerry Broome
Ein Einheimischer betrachtet den Wellengang vor Kill Devil Hills, North Carollina. AP/AP / Gerry Broome
In einem Flugzeug durchflogen die Meteorologen der US Air Force Weather Reconnaissance Squadron am Donnerstag das Auge von Hurrikan Florence. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
Dank des Messfluges können Daten gesammelt werden, welche dem Nationalen Hurrikanzentrum dabei helfen, die eigenen Berechnungen auf den neusten Stand zu bringen. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
Die Wetterspezialisten der Air Force unterstützen so die Arbeit der Behörden auf dem Boden. EPA/US AIR FORCE / US AIR FORCE/TSGT. CHRIS HIBBEN HANDOUT
In der Innenstadt von Wilmington, North Carolina, werden Geschäfte verbarrikadiert, 13. September 2018. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
In Jacksonville, North Carolina, bereitet die US-Marine Massenlager vor. EPA/US MARINE CORPS / US MARINE CORPS/LANCE CPL. ISAIAH GOMEZ HANDOUT
Kinder spielen innerhalb einer Schule Videospiele. EPA/EPA / CAITLIN PENNA
Die Nationalgarde hilft bei der Regelung des Verkehrs auf dem US-Highway 501, 12. September 2018. AP/FR171415 AP / Sean Rayford
«Betet für Wilmington!» Ladenbesitzer treffen Vorsichtsmassnahmen. AP/The Star-News / Matt Born
Arbeiter holen Boote aus dem Wasser in Wanchese Harbor, North Carolina, am 12. September 2018. AP/AP / Gerry Broome
Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Warnzentrums (NHC) soll das Auge des Hurrikans am Donnerstag die Küste von North oder South Carolina erreichen. EPA/NASA / NASA HANDOUT
Bei Hamsterkäufen in Supermärkten versorgten sich viele Menschen mit Trinkwasser und Lebensmitteln. AP/The Star-News / Ken Blevins
Die Bevölkerung wird mehrere Tage ohne Strom auskommen müssen, weshalb sich einige in letzter Minute einen Generator anschaffen. AP/The Star-News / Ken Blevins
Mit Sandsäcken versuchen die Bewohner ihre Häuser vor den Fluten zu schützen ... AP/The Post And Courier / Grace Beahm Alford
... und legen diese vor Türen und Fenstern nieder. AP/The Daily Press / Jonathon Gruenke
Bretter schützen Fensterscheiben vor herumfliegenden Gegenständen. AP/The Star-News / Matt Born
AP/The Star-News / Ken Blevins
31 Tote nach Wirbelsturm «Florence» im Südosten der USA
Video: srf
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