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Schneider-Ammanns letztes Küsschen für das Olma-Säuli

Publiziert: 11.10.18, 13:24 Aktualisiert: 11.10.18, 14:23

Bild: KEYSTONE

Bratwurstduft weht über St. Gallen. Die Olma hat begonnen. Zur grössten Publikumsmesse der Schweiz werden rund 400'000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Zu Gast ist das «Fête des Vignerons».

Offiziell eröffnet wurde die Olma am Donnerstagmorgen mit einem traditionellen Festakt im Theater St. Gallen. Mit dabei waren Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Armee.

Die lustigsten Auftritte von Bundesrat Schneider-Amman

Video: watson/nico franzoni

Bundesrat Johann Schneider-Ammann gab sich humorvoll in seiner Rede, die auch ein bisschen eine Abschiedsrede «von meinen St. Galler Freunden» war. Der scheidende Magistrat bezeichnete die Olma als Ort des Dialogs und Schaufenster der Zukunft. Er forderte die Bauern auf, mutig voran zu gehen. Die Landwirtschaft müsse sich öffnen und neue Märkte erschliessen.

Zum Beispiel in Indonesien, wo sich derzeit 40 Millionen Menschen des Mittelstandes westliche Produkte leisten könnten. Weitere 40 Millionen kämen in den nächsten Jahren hinzu, sagte Schneider-Ammann, der sich nach der Olma-Eröffnung auf den Weg zur Jahrestagung des internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe in Bali machte.

Loro & Nico an der Olma

Video: watson/nico franzoni, laurent aeberli

Bevor es auf die Reise ging, musste der scheidende Bundesrat im Olma-Stall für das obligate Säulibild posieren. Im Gegensatz zu seinem letzten Besuch vor drei Jahren zappelte das Edelschweinchen kaum, dafür quiekte es laut um sein zwei Wochen junges Leben.

Vorgeschmack auf Generationenfest

Als Gast präsentiert das «Fête des Vignerons 2019» einen Vorgeschmack auf das Volksfest in Vevey, das pro Generation nur einmal gefeiert wird. Das mit dem UNESCO-Kulturerbe-Zertifikat versehene Grossereignis findet vom 18. Juli bis 11. August 2019 statt. Erwartet werden mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher.

In einer Sonderschau in der Halle 9 lädt das «Fête des Vignerons 2019» auf eine Zeitreise vergangener Feste ein. Neben Bildern, Filmen und Dokumentationen sorgen Spiele und Wettbewerbe für Unterhaltung.

Mit einer «geschmackvollen» Sonderschau unter dem Titel «Da isch üsen Wy» dabei sind auch die St. Galler Winzer. Mit täglich wechselnden Degustationen verschiedener Weine wolle der Branchenverband dem Rest der Welt St. Gallens feinstes Geheimnis verraten, heisst es im Olma-Programm.

Brot und Cannabis

Um das tägliche Brot geht es in der Ausstellung «auf welchem Baum wächst Brot?». Besucherinnen und Besucher spazieren durch Getreidefelder, üben sich im Zopf flechten oder erfahren Neues aus der Lebensmittelforschung.

Das Cannabis Village informiert über Hanf und zeigt die Vielfalt der legal erhältlichen Cannabis-Produkte. Die älteste Nutz- und Heilpflanze der Erde sei wieder voll im Trend, heisst es in der Broschüre zu Ausstellung.

Ob klein, gross, schön oder leistungsfähig: Tiere gehören zur Olma wie die legendäre Bratwurst (ohne Senf). Während bei den Kleintieren dieses Jahr die Meerschweinchen und Geflügel im Fokus stehen, sind es bei den Nutztieren wie immer die rennenden Säuli, die allen andern die Show stehlen. (aeg/sda)

Eines dieser 75 Olma-Plakate löste einen «Nacktskandal» aus

78 Mal Olma, 78 offizielle Plakate: Wir zeigen (fast) die ganze Kollektion. Ein Plakat löste seinerzeit eine halbe Staatsaffäre aus – findest du heraus, welches? Wir starten 1943: Das erste Olma-Plakat der Geschichte.
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Das war natürlich das Plakat von 2003. Das Sujet mit den nackten Würsten sorgte für eine halbe Staatsaffäre. Sogar das Schweizer Fernsehen ging in der Sendung «Schweiz Aktuell» auf Stimmenfang. O-Ton eines St.Galler Passanten damals: «Was für die Pariser der Eiffelturm, ist für die St.Galler die Bratwurst». Was die Ostschweizer vor allem störte? Dass auf dem Plakat die Bratwürste nackt und nicht gebraten gezeigt wurden. Man stelle sich vor, da hätte es noch einen Tropfen Senf auf dem Plakat ...
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2021: Das aktuelle Olma-Plakat.

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