Aktuelle Themen:

Genf-Servette-Besitzer Quennec vor Rückzug bei Lausanne – sechs Kaufinteressenten wollen übernehmen

Publiziert: 28.01.16, 22:07 Aktualisiert: 29.01.16, 06:56

Hugh Quennec, der Eigentümer des NLA-Klubs Genève-Servette, hat sechs Kaufinteressenten zur Hand, die seine Mehrheitsbeteiligung beim Liga-Konkurrenten Lausanne HC übernehmen wollen. Dies sagte der Franko-Kanadier in einem Interview mit der Zeitung «24 heures».

Verband will Regelverschärfung

Quennec hat der Lizenzkommission des Schweizer Eishockeyverbandes (SIHF) schriftlich und verbindlich zugesichert, sich zeitnah aus dem Aktienrat der HC Lausanne AG zurückzuziehen. Die National League plant bei ihrer nächsten Versammlung am 17. Februar eine Verschärfung der Regeln. Es soll verboten werden, dass mehrere Klubs derselben Liga vom selben Mehrheitsaktionär geführt werden können.

«Quennec, hau ab»: Die Fans von Lausanne mögen Besitzer Quennec nicht.
Bild: freshfocus

Im Interview nannte Quennec auch Zahlen. So habe er im Jahr 2007 2,3 Millionen Franken investiert, um den damals in finanziellen Schwierigkeiten gestandenen Lausanne HC zu retten. Von den nun von Quennec angedeuteten Investoren stammen zwei aus dem Waadtland, zwei aus der übrigen Schweiz und zwei aus Nordamerika.

Ultimatum der Verwaltungsräte

Weil sie die Zukunft des Lausanne HC und eine geplante Aktienkapitalerhöhung von sechs Millionen Franken gefährdet sahen, hatten Mitte Dezember die sechs Verwaltungsräte, unter ihnen Tennisstar Stan Wawrinka, ihrem Hauptaktionär ein Ultimatum gestellt und mit ihrem Rücktritt gedroht. Gemäss Quennec würden die neuen Investoren zusätzlich auch für dieses Geld aufkommen.

«Dieser Klub ist kein Spielzeug für Aktionäre»: Die Lausanner Anhänger machen ihrem Ärger Luft.
Bild: KEYSTONE

Auf die jüngsten Versprechungen von Quennec liess der Verwaltungsrat des LHC verlauten, dass er bis auf weiteres im Amt bleiben und seine Geschäfte unter der Mediation des Waadtländer Kantonsrates Philippe Leuba fortführen wird. (sda)

Eishockey NLA – alle Topskorer seit 2002/2003

2020/21: Jan Kovar, EV Zug, 63 Punkte (16 Tore/47 Assists). keystone / URS FLUEELER
2019/20: Pius Suter, ZSC Lions, 53 Punkte (30 Tore/23 Assists). KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
2018/19: Dominik Kubalik, HC Ambri-Piotta, 57 Punkte (25 Tore/32 Assists). PPR / URS FLUEELER
2017/18: Dustin Jeffrey, Lausanne HC, 57 Punkte. PPR / MARCEL BIERI
2016/17: Mark Arcobello, SC Bern, 55 Punkte. PPR / ANTHONY ANEX
2015/16: Pierre-Marc Bouchard, EV Zug, 67 Punkte. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
2014/15: Frederik Pettersson, HC Lugano, 69 Punkte. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
2013/14: Matthew Lombardi, Servette Genf, 50 Punkte. KEYSTONE / KARL MATHIS
2012/13: Linus Omark, EV Zug, 59 Punkte. PHOTOPRESS / SIGI TISCHLER
2011/12: Damien Brunner, EV Zug, 60 Punkte. KEYSTONE / URS FLUEELER
2010/11: Glen Metropolit, EV Zug, 53 Punkte. PHOTOPRESS / URS FLUEELER
2009/10: Randy Robitaille, HC Lugano, 65 Punkte. KEYSTONE / KARL MATHIS
2008/09: Juraj Kolnik, Servette Genf, 72 Punkte. KEYSTONE / DOMINIC FAVRE
2007/08: Erik Westrum, HC Ambrì-Piotta (Mitte), 72 Punkte. KEYSTONE / KARL MATHIS
2006/07: Simon Gamache, SC Bern, 66 Punkte. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
2005/06: Glen Metropolit, HC Lugano, 66 Punkte. PHOTOPRESS / KARL MATHIS
2004/05: Randy Robitaille, ZSC Lions, 67 Punkte. PHOTOPRESS / FABRICE COFFRINI
2003/04: Ville Peltonen, HC Lugano, 72 Punkte. PHOTOPRESS / YOSHIKO KUSANO
2002/03: Petteri Nummelin, HC Lugano (Zweiter von links), 57 Punkte. KEYSTONE / KARL MATHIS

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben