Merkel-Aussage sorgt in Italien für Aufsehen
La Merkel hat sich in Italien nicht beliebt gemacht.
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Ein Interview von Bundeskanzlerin Angela Merkel über EU-Finanzhilfen in der Corona-Krise hat in Italien für Aufsehen gesorgt. Regierungschef Giuseppe Conte legte nahe, die Kanzlerin mische sich in heimische Politik ein. «Was den ESM (Europäischen Stabilitätsmechanismus) angeht, hat sich nichts geändert», sagte er am Freitagabend. Er respektiere Merkels Meinung. Aber für die Finanzen Italiens seien die Regierung in Rom und das Finanzministerium von Roberto Gualtieri zuständig.
Es gibt mehrere EU-Instrumente für Wirtschaftshilfen, um die Corona-Schäden abzufedern. Merkel hatte in einem Interview mit europäischen Zeitungen gesagt: «Diese Instrumente kann jeder nutzen. Wir haben sie nicht zur Verfügung gestellt, damit sie ungenützt bleiben.» Es sei aber die Entscheidung Italiens, die Angebote des ESM zu nutzen, betonte die CDU-Politikerin. Einige italienische Medien stilisierten das zu einem Streit zwischen Conte und Merkel hoch.
Giuseppe Conte.
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Der ESM ist in Italien besonders umstritten. Vor allem rechte Oppositionspolitiker halten ihn für eine Gefahr und befürchten, dass Brüssel zu viel Kontrolle über Italien bekommt.
Derzeit wird in der EU über den 750 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds in der Corona-Krise und den mittelfristigen Finanzplan von bisher 1,1 Billionen Euro verhandelt. Beim ESM geht es um günstige Kredite und beim Wiederaufbauprogramm vor allem um nicht zurückzahlbare Zuschüsse. (aeg/sda/dpa)
Merkels Gesichtszüge
Angela Merkel tätschtelt einen Kiwi namens Whau in Auckland – der Vogel schaut betreten zu Boden. X00425 / NIGEL MARPLE
Die deutsche Kanzlerin legte in Neuseeland einen Zwischenstopp ein vor dem G-20 Gipfel in Australien. Bei dieser Gelegenheit kam es zu der Begegnung zwischen Merkel und dem kleinen Vogel. Die Begeisterung ist gross. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Jovial wird das Vögelchen gestreichelt, so ganz entspannt sieht das bei der deutschen Kanzlerin aber doch nicht aus. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Der neuseeländische Premierminister John Key wagt sich auch einmal an den Vogel ran – sehr zur Freude von Merkel. EPA/dpa / KAY NIETFELD
Es gab aber auch wichtige Dinge zu besprechen: Pressekonferenz mit John Key und Angela Merkel. EPA/EPA / SNPA / Ross Setford
John Key, Premierminister Neuseelands, an der Pressekonferenz. EPA/EPA / SNPA / Ross Setford
Angela Merkel schreitet eine Parade ab – so ganz begeistert scheint die Kanzlerin von den Männern in Weiss nicht zu sein. AP/NZ Herald / Jason Oxenham
Ob sie in Gedanken noch bei dem flauschigen Vögelchen ist? EPA/SNPA / ROSS SETFORD
Angela Merkel erhält einen Hongi, ein traditioneller Maori-Wilkommensgruss. AP/NZ Herald / Jason Oxenham
Die Körperhaltung der Kanzlerin ist nicht über jeden Zweifel erhaben, angesichts der dramatischen Szenen, die sich vor ihr abspielen aber völlig verständlich. EPA/DPA / KAY NIETFELD
Ein Maori versucht, die Gesichtsausdrücke der Kanzlerin nachzuahmen – ohne Erfolg. EPA/SNPA / ROSS SETFORD
Maori-Begrüssungszeremonie in Auckland. EPA/DPA / KAY NIETFELD
John Key und Angela Merkel flanieren an der Küste von Motutapu Island entlang. Die beiden Staatsoberhäupter scheinen sich gut zu verstehen. Getty Images AsiaPac / Handout
Bundeskanzlerin Merkel klärt auf
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