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EDA schickt weitere Hilfsgüter zu den Flüchtlingen nach Lesbos

Publiziert: 15.09.20, 15:32

Schweizer Hilfe für Moria. Bild: sda

Nach der Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos schickt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weitere Hilfsgüter an die Bedürftigen. Das teilte Aussenminister Ignazio Cassis am Dienstag mit.

Die Schweiz werde noch am Dienstag vier Wasserversorgungsanlagen zum Aufbereiten und Verteilen von Trinkwasser, fünf Zelte und mehrere Generatoren nach Lesbos entsenden, hiess es auf Twitter weiter. Ausserdem sollen vier weitere Spezialisten auf die Insel geschickt werden.

Das EDA stellt bis zu einer Million Franken für die humanitäre Hilfe bereit, um auf die dringendsten Bedürfnisse der vom Brand betroffenen Menschen reagieren zu können. Bereits am Freitag war eine Maschine des Lufttransportdienstes des Bundes mit rund einer Tonne Material nach Griechenland abgeflogen.

Auch zwei erste Spezialisten befanden sich auf diesem Hilfsflug. Das Lager Moria war vor einer Woche durch Brände fast vollständig zerstört worden. Statt der vorgesehenen knapp 3000 Migrantinnen und Migranten waren dort mehr als 12'000 Menschen untergebracht gewesen. (aeg/sda)

Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

Flüchtende bringen sich vor den Flammen im Flüchtlingscamp Moria in Schutz. keystone / Panagiotis Balaskas
Der Grossbrand brach am 9. September aus. keystone / STRATIS BALASKAS
Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis geht davon aus, dass Migranten den Brand gelegt haben. sda / Francisco Seco
Im Lager Moria wurde anfangs September der erste Corona-Fall festgestellt, Stand Dienstag gab es 35 bekannte Infizierte. keystone / STRATIS BALASKAS
Der griechischen Feuerwehr zufolge sind weite Teile des Camps durch das Feuer zerstört worden. keystone / Panagiotis Balaskas
Moria war das grösste Flüchtlingslager Griechenlands und Europas. Es ist seit Jahren heillos überfüllt. keystone / Petros Giannakouris
Rund 12'600 Personen müssen nun eine neue Bleibe suchen. keystone / Panagiotis Balaskas
Bereits zuvor war die Lage auf Lesbos prekär: Die Kapazität des Lagers betrug gerade Mal 2'800 Plätze, es lebten aber 12'600 Menschen dort. keystone / Petros Giannakouris
Wie es nach den Bränden weitergeht, bleibt unklar. keystone / STRATIS BALASKAS

Flüchtlingslager in Flammen

Video: watson

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