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«Es ist zweitrangig, warum das Feuer in Moria ausbrach – es droht eine Katastrophe»

Die Schweizer Flüchtlingshelferin Raquel Herzog berichtet über die Situation im abgebrannten Lager Moria. Sie erklärt, warum es harzt mit der Hilfe.

Pascal Ritter / ch media



Im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Weite Teile des Lagers sowie der inoffiziellen Zeltsiedlung rund herum sind zerstört. Auch am Mittwoch kam es zu weiteren Bränden.

In der Nacht zum Donnerstag konnte die Feuerwehr mehrere kleinere neue Brände löschen. Die Feuer hätten übrig gebliebene unbeschädigte Zelte und andere provisorische Unterkünfte von Moria zerstört, berichtete das Staatsfernsehen.

Spricht von einer Katastrophensituation: Hilfswerkgründerin Raquel Herzog. Moria

Spricht von einer Katastrophensituation: Hilfswerkgründerin Raquel Herzog. Bild: keysteon/zvg/watson

Raquel Herzog ist seit dem Jahr 2015 auf der Insel in der Flüchtlingshilfe aktiv und hat das Hilfswerk SAO für Frauen auf der Flucht gegründet. Sie steht permanent im Austausch mit ihren Mitarbeiterinnen vor Ort.

Ihre Organisation SAO Association betreibt auf der Insel Lesbos ein Tageszentrum für Frauen auf der Flucht. Was wissen Sie über die Situation vor Ort?
Das ganze offizielle Camp Moria ist zerstört. Es stehen nur noch die Baracken im Eingangsbereich. Im zerstörten Bereich gibt es offiziell 2700 Schlafplätze in Containern. Zählt man die Zelte dazu, die auf jedem freien Quadratmeter stehen sind es 5000 Personen. Hinzu kommen die inoffiziellen Camps rund herum. Ich rechne damit, dass das Feuer rund 8000 Flüchtlinge obdachlos macht.

Zunächst gab es Berichte über Tote und Verletzte. Bestätigt wurde diese aber nicht. Wie ist ihr Kenntnisstand?
Es kursierte ein Video mit brennenden Zelten. Ein Flüchtling schrieb dazu, er habe zwei Menschen brennen sehen. Aber was aus diesen Personen wurde und ob die Information überhaupt stimmt, weiss ich nicht. Die Situation ist chaotisch.

Wie geht es Ihren Mitarbeiterinnen auf der Insel?
Den Mitarbeiterinnen geht es gut. Sie versuchen die Frauen aus dem Camp zu erreichen, was oft nicht klappt. Wir gehen aber noch nicht vom Schlimmsten aus, weil es gut sein kann, dass sie kein Guthaben auf dem Telefon und keinen Zugang zu gratis Internet haben.

Konnten sich die Frauen, denen Sie helfen, vor den Flammen in Sicherheit bringen?
Wir wissen es noch nicht sicher. Jemand berichtete, die Polizei habe zuerst versucht, Bewohner des Camps daran zu hindern, die Anlage zu verlassen. Als dann das Ausmass des Brandes klar war, ermutigten die Beamten die Menschen zu fliehen. Beim Bereich der Minderjährigen, der zusätzlich eingezäunt ist, soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Was könnte die Ursache sein für den Brand?
Es sind diverse Spekulationen im Umlauf. Offenbar soll es an mehreren Stellen gebrannt haben. Es wird gesagt, dass Flüchtlinge aus Protest gegen die achte Verlängerung des Lockdowns Feuer gelegt hätten. Auch über einen Anschlag von Faschisten, die in letzter Zeit sehr aktiv sind auf der Insel wurde spekuliert. Mehre Gebäude von NGOs wurden beschmiert und als Hilfswerk (MKO) markiert, unter anderem auch unseres.

Athen bringt unbegleitete Minderjährige zum Festland

Die ersten Massnahmen zur Unterbringung von Menschen nach dem Grossbrand sind angelaufen. 165 unbegleitete Minderjährige wurden an Bord eines Flugzeugs von Lesbos zur griechischen Hafenstadt Thessaloniki gebracht. Weitere 240 Minderjährige sollten noch am Donnerstag folgen, berichtete der staatliche Rundfunk (ERT).

Tausende Menschen verbrachten die erste Nacht nach dem Grossbrand auf den Strassen rund um das Lager Moria. Die Polizei stoppte unter Einsatz von Tränengas einige jugendliche Migranten, die versuchten, in die Hauptstadt der Insel zu kommen, wie das Staatsfernsehen berichtete. Zuvor hatten einige Migranten die Polizei mit Steinen angegriffen.

Zu gross ist die Angst eines unkontrollierbaren Ausbruchs der Corona-Epidemie. 35 Migranten waren positiv auf das Virus getestet worden. Sie sind im Gefolge des Grossbrandes untergetaucht und könnten Tausende andere Menschen anstecken. Die Polizei habe nur acht von ihnen aufgreifen können, teilte die Regierung mit.

Eine Fähre, die «Blue Star Chios», wurde am Donnerstagvormittag in einem Hafen im Westen der Insel erwartet. Dieses Schiff soll rund 1000 Migranten aufnehmen. Andere Migranten sollen in den nächsten Tagen von zwei Schiffen der griechischen Kriegsmarine aufgenommen werden. (sda)

Könnte es auch sein, dass das Feuer versehentlich ausbrach und sich durch den Wind schnell verbreitete?
Ja, auch das ist möglich. Es gab immer wieder kleinere Feuer. Gaskocher explodierten. Oder in einem Zelt fing eine Decke Feuer, die zu nahe an einer Heizung lag. Es war aber von aussen deutlich sichtbar, dass das Feuer an weit entfernten Stellen loderte. Es sah so aus, als wäre es gleichzeitig an verschiedenen Orten ausgebrochen.

Auf welche Quellen stützen sich Ihre Aussagen?
Auf Gespräche mit Menschen vor Ort und Informationen aus Chatgruppen. Für mich ist es aber komplett zweitrangig, warum das Feuer ausbrach. Wir haben nun rund 8000 Leute, die obdachlos sind. Es gibt 25 bestätigte Covid-Fälle in Moria. Nachdem 2000 Tests gemacht wurden. Es droht eine Katastrophe.

«Ich befürchte, dass es zu Zusammenstössen zwischen der lokalen Bevölkerung und Rechtsextremen auf der einen Seite und Flüchtlingen auf der anderen Seite kommt.»

Was befürchten Sie?
Dass die Stimmung kippt. Wir haben Leute auf der Insel, die nicht wollen, dass Lesbos in Europa als Hölle gesehen wird. Rechtsextreme kamen auf die Insel und schüren unter den Einwohnern fremdenfeindliche Stimmung. Nun haben wir Tausende Obdachlose Flüchtlinge. Die ziehen dann notgedrungen einen Olivenhain weiter, was einen weiteren Bauern – zu Recht – verärgern wird. Ich befürchte, dass es zu Zusammenstössen zwischen der lokalen Bevölkerung und Rechtsextremen auf der einen Seite und Flüchtlingen auf der anderen Seite kommt.

Was müsste Ihrer Meinung nach getan werden?
Seit März setzen wir uns mit #evakuierenjetzt dafür ein, dass das Camp evakuiert wird. Es wird oft von unbegleiteten Minderjährigen geredet, die in die Schweiz kommen dürfen. Dabei ist das keine Humanitäre Geste sondern eine Pflicht, welche die Schweiz gemäss dem Dublin-Vertrag sowieso hat. Man müsste zudem nicht nur Kinder, sondern auch besonders verletzliche Frauen evakuieren. Es kann nicht sein, dass traumatisierten Frauen auch noch die Vergewaltigung in einem überfüllten Camp droht. Wir haben eine Situation wie nach einem Erdbeben. Eine Katastrophensituation. Europa müsste Griechenland unterstützen. Wenn sich in Umbrien ein Erdbeben ereignet, würde ganz Europa am nächsten Tag Häuser bauen. So sollte auch jetzt gehandelt werden.

Aber Griechenland scheint, das Problem alleine lösen zu wollen.
Das ist noch nicht restlos bestätigt. Das Problem ist aber, dass weder Griechenland noch Europa oder die Schweiz in Lesbos humane Zustände will. Die katastrophalen Zustände sollen Flüchtlinge davon abhalten, überhaupt in Richtung Europa aufzubrechen. Es geht um Abschreckung.

Kundgebungen in Zürich und Bern geplant

Die Organisationen Seebrücke Schweiz, Rise against borders, Juso Zürich, Be a robin!, GAP, Evakuieren Jetzt und Exit Racism Now haben nach den Bränden im griechischen Flüchtlingslager Moria zu einer Demonstration am Donnerstagabend beim Landesmuseum Zürich aufgerufen.

«Wir sind wütend und fordern die sofortige Evakuierung aller Lager», heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Donnerstag. Die katastrophale Situation Flüchtlingslager sei seit langem bekannt gewesen und es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es zur Katastrophe komme. Weitere Spontandemonstrationen sind laut Mitteilung auch auf den Bahnhofplätzen in Luzern und Bern geplant.

Die Juso Schweiz wiederum fordert einen «kompletten Paradigmenwechsel in der europäischen und schweizerischen Migrationspolitik» und die «sofortige Aufnahme» von 13’000 Geflüchteten aus Griechenland, wie sie in einer Mitteilung vom Mittwochabend schreibt. Die Jungsozialisten haben ebenfalls zur Protestkundgbebung auf dem Bahnhofplatz in Bern aufgerufen. (dpo/ch media)

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Pilotprojekt: Bauern stellen Flüchtlinge ein

Sommaruga auf der griechischen Flüchtlingsinsel Lesbos

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123Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • black-bird 10.09.2020 20:57
    Highlight Highlight wenn ich mir die kommentare hier so durchlese kommt mir das heulen... danke all denen die noch an das gute im menschen glauben und nicht alle in den selben topf wefen... euch braucht die welt! ♥️
  • Locutus70 10.09.2020 16:25
    Highlight Highlight Es ist alles andere als zweitrangig. Wir wollen keine Brandstifter hier in der Schweiz haben!!!
  • Hausmeister krause 10.09.2020 16:07
    Highlight Highlight Ist schon krass, die Nobelpreisträger von 2015 sind die Rassisten 2020...
  • EarlofGrey 10.09.2020 14:24
    Highlight Highlight Bei all den Kommentaristen hier muss also vermutet werden, dass es nicht wenige gibt, die ihr eigenes Haus anzünden würden, wenn sie das Gefühl haben, die Versicherung würde ein neues bezahlen.
    Lässt tief blicken...

    Hey Watsons: Wenn Euch jemand mal fragt wie "brigading" in Euren Kommentarspalten aussieht, habt Ihr jetzt ein blendendes Beispiel mit diesem Artikel. Hier feiern ja die 30er Jahre fröhliche Urständ'! Na ja zumindest haben sich die Rechts-Trolle mal auf eine neue Website gewagt.
    • Amarillo 10.09.2020 16:02
      Highlight Highlight Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Falls die Brände tatsächlich von den Migranten gelegt worden sind, so haben die nicht "ihr" Haus angezündet, sondern ein von anderen aufgebautes Lager, aus welchem sie lieber heute als morgen wegziehen möchten. Und wo sie davon ausgehen können, dass ihre Situation durch den Brand eher verbessert als verschlechtert wird, weil sie damit ihrem Ziel "Europa" evtl. näherkommen. Vergleichbar wäre das noch am ehesten mit einer Gefängnisrevolte, bei welcher die Insassen den Laden abfackeln.
  • Vanessa_2107 10.09.2020 12:19
    Highlight Highlight Ja und auf dem Schiff sind dann 1000 Menschen eng aufeinander...
    • Fairness 10.09.2020 15:58
      Highlight Highlight Bei (Luxus-LKreuzfahrten sind es noch mehr.
    • Vanessa_2107 11.09.2020 01:06
      Highlight Highlight Die 1000 Menschen sind ja nicht zum Vergnügen auf dem Schiff, ich dachte eher an Corona...
  • Amarillo 10.09.2020 12:18
    Highlight Highlight Wie die Flüchtlingshelferin sagt, ist es eine Situation wie nach einem Erdbeben. Damit ist auch ein Teil der Lösung gegeben: Sofort Material für Zelte / Unterkünfte / Wasserversorgung etc. herankarren. Der andere "Teil" dürfte schwieriger sein, nämlich a) die Vergrösserung des Lagers b) die zügigere Behandlung von Asylgesuchen c) die Rückführung von Personen, welche keine Asylgründe geltend machen können. Punkt c) ist aber nicht nur auf Lesbos das eigentliche Problem. Und Pt. d) wäre dann, denjenigen mit Asylgründen auch Asyl zu gewähren.
  • Borki 10.09.2020 11:53
    Highlight Highlight An all die "Selber-Schuld" Kommentar-Schreiber hier: Ich fände es auch unerträglich, wenn tatsächlich einige Flüchtlinge hinter den Bränden stecken sollten, um Europa zu erpressen.

    ABER: Niemand wird bestreiten, dass es da ganz, ganz viele Menschen gibt, die überhaupt nichts mit den Bränden zu tun haben. Man kann doch die nicht in Sippenhaft nehmen. Das verstösst gegen jedes anständige menschliche Gefühl in einem!!!
    Mindestens der Status quo vor den Bränden muss sehr, sehr schnell wieder erstellt werden.
    • walsi 10.09.2020 12:17
      Highlight Highlight Das Leute in Sippenhaft genommen werden ist doch heute völlig normal. Nennt sich heute einfach cancel culture.
    • Horobar 10.09.2020 12:30
      Highlight Highlight Ich weiss nicht ob es dir auffällt, aber es gibt einen hauchdünnen Unterschied zwischen verzweifelten Flüchtlingen und Künstlern die ins Kreuzfeuer des I-Net-Mobs geraten sind. Btw das leugnen realer Problene und humanitärer Katastrophen geht wohl auch unter Cancel Culture.
    • SeboZh 10.09.2020 13:12
      Highlight Highlight Borki, sie schreiben dies. Als wäre es noch nie geschehen. Genau in Moria hat man mit solchem Vorgehen bereits Erfahrung gemacht. Solange man die Ankunftsstaaten so alleine lässt mit der ganzen Situation wird es wohl keine Lösung geben
  • Horobar 10.09.2020 11:18
    Highlight Highlight Sorry für die direkten Worte, aber bei manchen dieser Kommentare kriege ich das nackte Grauen.
    Selbst wenn die Bewohner des Lagers die Feuer selbst angezündet haben, spielt das absolut keine Rolle! Europa ist der grösste und wirtschaftsmächtigste Teil der Welt und schafft es nicht Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen?
    Eure naive Heidi-Welt existiert nicht mehr, wir müssen endlich erwachsen werden und uns um anstehnde Probleme kümmern, Gopferdammisiäch!
    • Glaedr 10.09.2020 12:36
      Highlight Highlight Mit dem underen teil haben sie recht.
      Nur sind sie es der erwachsen werden muss und eben ihre naive Welt existiert nicht.
      Es spielt sehr wohl eine Rolle wer das Feuer verursacht hat.
      Waren es Extremisten muss man die bestrafen und die Flüchtlinge besser schützen.
      Waren es die Flüchtlinge, so darf man sie nicht dafür belohnen.
      Wollen sie wirklich das der Schlüssel nach Europa verbrannte Menschen sind?
    • Bee89 10.09.2020 12:43
      Highlight Highlight Danke, noch jemand mit etwas Empathievermögen.
      Vielleicht sind auch einfach die horrenden Zustände (viel zu viele Menschen auf viel zu kleinem Raum) Schuld am Brand!
      Herrgott das sind Menschen, die teilweise sowieso schon total verzweifelt sind und alles verloren haben.
      Natürlich gibt es ein paar, die sich darunter schleichen. Aber echt, einige Kommentare hier sind echt schlimm
    • SeboZh 10.09.2020 13:14
      Highlight Highlight Sorry, aber weder ist europa der grösste Kontinent noch können wir in europa alleine alle Probleme auf der Welt lösen. Und doch macht es einen Unterschied ob die Feuer gelegt wurden oder nicht. Aber das ist wieder ein anderer Punkt
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 10.09.2020 11:06
    Highlight Highlight Dass im Allgemeinen von einer Kollektivhaft für die 12‘000 Menschen gesprochen wird, als hätten alle das Feuer gelegt, als wären alle dafür verantwortlich und nicht etwa ein paar wenige einzelne - was soll das!?

    Die Zustände in Moria sind schon seit Jahren ein Trauerspiel - spielt aber ja auch keine Rolle, solange man von der warmen Stube aus seine verächtliche Meinung schreiben kann, ist doch alles gut - oder liebe ach so mitfühlsame Schreiberlinge?

    • Korrektur 10.09.2020 14:11
      Highlight Highlight BT

      Mach es dir bitte nicht so einfach!
    • JaneSodaBorderless 10.09.2020 16:41
      Highlight Highlight Better Trap reflektiert, im Gegensatz zu dir Holland, die Situation.
      Alle in einem Topf schmeissen, im Kollektiv verleumden und bestrafen und die humanitäre, menschenunwürdige Katastrophe negieren und nix tun - das ist simple und billig!
      Und dies alles auf Kosten von schutzbedürftigen Menschen auf der Flucht.
      Wo bleibt die Empathie? Wo die Menschlichkeit?

    • Korrektur 10.09.2020 17:20
      Highlight Highlight Jane

      In einem ehrlichen Nein, liegt in diesem Fall mehr Empathie und Menschlichkeit als in einem unmöglichen und verantwortungslosen „ihr könnt alle kommen“.
  • BetterTrap 10.09.2020 10:58
    Highlight Highlight 5000 Kinder und die watson-community interessierts wer das Feuer gelegt hat.

    Ich könnte kotzen.

    Menschenrechte sind halt auch nur Menschenrechte wenn die Menschen weiß sind oder?
    Erbärmlich was hier in der Kommentarspalte passiert.
  • 7ingenious 10.09.2020 10:44
    Highlight Highlight Tendenziöse Falsch-Aussage:
    Das Zitat: ". ..Dabei ist das keine Humanitäre Geste sondern eine Pflicht, welche die Schweiz gemäss dem Dublin-Vertrag sowieso hat..." ist falsch!

    Im Schengen-Dublin Vertrag gibt es KEINE verpflichtende Bestimmung, dass die Schweiz Flüchtlinge aufnehmen muss, welche aufgrund schlechter Zustände in einem Lager ihr Dasein fristen.
  • drüber Nachgedacht 10.09.2020 10:28
    Highlight Highlight Grundsätzlich sollte Grichenland endlich unterstützt werden, diese Lager zu leeren. Und zwar mit sofortiger Ausschaffung der Personen, die kein Anrecht auf Asyl haben und der Verteilung der Asylanten die aufnameberechtigt sind.
    Wenm dies effizient funktioniert wird es sich schnell herumsprechen, dass man nur noch als "richtiger" Flüchtling nach Europa kommt.

    Leider haben rechtspopulistische Regierungen daram kein Interesse, da damit ihr Wahlthema vom Tisch wäre.
  • Miau 10.09.2020 10:23
    Highlight Highlight Und was wäre dein persönlicher Fluchtgrund? Wenn du dir diese Frage eingehend stellst, merkst du vielleicht, dass Armut, Zwangsmilitarisierung oder fehlende Rechtssicherheit ein Fluchtgrund auch für dich wären. Und dann möchtest du auch nicht pauschal als Wirtschaftsflüchtling abgetan werden.

    Wir sollten lernen, die Entscheidung von Individuen zu akzeptieren, ihr Land zu verlassen, so wie wir das auch für uns selber einverlangen würden, wenn wir in derselben Situation wären. Wir sind keine besseren Menschen.
    • walsi 10.09.2020 10:29
      Highlight Highlight Flucht vor Armut ist per Definition ein wirtschaftlicher Grund.
    • Maya Eldorado 10.09.2020 11:19
      Highlight Highlight Bis zum 1. oder 2. Weltkrieg war auch die Schweiz ein Auswanderungsland und zwar wegen Armut, also auch Wirtschaftsflüchtlinge.
      Zwei meiner Grosstanten waren auch davon betroffen. Sie wanderten im zarten Alter von 14 und 15 Jahren aus. Ihr Besitz: Den Rock den sie anhatten und in einem Bündel einen zweiten Rock und die Schuhe, die nur für spezielle Situationen angezogen wurden.

      Es war auch bekannt, dass Gemeinden, deren Familien von der Fürsorge abhängig waren, ein Einfachbillet nach Argentinien; Mexiko oder sonstwo bezahlt wurde, weil das billiger ar als durchfüttern.
    • Magos 10.09.2020 11:27
      Highlight Highlight Danke für diesen Kommentar. Ich wünschte mich auch, mehr Leute würden sich auch nur eine Sekunde bemühen, die Lage der Flüchtenden zu verstehen. Was müsste mir passieren, dass ich meine Heimat verlasse und diese wahnsinnigen Bedingungen auf mich nehme, in der Hoffnung auf ein besseres Leben? Was auch immer Du dir gerade ausdenkst, das ist für die Fliehenden Realität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 10.09.2020 10:20
    Highlight Highlight Nimmt man schutzbedürftige Frauen und unbegleitete Minderjährige auf, ist das humanitär und verantwortbar und machbar. Es ist auch ein Zeichen für den Schutz von wirklich Schutzbedürftigen und - wenn man so will - gegen Erpressung.
    • Autokorrektur 10.09.2020 11:10
      Highlight Highlight Und was ist mit den schutzbedürftigen Männern? 🤨
    • CalibriLight 10.09.2020 12:18
      Highlight Highlight Unbegleitete Minderjährige sind fast alle männlichen Geschlechts.
      Aber ich bin natürlich offen für andere Vorschläge.
    • Lupo Lupus 10.09.2020 14:09
      Highlight Highlight "Es ist auch ein Zeichen für den Schutz von wirklich Schutzbedürftigen und - wenn man so will - gegen Erpressung."

      Wo ist da der Schutz gegen Erpressung? Wenn, wir jetzt solche Leute aufnehmen, gehen wir auf die Erpressung ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lupo Lupus 10.09.2020 09:42
    Highlight Highlight Falsch, die Schweiz ist gemäss Schengen/Dublin nicht verpflichtet diese Leute aufzunehmen, es gibt keinen Verteilschlüssel. Grundsätzlich ist das Land zuständig, in dem die Leute die Schengenaussengrenze übertreten, davon gibt es ein paar Ausnahmen. Es existiert jefoch kein Passus, der die Schweiz verpflichtet, irgendwelche Leute aus Griechenland zu übernehmen, wenn dort schlechte Zustände herrschen.

    Wenn die Leute ihre Unterkünfte anzünden ist die Absicht klar, darauf darf man auf keinen Fall eingehen. Zelte verteilen oder zurückführen.
  • Gubbe 10.09.2020 09:40
    Highlight Highlight Kriegsgeschädigte und Verfolgte gehören nicht mit Wirtschaftsflüchtlingen zusammen. Da gehen die Interessen auseinander. Es gibt auch die Mär vom gut ausgebildeten Migranten. In seinem Stammland hat er mal einen Reifen gewechselt. Hier angekommen, ist er Automechaniker. Statt mit fürsorglicher Mine einen Fond zu gründen, wäre auf die Jahre gesehen, eine Ausbildung für Afrikaner in deren Land effektiver und günstiger. Was wir seit Jahrzehnten tun, ist, die Hohle Hand wieder zu füllen. Der Füller ist stolz, der Nehmer bindet sich die Krawatte.
    • Firefly 10.09.2020 10:09
      Highlight Highlight Keine Sorgen, die Steuerflüchtlinge kommen nicht in die Lager, die werden von den Kantonen angeworben.
    • geissenpetrov 10.09.2020 10:45
      Highlight Highlight @Gubbe
      «Statt mit fürsorglicher Mine einen Fond zu gründen, wäre auf die Jahre gesehen, eine Ausbildung für Afrikaner in deren Land effektiver und günstiger.»

      Das Problem ist die vorherrschende Ideologie im Westen. Freihandelsverträge, Zollfreiheit, Deregulierung, Kapitalabfluss, Devisenspekulation, Strukturreformen, Verschuldung... Alles Punkte einer neoliberalen Agenda.
      Möchte man, dass sich nachhaltig etwas ändert und die Menschen in der südlichen Hemisphäre wieder eine echte Perspektive haben (die nicht Migration lautet) müssten wir diese Ideologie anfangen in Frage zu stellen.
    • Lupo Lupus 10.09.2020 11:57
      Highlight Highlight Firefly / Was ja auch richtig ist, schliesslich leben wir gut davon. Ob die in ihren Ländern dann keine Steuern zahlen spielt keine Rolle. Die anderen Länder machen entweder etwas falsch oder sie haben selber Steueroasen wie Luxemburg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chäsli 10.09.2020 09:04
    Highlight Highlight Was sagt die Mini AlbertSchweizerFrau, dass es zweitranigig ist warum das Lager brennt ?
    Was wir nicht brauchen, sind Leute von sogenannten Hilfswerken die uns sagen was wir denken dürfen.
    • Firefly 10.09.2020 09:51
      Highlight Highlight Sie sagt nicht, was sie denken dürfen sondern sie sagt, was sie denkt und das ist ihr gutes Recht. Tut nicht immer so als würdet ihr in einer Diktatur leben! Und übernehmt endlich mal Verantwortung für die Privilegien die euch zuteil werden.
    • mstuedel 10.09.2020 14:28
      Highlight Highlight Die Frau hat mit dieser Aussage absolut recht, denn egal ob das Feuer von ein paar Wirrköpfen im Lager oder von Rechtsextremen gelegt wurde, Opfer dieses Verbrechens sind in erster Linie die 8'000 Flüchtlinge, welche damit das wenige verloren haben, was ihnen noch auf der Flucht geblieben ist. Und diesen gilt es nun zu helfen.
  • Snowy 10.09.2020 09:01
    Highlight Highlight Eine extrem verzwickte Lage.

    Eine richtige Lösung, welche allen Ansprüchen gerecht wird, gibt m.E. es nicht.

    Holt man nun alle Menschen nach Europa - darunter viele junge Männer aus Nordafrika, welche keine Chance haben hier langfristig Asyl zu erhalten, dann schafft man einen weiteren Präzedenzfall: Ein brennendes Lager ist das Ticket nach Europa. Ein absolut verheerendes und falsches Signal.

    Tun wir nichts, riskieren wir eine noch grössere humanitäre Katastrophe und radikalisieren die Menschen vor Ort noch weiter.

    Eine unmögliche Situation.
    • Snowy 10.09.2020 09:07
      Highlight Highlight Wichtig wäre, mittels Hilfe vor Ort und einem gerechten Wirtschaftssystem (Stichwort Zölle) dafür zu sorgen, dass diese Menschen gar nicht erst nach Europa migrieren wollen.
    • maylander 10.09.2020 13:41
      Highlight Highlight @Snowy

      Glaub mir irgendwelche Zölle sind noch das kleinste Problem.

      Nachhaltige Hilfe würde Generationen lang dauern und auf eine sanfte Kolonisierung hinausgehen. Macron macht da schon mal erste Schritte.
    • Snowy 10.09.2020 14:05
      Highlight Highlight Mit Hilfsgütern und Zahlungen in Hilfsprojekte und Spenden haben wir es nun beinahe ein Jahrhundert versucht: Ohne Erfolg - ja sogar teilweise mit dem Effekt, dass sich die Situation verschlechtert hat, da eigene Industrie verunmöglicht wird (Bsp Altkleider, welche Tonnenweise nach Afrika verschifft werden. Dito unsere Fleischabfälle).

      Ich bleibe dabei: Es führt kein Weg über fairen Handel. Da sind Zölle ein ganz wichtiger Punkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ehrlich 10.09.2020 08:57
    Highlight Highlight Sorry, es ist nicht zweitrangig warum das Feuer ausgebrochen ist. Wenn ich belohnt werde für eine Straftat, was lerne ich daraus?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 10.09.2020 08:51
    Highlight Highlight Vollste Bewunderung mit all den Orgas und Privatpersonen, die schon seit Monaten trotz Schikane und tätlichen Angriffen von Rechtsextremen alles dafür tun, das Elend der Menschen im Camp wenigstens ein Bisschen erträglicher zu gestalten.

    Einen Asylantrag zu stellen, ist ein Menschenrecht. Dublin überlastet die Länder an den EU-Aussengrenzen, die verteilt auf alle Dublin-Staaten ein Klacks wäre und verunmöglicht die Bearbeitung der Asylanträge. Ergo führt Dublin zu Menschenrechtsverletzungen und gehört gekündigt.
    • Me, my shelf and I 10.09.2020 11:07
      Highlight Highlight *Dublin überlastet die Länder an den EU-Aussengrenzen mit einer unbewältigbaren Menge an Asylanträgen, die [...]
    • Hier Name einfügen 10.09.2020 11:19
      Highlight Highlight Das Recht auf Asyl war nie dazu gedacht, als Recht auf freie Wohnsitzwahl missbraucht zu werden. Es geht darum politisch Verfolgten zu helfen, nicht wirtschaftlich Benachteiligten.
    • Me, my shelf and I 10.09.2020 14:12
      Highlight Highlight Einen AsylANTRAG dürfen alle stellen. Wer die Bearbeitung eines Asylantrages verunmöglicht, schliesst von Anfang an auch politisch Verfolgte aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Evan 10.09.2020 08:43
    Highlight Highlight Wenigstens muss nun eine Lösung gefunden werden - hoffentlich eine nachhaltige und menschenwürdige.
    • maylander 10.09.2020 08:52
      Highlight Highlight Mehr als ein neues Lager mit Brandkorridoren darf man sich nicht erhoffen.
    • Autokorrektur 10.09.2020 08:58
      Highlight Highlight Vergiss es. Nichts wird sich ändern.
    • Elephant Soup slow cooker recipes 10.09.2020 10:13
      Highlight Highlight Evan wird geblitzt, weil er sich dazu äussert, dass menschenwürdige Lösungen gefunden werden sollten. Ich verstehe die Kommentarspalten zu diesem Thema zur Zeit nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.09.2020 08:40
    Highlight Highlight #evakuierenjetzt...könnte auch heissen, man evakuiert die Menschen dorthin woher sie kommen und gibt ihnen in ihrem Herkunftsort entsprechend hilfe.
    • bokl 10.09.2020 09:43
      Highlight Highlight SuperIdee. Warum ist darauf noch niemand gekommen.

      Ein menschenwürdiges Lager für x-Tausend Migranten kriegen wir nicht gebacken. Also befrieden wir einfach schnell Afghanistan, Syrien und den Irak und bringen die Wirtschaft dort in Schwung ...
    • Firefly 10.09.2020 09:55
      Highlight Highlight Und wer begleitet sie dort hin woher sie kommen? Sie?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.09.2020 10:05
      Highlight Highlight @bokl...andere Lösungen brauchen auch ihre Zeit. Vermutlich bin ich darauf gekommen, weil ich nicht linear ideologisch denke, sondern menschlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bündn0r 10.09.2020 08:26
    Highlight Highlight Ganz so unwichtig ist die Frage nicht. Sie macht den Unterschied zwischen Menschen und Erpresser in Not.
    Mehrere Brandherde, gleichzeitiges erscheinen während Protesten und "Wiederaufflammen" an bis anhin verschonten Orten klinngt für mich fest nach organisierter Brandstiftung.
    Mit Erpressern verhandelt man nicht. Vorher sollten wir die Menschen aus den anderen zahlreichen überfüllten Lagern einfliegen.
    • maylander 10.09.2020 11:31
      Highlight Highlight Was können denn die Menschen aus anderen Lagern dafür?

      Man muss endlich aussieben Vergewaltiger, Brandstiftet und andere Kriminelle gehören im Schnellverfahren abgeurteilt, eingesperrt und abgeschoben.
      Dann kann man endlich den echten Flüchtlingen besser helfen.
    • Shabbazz 10.09.2020 11:45
      Highlight Highlight Eine Frage, es waren ja sicherlich nicht alle Flüchtlinge im Lager beteiligt. Wenn also 10-50 Migranten den Brand gelegt haben, sie die anderen 7'950 bis 7'990 Flüchtlinge die nichts mit der Brandstiftung zu tun haben auch "Erpresser"?
    • Bündn0r 10.09.2020 15:41
      Highlight Highlight 10-50 zünden nicht das Hab und Gut aller gegen den Willen von 8000 an, insbesondere nicht tagsüber im Beisein aller. Massive Gegenwehr und Löschversuche müssten vorprogrammiert sein.
      Alle sind wohl kaum involviert, aber ein Grossteil wird zumindest durch Mittäterschaft oder Billigung ebenfalls involviert gewesen sein. Und ja, auch das macht dich zum Erpresser.
  • Notabik 10.09.2020 08:24
    Highlight Highlight Ich finde es überhaupt nicht zweitrangig, wie genau dieses Feuer ausgebrochen ist. Ich zünde ja schliesslich auch nicht meine Wohnung an, darauf spekulierend, dass ich danach in ein Einfamilienhaus umziehen kann.
    • who cares? 10.09.2020 09:42
      Highlight Highlight Wohnung? Da wird in Zelten gehaust, ohne Isolation, ohne Schutz. Als Frau musst du fast davon ausgehen, vergewaltigt zu werden, du kannst dich weder einschliessen, noch die Polizei rufen. Dein Hab und Gut ist ebenfalls nicht sicher. Absolut ekelhaft, dein Kommentar.
    • Notabik 10.09.2020 10:33
      Highlight Highlight @ who cares?

      Vergewaltigt zu werden von wem? Von den Brandstiftern? Von den Leuten, die zukünftig in unserer Gesellschaft mitbestimmen wollen? Wir müssen uns schon sehr genau überlegen, wem wir genau Schutz bieten in Europa. Sonst sind unsere Errungenschaften schon bald Makulatur.
    • mutorintemporibus 10.09.2020 10:42
      Highlight Highlight "Als Frau musst du fast davon ausgehen, vergewaltigt zu werden, du kannst dich weder einschliessen, noch die Polizei rufen. " - von den so bedauernswerten Mitflüchtlingen, die doch nur ein menschenwürdiges Leben suchen und Europa mit ihren Qualifikationen bereichern?

      Einfache Lösungen gibt es nicht.
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  • Korrektur 10.09.2020 08:18
    Highlight Highlight Das Problem bleibt unlösbar. Wir können es nicht durch „aufnehmen“ beheben.

    Im Gegenteil

    Je mehr wir nach Europa lassen, um so mehr machen sich auf den Weg dahin.

    Und es sind hunderte Millionen die kommen wollen:

    https://www.google.ch/amp/s/amp.welt.de/politik/ausland/article174796884/Millionen-Fluechtlinge-aus-Afrika-Zweite-Phase-der-Migration-hat-laengst-begonnen.html

    Wir müssten den Leuten klar sagen, dass es keinen illegalen Weg nach Europa gibt. Aber die EU ist handlungsunfähig.
    • geissenpetrov 10.09.2020 10:14
      Highlight Highlight "Je mehr wir nach Europa lassen, um so mehr machen sich auf den Weg dahin."

      1. Sind diese Menschen bereits auf europäischem Boden und daher gelten unseren Gesetze.
      2. Ist diese Aussage eine Lüge. Abschreckung in Form von prekären Zuständen in Lagern oder auch das Ertrinkenlassen zeigen doch deutlich, dass Abschreckung auf die Pullfaktoren keine Auswirkungen haben.

      Solche hetzerische Kommentare sind unangemessen, angsichts der Not dieser Menschen. Schäm Dich!
    • Korrektur 10.09.2020 13:06
      Highlight Highlight geissen
      Ich soll mich schämen? Und wofür? Das ich versuche Verantwortung über meine Gefühlswelt zu übernehmen? Du scheinst von deinen Emotion gesteuert und nimmst dir noch das Recht heraus, andere zu beleidigen. Ja klar..deine Haltung ist die Bessere, nicht war? Aber in Wirklichkeit würde deine "nach mir die Sintflut"-Mentalität ganz Europa ins Elend stossen.
      Aber es macht nichts. Leute wie du können offenbar nicht soweit denken. Aber ...Hauptsache Emotionen...
    • geissenpetrov 10.09.2020 15:27
      Highlight Highlight @Hollands Hope
      Erst undifferenzierte Hetzen und dann beleidigt sein. Scheinbar hast Du mühe Deine «Emotionen» und Deine «Gefühlswelt» zu kontrollieren, oder aber – und was wahrscheinlicher ist, möchtest gerne vom Inhalt ablenken.

      «Aber in Wirklichkeit würde deine "nach mir die Sintflut"-Mentalität ganz Europa ins Elend stossen.»

      Auf was nimmst Du hier Bezug? Alles was ich bisher gemacht habe, war, die gröbsten Falschaussagen Deinerseits richtigzustellen.
  • Joe Hill 10.09.2020 08:18
    Highlight Highlight Sorry, aber langsam aber sicher ist die Nächstenliebe aufgebraucht. Man kann nicht das eine Lager bewusst niederbrennen und dann erwarten subito in ein besseres "evakuiert" zu werden. Ganz abgesehen davon, dass die Herkunftsländer durchaus wieder au dem Weg zur Stabilisierung sind und man darum die Menschen genauso gut wieder repatriieren könnte.
    • Firefly 10.09.2020 09:56
      Highlight Highlight Nächstenliebe wahr wohl nie vorhanden.
  • Rosskastanie 10.09.2020 07:49
    Highlight Highlight Die NGOs sind ja geradezu erpicht darauf, dass die Situation eskaliert dort unten. Mir passt das nicht, dass sich diese Organisationen als "eigenständige Staaten" innerhalb von Europa auspielen und sagen wollen wos langgeht, sorry. Wenn jetzt die "Schleusen" gen Europa erneut wie 2015 geöffnet werden, dann kippt die Stimmung in Europa schneller, als das den Rechten lieb ist. Und auch in der EU ist man sich nicht einig. Deutschland prescht vor, Norwegen nimmt 50 auf, Österreich sagt "nein" zur Aufnahme von Flüchtlingen und sogar die Niederlande lehnen eine Aufnahme ab...auch wegen Covid-19.
  • Hier Name einfügen 10.09.2020 07:46
    Highlight Highlight Es ist eben nicht zweitrangig wieso das Feuer ausbrach. Warum sollten wir jemandem aus der Not helfen, wenn er sich vorsätzlich in die Notsituation gebracht hat?
    • who cares? 10.09.2020 09:42
      Highlight Highlight Du denkst, alle 8'000 haben das Lager zusammen angezündet?
    • Firefly 10.09.2020 10:06
      Highlight Highlight Die Not war schon vorher da.
    • Panna cotta 10.09.2020 11:46
      Highlight Highlight Die Rega macht das in den Alpen jeden Tag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 10.09.2020 07:39
    Highlight Highlight Wieso bringt man sie nicht auf rumstehenden Kreuzfahrtschiffen, die sowieso durch e-Modelle ersetzt werden müssen oder sollten, unter?
    • neutrino 10.09.2020 07:54
      Highlight Highlight Zahlst du den Unterhalt dieser Schiffe dann? Oder kennst du jemand, der es zahlt - deine Gemeinde vielleicht?

      Das ist das Problem und Antwort auf deine Frage.
    • bokl 10.09.2020 08:06
      Highlight Highlight Was für krasses Kraut rauchst du am Morgen?
    • Fairness 10.09.2020 08:19
      Highlight Highlight @bokl
      Trinke Kaffee! Du anscheinend nicht.

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