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Einen guten Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen, ist nicht immer einfach. Bild: shutterstock

OECD-Ländervergleich

Die Schweizer haben 14,98 Stunden Freizeit pro Tag – in anderen Ländern wird deutlich weniger geackert

Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit, Beliebtheit: Die Schweiz belegt bei Länderrankings oft einen der vordersten Plätze. Geht es jedoch um die Work-Life-Balance, schneiden wir ziemlich schlecht ab.

Publiziert: 17.02.15, 10:24 Aktualisiert: 17.02.15, 10:57

Mit ihrem «Better Life Index 2014» beurteilt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre 34 Mitgliedstaaten – und zusätzlich Brasilien und Russland – anhand von elf verschiedenen Kategorien. Ziel ist es, das gesellschaftliche Wohlergehen in den jeweiligen Ländern abzubilden. 

Wie geht es der Schweizer Bevölkerung?
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Eine Gesamtnote gibt es nicht. Auf der interaktiven Homepage kann man selber wählen, wie viel einem die einzelnen Faktoren Wert sind – und in welchem Land man somit am ehesten glücklich würde.

Knapp 15 Stunden Freizeit

Während unser Land bei den unterschiedlichsten Ländervergleichen regelmässig einen der vordersten Plätze belegt, ist dies beim «Better Life Index» in vielen Kategorien nicht der Fall.

Eines der schwächsten Ergebnisse liefert die Schweiz beim Thema Work-Life-Balance ab:

Platz 1: Dänemark Wikipedia
Platz 2: Spanien Wikipedia
Platz 3: Belgien
Platz 4: Niederlande Wikipedia
Platz 5: Norwegen Wikipedia
Platz 6: Schweden Wikipedia
Platz 7: Deutschland
Platz 8: Russland Wikimedia
Platz 9: Irland Wikipedia
Platz 10: Luxemburg Wikimedia
Platz 11: Ungarn Wikipedia
Platz 12: Frankreich Wikipedia
Platz 13: Italien Wikipedia
Platz 14: Finnland Wikipedia
Platz 15: Estland
Platz 16: Slowakei Wikipedia
Platz 17: Griechenland Wikipedia
Platz 18: Tschechien Wikipedia
Platz 19: Schweiz Wikipedia
Platz 20: Portugal Wikipedia

So kommt das Resultat zustande

Um abzuschätzen, wie es um das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Freizeit in den untersuchten Ländern steht, wurden zwei Werte ermittelt:

  1. Wie viel Prozent der Arbeitskräfte arbeiten überdurchschnittlich viel – das heisst mehr als 50 Stunden pro Woche?
  2. Wie viele Stunden pro Tag bleiben den Menschen für Freizeitaktivitäten und das persönliche Wohlbefinden (dies impliziert auch Grundbedürfnisse wie Essen und Schlafen)?

Bei der ersten Frage schneidet die Türkei besonders schlecht ab: Über 43 Prozent der Beschäftigten arbeiten dort mehr als 50 Stunden pro Woche. Es folgen Mexiko mit knapp 29 Prozent und Israel mit fast einem Fünftel der Erwerbstätigen. In der Schweiz liegt der Anteil bei 7,3 Prozent. Verglichen mit vielen anderen OECD-Staaten ist dies noch immer ein hoher Wert.

In Bezug auf die zweite Frage sieht es so aus: Gemäss den Zahlen der OECD wenden Männer und Frauen ähnlich viel Zeit für Freizeitaktivitäten auf. In der Schweiz bleiben den Menschen dafür 14,98 Stunden pro Tag – kein besonders guter Wert. In Dänemark und Spanien beispielsweise sind es mehr als 16 Stunden.

Von Rang 1 bis Rang 34 ist alles dabei

Bei den restlichen zehn Kategorien zeigt sich ein sehr gemischtes Bild für die Schweiz: Bei den Themen «Lebenszufriedenheit» und «Beschäftigung» belegt unser Land beispielsweise Rang 1. Welche Bewertungen die Schweiz in den restlichen Kategorien erhalten hat und wo sie im Vergleich zu den anderen Ländern steht, zeigen die folgenden Grafiken.

Platz 1 für die Schweiz

Lebenszufriedenheit

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Beschäftigung

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Platz 2 für die Schweiz

Einkommen

Daten: OECD; grafik: Infogram

Platz 3 für die Schweiz

Gesundheit

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Platz 6 für die Schweiz

Sozialer Zusammenhalt

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Platz 13 für die Schweiz

Wohnbedingungen und -kosten

Daten: OECD; grafik: Infogram

Platz 14 für die Schweiz

Umwelt

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Bildung

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Platz 21 für die Schweiz

Sicherheit

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

Platz 32 für die Schweiz

Zivilengagement

Bild: Daten: OECD; Grafik: Infogram

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