Nicht mehr lange, bis die grossen Bayern in Donezk gastieren. Wir zeigen, wie's ausgeht. Bild: EPA/DPA
Schachtjor Donezk steht vor einem der grössten Spiele seiner Klubgeschichte: Die Ukrainer bitten zu Hause den deutschen Rekordmeister Bayern München zum Achtelfinal-Tanz. Für die Fans der Bergbau-Equipe steht ein turbulenter Abend bevor.
In der Ukraine herrscht bei der Vorberichterstattung nicht ganz so akuter Gähn-Alarm wie beim «SRF», deshalb: Punkt 20 Uhr versammelt sich die ganze Familie vor dem Fernseher zum Countdown für den grössten nationalen Sportanlass der jüngeren Geschichte.
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Vor dem Anpfiff um 20:45 Uhr wird noch einmal in Erinnerungen geschwelgt: Ein grandioses Highlight-Video von CL-Topskorer und Aushängeschild Luiz Adriano und seinen neun Toren in der Gruppenphase flimmert über den Bildschirm.
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Dann geht das Experten-Gehabe los: Grossvater Vladyslav ist felsenfest von einer Zu-Null-Packung für die Bayern überzeugt, während Onkel Bohdan den deutschen Gästen immerhin ein Tor zutraut. Sohn Dmytro ist da etwas rationaler – und macht deutlich, was er von den Ansichten der älteren Garde hält.
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Endlich ist es soweit: Pünktlich wird die Partie in der ausverkauften «Arena Lwiw» angepfiffen. Robben schiebt den Ball zu Müller, das Jahrhundertspiel hat begonnen.
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32 Sekunden später schiebt eben dieser Robben nach Vorarbeit von Schweinsteiger zum 1:0 für die Bayern ein. Konsternation pur bei den heissblütigen Donezk-Supportern.
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Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Nach zwei weiteren Toren von Götze und Alaba führt Schachtjors Fred den Ball nach einer halben Stunde erstmals über die Mittellinie – die Spannung in der ukrainischen Stube ist jetzt greifbar.
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Dann kommt die Euphorie-Bremse Schweinsteiger, grätscht Fred den Ball vom Fuss, schickt Müller in die Tiefe und jubelt anschliessend mit diesem über das 4:0 für die Bayern in der 38. Minute. Die gesamte ukrainische Party-Fraktion vor dem Fernseher so:
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Und Opa Vladyslav so:
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In der zweiten Halbzeit zeigt sich auf dem Platz mehrheitlich das gleiche Bild wie in den ersten 45 Minuten: Bayern spielt und trifft, Donezk gelingen vereinzelte Vorstösse über die Mittellinie. Bei unseren Freunden in der ukrainischen Stube ist die Luft draussen.
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Beim Stand von 6:0 dann die Überraschung: Luiz Adriano tankt sich über die linke Seite durch, umtänzelt Rafinha und lässt Neuer im Tor mit einem Flachschuss keine Chance. Die gesamte ukrainische Party-Fraktion vor dem Fernseher so:
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Und Opa Vladyslav so:
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Doch als kurz vor Schluss Götze noch zum 7:1 erhöht, werden die 13 Brasilianer im Kader von Schachtjor plötzlich um ein Dreivierteljahr zurückversetzt und Erinnerungen an «Mineiraço», den Schock von Mineirão, werden wach: Nicht schon wieder!
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Derweil man sich in der ukrainischen Stube auch nach dem Schlusspfiff noch über den unerhofften Ehrentreffer freut und die selbsternannten Experten bereits vom «Wunder von München» fantasieren. Opa Vladyslav ist sogar fest davon überzeugt – und jetzt schon in Feierlaune.
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Hoffen wir, dass der alte Mann mit seiner Prognose nicht noch einmal auf die Nase fällt.
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