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Shaqiri-Power braucht es in den nächsten Spielen mehr denn je. 
Shaqiri-Power braucht es in den nächsten Spielen mehr denn je. Bild: KEYSTONE
Analyse

Nun muss die Schweiz zeigen, dass sie entscheidende Spiele gewinnen kann

Ein letztes Anrennen noch. Ein letzter verzweifelter Ball hoch vors Tor. Ein letztes bisschen Hoffnung. Und dann die Gewissheit: Die Schweiz verliert 0:2 in Portugal. Nun ist Trainer Petkovic gefordert.  
11.10.2017, 05:1411.10.2017, 08:45
Etienne Wuillemin, lissabon

Der Abend in Lissabon ist eine Enttäuschung. Die Schweizer wollten zeigen, dass sie reif für einen grossen Auftritt sind. Sie wollten zeigen, dass die Siege zuvor kein Zufall waren. Ein Unentschieden hätte gereicht – es gelang nicht. Alles andere wäre nicht verdient gewesen, weil die Schweizer schlicht zu wenig gut waren. Sie hatten nicht eine einzige echte Torchance.

In den Playoffs läuft die Schonfrist ab. Dann muss die Schweiz zeigen, dass sie entscheidende Spiele gewinnen kann.

Im November folgen darum nun die Playoffs. Der Gegner wird am nächsten Dienstag ausgelost. Vier Möglichkeiten gibt es: Schweden, Irland, Nordirland oder Griechenland. Wer nach Hin- und Rückspiel besser ist, fährt im Sommer doch noch an die WM nach Russland.In jedes Duell steigt die Schweiz als Favorit. Doch eines ist klar: In diesen Playoffs läuft die Schonfrist ab. Dann muss die Schweiz zeigen, dass sie entscheidende Spiele gewinnen kann.

Jetzt auf

Ein bisschen kommt es einem bei diesem Schweizer Team vor wie bei einer Autofahrt auf schneebedeckten Strassen. Eigentlich ist man ziemlich sicher, gut ins Ziel zu kommen. Aber man weiss eben trotzdem nie, ob nicht plötzlich das Heck in der nächsten Kurve ausbricht.

Extreme Entwicklung in den letzten Monaten

Das war nix: Steven Zuber konnte gegen Portugal nichts ausrichten. 
Das war nix: Steven Zuber konnte gegen Portugal nichts ausrichten. Bild: KEYSTONE

Über die letzten Monate hat sich diese Nationalmannschaft entwickelt. Sie hat häufig einen Weg gefunden, zu gewinnen. Zehn Siege in Serie waren es vor dem gestrigen Abend, das ist Rekord. Und auch betreffend der Spielidentität waren Fortschritte zu beobachten.

Doch die Wahrheit ist eben auch: Ein richtiger Gradmesser war lange nicht mehr dabei. Die EM war spielerisch gut, das Aus gegen Polen im Achtelfinal bitter. Aber man kann es auch von einer anderen Seite aus betrachten: Ein Sieg gelang nur in einer Partie: gegen Albanien.

Das grosse Glück der Schweiz

Dass Europameister Portugal zum Auftakt der WM-Qualifikation in der Schweiz gastierte, und dabei auch auf den verletzten Ronaldo verzichten musste, war das grosse Glück der Schweiz. Sie hat dieses Glück gut ausgenutzt, neun Siege auf den Rasen gelegt. Es waren viele überzeugende Momente dabei. Das Team hat einige Freude bereitet. Und darum ist jetzt auch bei weitem nicht alles schlecht. Trotz dieser schmerzenden Niederlage.

Gefordert ist in den WM-Playoffs auch Nationaltrainer Vladimir Petkovic. Bis anhin hat er unter Druck gut agiert. Er hat es geschafft, mit seiner ruhigen und souveränen Art der Mannschaft Sicherheit zu verleihen. Es spricht einiges dafür, dass ihm das weiterhin gelingt. Spannend ist es gleichwohl, zu sehen, wie dieses Schweizer Gebilde gebaut ist. Stabil oder fragil. 

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quelle: epa/efe / german falcon
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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tom B.
11.10.2017 07:43registriert November 2016
Nimnt man nur die Spiele gegen namhafte Gegner der letzten Jahre, sieht die Realität wie folgt aus:
Polen 1:1
Frankreich 0:0
Belgien 1:2
England 0:2
Polen 2:2
England 0:2
Argentina 0:1
Frankreich 2:5
8 Spiele, KEIN Sieg...., Torverhältnis 6:15.
Brutal, aber die Realität!!
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Mandelmus
11.10.2017 07:53registriert März 2014
Es fehlte ganz einfach an Mut. Die Körpersprache der Schweizer war von Anfang an unsicher, zurückhaltend, es wurde kaum etwas probiert.
Portugal war nicht übermächtig aber cleverer. So zögerlich hatte die Schweiz nie eine Chance..
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Laut_bis_10
11.10.2017 08:47registriert März 2017
Der Weltranglisten-Siebte hat gegen den Weltranglisten-Dritten verloren. Portugal ist momentan einfach besser.
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