Argentinien
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Rückhalt für umstrittene Präsidentin

Kirchner-Anhänger gehen auf die Strasse

A man takes a selfie with his phone as supporters of Argentina's President Cristina Fernandez de Kirchner gather outside the Argentine Congress during the opening session of the 133rd legislative term of Congress in Buenos Aires, March 1, 2015.  REUTERS/Martin Acosta (ARGENTINA - Tags: POLITICS)

Ein Mann macht ein Foto von sich selber und den vielen Menschen, die an der Pro-Kirchner-Demo teilnehmen. Bild: MARTIN ACOSTA/REUTERS

Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Argentinien für die umstrittene Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Mit Fahnen, Luftballons und Spruchbändern zogen sie vor das Parlament in Buenos Aires, wo die Staatschefin eine im Fernsehen übertragene Rede an die Nation hielt.

Darin pries diese die «Erfolge» ihrer Amtszeit. «Argentinien ist das einzige Land in der Welt, das seine externen Schulden reduziert hat», verkündete Kirchner. Vor ihrem Auftritt im Parlament hatte die Präsidentin die Demonstranten vor dem Gebäude gegrüsst. Auf deren Spruchbändern war unter anderem zu lesen: «Cristina ist das Volk».

Die Kundgebung für die Präsidentin erfolgte gut eine Woche nach einer Massenveranstaltung gegen sie. Bei einem Schweigemarsch hatten am 18. Februar zehntausende Menschen an den unter ungeklärten Umständen verstorbenen Staatsanwalt und Kirchner-Kritiker Alberto Nisman erinnert und damit gegen die Präsidentin Stellung bezogen.

Nisman hatte die Ermittlungen zu einem Anschlag auf die jüdische Wohlfahrtsorganisation Amia geführt, bei dem 1994 insgesamt 85 Menschen getötet wurden. Er machte den Iran für das Attentat verantwortlich.

Mitte Januar wurde der Staatsanwalt tot in seiner Wohnung in Buenos Aires aufgefunden – wenige Stunden vor einer geplanten brisanten Anhörung im Parlament, in der er Kirchner vorwerfen wollte, seine Ermittlungen zu behindern.

Nismans Nachfolger entschied Mitte Februar, den Fall neu aufzurollen und Kirchner und ihren Aussenminister Héctor Timerman formal zu beschuldigen. Am vergangenen Donnerstag aber wies der zuständige Richter den Vorwurf der Strafvereitelung gegen die Präsidentin zurück. (feb/sda/afp)



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