Argentinien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Bericht über Tod von Staatsanwalt

Journalist flieht aus Argentinien



Aus Angst um sein Leben hat ein Journalist, der zuerst über den mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwaltes Alberto Nisman berichtete, Argentinien verlassen. Damian Pachter flog nach argentinischen Medienangaben nach Tel Aviv, wo er am Sonntag ankam.

Pachter, der die israelische Staatsbürgerschaft besitzt und für den «Buenos Aires Herald» arbeitete, hatte am vergangenen Sonntag als erster Journalist via Twitter den Tod des Sonderermittlers Nisman gemeldet. Der Staatsanwalt hatte im Fall des Attentats auf das jüdische Gemeindehaus 1994 auch Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner wegen Verschleierung angeklagt.

Damian Pachter, of the English-language Buenos Aires Herald, prepares to catch a plane at the airport in Buenos Aires, Argentina, Saturday, Jan. 24, 2015. Pachter, the journalist credited with being the first to report the gunshot death of federal prosecutor Alberto Nisman, left Argentina because of fear for his safety. Nisman was found dead last Sunday, the day before he was to testify before congress about his explosive allegations that President Cristina Fernandez shielded Iranian officials wanted in the South American country's biggest terrorist attack. (AP Photo/Adrian Bono)

Damian Pachter kurz vor seinem Abflug am Flughafen von Buenos Aires.  Bild: Adrian Bono/AP/KEYSTONE

«Argentinien hat sich in einen dunklen, von einem korrupten politischen System geführten Ort verwandelt», schrieb er für die Digitalausgabe der israelischen Zeitung «Haaretz», für die er auch von Buenos Aires aus arbeitete. 

Nach der Nachricht über den Tod Nismans habe er Angst um sein Leben gehabt, sagte der Journalist. Er wurde nach eigenen Angaben von einem Geheimdienstagenten verfolgt. Danach habe er entschieden, Argentinien zu verlassen. «Ich kann nicht mehr in das Land (Argentinien) zurückkehren, zumindest nicht bis zum Ende dieser Regierung», sagte er vor seiner Ausreise der Zeitung «Clarin». (feb/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Immerhin Unterstützung von Mourinho

Selbst Blatter wundert sich über die Wahl von Messi zum besten WM-Spieler – und was sagen die Statistiker?

Lionel Messis Wahl zum besten Spieler der WM kam nicht überall gut an. Während sich Diego Maradona und Sepp Blatter wunderten, erhält der «Floh» Unterstützung von einem alten Intimus. Auch die Statistiker sind sich nicht einig.

Sogar Messi selbst war es wohl etwas peinlich, als er nach dem verlorenen WM-Final die Treppe zur Ehrentribüne hochgehen und sich den «Goldenen Ball» für den besten Spieler der WM abholen musste. So manch einer rieb sich vor dem Fernseher die Augen. Messi, der beste Spieler? 

Die Wahl kam tatsächlich etwas überraschend. Zwar hatte Messi in der Vorrunde vier Treffer erzielt und Argentinien quasi im Alleingang in die K.o.-Runde geschossen. Doch ausser dem tödlichen Pass auf Angel Di Maria …

Artikel lesen
Link zum Artikel