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ZUR HEUTIGEN DEBATTE IM NATIONALRAT UEBER DIE ARMEEREFORM STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 18. JUNI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  - Grenadiers at training with the Minimi (light machine guns, LMg 05), pictured during an exercize within the framework of the explosives training of the Swiss Armed Forces grenadier recruit school in Isone, canton of Ticino, Switzerland, on September 30, 2013. The grenadiers practice to change the gun barrel as quickly as possible. After 200 shots, they have to change it, otherwise the gun would become too hot. They always carry a second gun barrel with them. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Grenadier-Rekruten bei der Ausbildung mit dem Minimi (Leichtes Maschinengewehr 05, LMg05), aufgenommen bei einer Uebung im Rahmen der Sprengstoffausbildung der Grenadier-Rekrutenschule der Schweizer Armee in Isone, Kt. Tessin, am 30. September 2013. Die Grenadiere trainieren, den Lauf des Minimi so schnell wie m

Die neue Armee soll nur noch 100'000 Angehörige haben.  Bild: KEYSTONE

Nationalrat beschliesst: Armee wird von 200'000 auf 100'000 Angehörige halbiert



Der Sollbestand der Armee wird auf 100'000 Armeeangehörige verkleinert. Alle Anträge für eine grössere oder eine kleinere Truppe sind am Donnerstag im Nationalrat gescheitert. Heute liegt der Sollbestand bei 200'000, davon sind aber 80'000 in der Reserve eingeteilt. Künftig gibt es nur noch aktive Verbände. Zudem ist die Truppe tatsächlich grösser als 100'000 Mann: Damit zu jedem Zeitpunkt so viele Armeeangehörige einsatzfähig und nicht aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verhindert sind, liegt der Effektivbestand bei 140'000. 

Der Nationalrat ist einverstanden, die Rekrutenschule auf 18 Wochen zu verkürzen. Soldaten sollen aber nicht nur fünf Wiederholungskurse absolvieren, wie der Ständerat beschlossen hat, sondern sechs.

Diese sollen drei je Wochen dauern. Zwei Wochen seien zu kurz, das hätten Besuche bei WK-Truppen gezeigt, sagte FDP-Sprecherin Corina Eichenberger (AG). Der Nationalrat folgte dem Antrag seiner Kommission mit 117 zu 66 Stimmen.

Beim Konzept des Nationalrats kämen rund 260 Diensttage zusammen, ungefähr gleich viele wie heute. Der Bundesrat hatte vorgeschlagen, dass Wiederholungskurse nur noch zwei Wochen dauern sollen, maximal wären damit 225 Diensttage zu leisten gewesen. Der Ständerat kommt auf 245 Diensttage.

Obligatorisches Schiessen bleibt

Roland Fischer (GLP/LU) wollte die ausserdienstliche Schiesspflicht aufheben. Diese mache heute keinen Sinn mehr, sagte er. Auch für die Berner Grüne Aline Trede genügt es, wenn während der militärischen Ausbildung geübt wird.

Das ausserdienstliche Schiessen sei ein Auffrischen und diene auch dem Unterhalt der Dienstwaffe, sagte FDP-Sprecherin Eichenberger. «Eine Waffe einfach nur im Schrank zu haben ist gefährlich», sagte Kommissionssprecher Thomas Hurter (SVP/SH). Fischers Antrag wurde mit 115 zu 67 Stimmen abgelehnt.

Als letzter grosser Diskussionspunkt steht nun das Budget der Armee auf der Traktandenliste. Das Parlament hatte sich schon früher auf 5 Milliarden Franken pro Jahr geeinigt. Die SVP beantragt, das Budget auf 5,4 Milliarden aufzustocken, eine links-grüne Minderheit stellt 4,4 Milliarden zur Diskussion. (whr/sda)

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