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Freigelassen in Ägypten

Australischer Reporter auf dem Weg nach Hause – wo sind seine Kollegen? 



Die Regierung Australiens hat die Freilassung des in Ägypten inhaftierten australischen Journalisten Peter Greste begrüsst. «Er ist unheimlich erleichtert», sagte Aussenministerin Julie Bishop am Montag in Sydney nach einem Telefonat mit dem Reporter.

Greste werde nach einer kurzen Erholungspause «so schnell wie möglich» zu seiner Familie nach Hause kommen. Der australische Journalist des arabischen Senders Al-Dschasira war am Sonntag nach einem Erlass des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi nach 400 Tagen im Gefängnis auf freien Fuss gekommen.

BRISBANE, AUSTRALIA - FEBRUARY 02:  Andrew Greste, brother of Peter Greste, poses for a photograph after speaking to media representatives at the ABC studios on February 2, 2015 in Brisbane, Australia. Al Jazeera Journalist Peter Greste was released yesterday after spending 400 days in an Egyptian prison. Greste was sentenced to 7 years in prison after a widely criticized trial convicting him of aiding terrorist organizations and creating false news that damaged Egypt's international reputation.  (Photo by Glenn Hunt/Getty Images)

Der Bruder von Peter Greste mit einem Plakat des freigelassenen Journalisten.  Bild: Getty Images AsiaPac

Ungewiss blieb das Schicksal seiner Kollegen Mohammed Fahmy und Baher Mohammed. Alle drei waren Ende 2013 in einem Kairoer Hotel festgenommen worden. Sie hatten über die kurz zuvor als Terrororganisation verbotene Muslimbruderschaft berichtet.

Ägypten warf ihnen daraufhin die Unterstützung der Bruderschaft vor. Sie hätten zudem heimlich und ohne Akkreditierung gearbeitet. Kairo betrachtet Al-Dschasira als Sprachrohr der Regierung in Katar, wo der Sender seinen Sitz hat.

Kairo wirft Katar vor, die Muslimbrüder zu unterstützen. Die Bewegung selbst wurde in Ägypten nach dem Sturz des aus der Muslimbruderschaft hervorgegangenen Präsidenten Mohammed Mursi als Terrororganisation eingestuft und verboten.

Ein Gericht verurteilte die Reporter im Juni des Vorjahres zu Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren. Das Urteil stiess weltweit auf scharfe Kritik.

Kurz nach seiner Freilassung wurde Greste in Kairo zum Flughafen gebracht, von wo aus er nach offiziellen Angaben das Land in Richtung Zypern verliess. Mit seiner Abschiebung profitierte er von einem im November von al-Sisi erlassenen Dekret, wonach inhaftierte Ausländer abgeschoben werden dürfen, um ihre Haftstrafen in ihrem Heimatland abzusitzen. (feb/sda/dpa/afp)

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