Bern
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tourismus

Grindelwalder sagen Ja zu grossem Bahnprojekt

Grindelwalderinnen und Grindelwalder stellen sich hinter ein millionenschweres Bahnprojekt der Jungfraubahnen. An der Gemeindeversammlung gaben sie am Mittwoch Abend grünes Licht für die sogenannte V-Bahn. Die Versammlung stellte sich mit 1046 zu 419 Stimmen hinter das Projekt.

Das Projekt war im Tal umstritten. Vorgebracht wurden landschaftsschützerische und touristische Bedenken.

Versüsst wurde den Stimmberechtigten der Entscheid durch die Ankündigung, die Jungfraubahnen wollten künftig einen Fonds für nachhaltige Projekte in den beiden betroffenen Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen speisen und zwar mit 200'000 Franken pro Jahr.

Der angekündigte Fonds ist eine Reaktion auf eine Unterschriftensammlung in Grindelwald. Die Petitionäre forderten, dass die Gemeinde regelmässig eine Mehrwertabschöpfung vornehme und so mehr Geld aus dem Bahnprojekt ziehen könne.

Eine solche Abschöpfung sei rechtlich nicht möglich, beschied Gemeindepräsident Manuel Schläppi den Petitionären und der Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat habe aber mit den Jungfraubahnen nochmals diskutiert und «im Sinne eines Zeichens» solle nun ein Fonds geäufnet werden, gab Schläppi an der Gemeindeversammlung bekannt.

Die Meinungen an der gut besuchten Gemeindeversammlung schienen ohnehin gemacht. Zu Wort meldete sich gerade mal ein Gegner des Projekts und ein Befürworter, beide erhielten Applaus, der Befürworter erwas mehr als der Gegner.

Millionen-Projekt

Die Jungfraubahnen wollen mit dem grössten Projekt seit dem Bau der Bahn aufs Jungfraujoch vor allem die Kapazität steigern und die Reisezeit verkürzen. Dazu soll die Region Kleine Scheidegg/Eigergletscher sowie der Männlichen mit einer sogenannten V-Bahn besser erschlossen werden.

Von einer gemeinsamen Talstation in Grindelwald Grund aus soll ein Ast der V-Bahn auf den Männlichen führen und damit eine in die Jahre gekommene Gondelbahn ersetzen. Der andere Ast soll in Form einer neuen Seilbahn, dem Eiger-Express, direkt zum Eigergletscher führen.

Ergänzt wird das Projekt unter anderem mit einer neuen Bahnstation, die die V-Bahn besser an den öffentlichen Verkehr anbindet. Ebenfalls gebaut werden soll ein neues Parkhaus für rund 1000 Autos. Insgesamt sind rund 400 Millionen Franken für das Projekt veranschlagt. (sda)



Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Reitschule zieht in PR-Kampf gegen Polizei – und die wehrt sich so

Bilder von Verletzten und Gummigeschoss-Smiley: Nach den wüsten Krawallen schiesst das Berner Kulturzentrum auf den sozialen Medien aus allen Rohren gegen die Polizei. 

Linksautonome und Polizisten geraten sich seit der Besetzung der heutigen Reitschule 1987 immer wieder in die Haare. Nach dem obligaten Aufschrei und den Schuldzuweisungen im Nachgang von Ausschreitungen gehen sowohl die Politik wie der Reitschulbetreiber meist rasch zur Tagesordnung über – zumindest bis anhin. 

Nach den jüngsten, schweren Krawallen vor der Reitschule mit  Verletzten auf beiden Seiten feuert das Kulturzentrum auf sozialen Medien und mittels Pressecommuniqués in …

Artikel lesen
Link zum Artikel