Bern
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Tourismus

Grindelwalder sagen Ja zu grossem Bahnprojekt

24.10.14, 22:46

Grindelwalderinnen und Grindelwalder stellen sich hinter ein millionenschweres Bahnprojekt der Jungfraubahnen. An der Gemeindeversammlung gaben sie am Mittwoch Abend grünes Licht für die sogenannte V-Bahn. Die Versammlung stellte sich mit 1046 zu 419 Stimmen hinter das Projekt.

Das Projekt war im Tal umstritten. Vorgebracht wurden landschaftsschützerische und touristische Bedenken.

Versüsst wurde den Stimmberechtigten der Entscheid durch die Ankündigung, die Jungfraubahnen wollten künftig einen Fonds für nachhaltige Projekte in den beiden betroffenen Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen speisen und zwar mit 200'000 Franken pro Jahr.

Der angekündigte Fonds ist eine Reaktion auf eine Unterschriftensammlung in Grindelwald. Die Petitionäre forderten, dass die Gemeinde regelmässig eine Mehrwertabschöpfung vornehme und so mehr Geld aus dem Bahnprojekt ziehen könne.

Eine solche Abschöpfung sei rechtlich nicht möglich, beschied Gemeindepräsident Manuel Schläppi den Petitionären und der Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat habe aber mit den Jungfraubahnen nochmals diskutiert und «im Sinne eines Zeichens» solle nun ein Fonds geäufnet werden, gab Schläppi an der Gemeindeversammlung bekannt.

Die Meinungen an der gut besuchten Gemeindeversammlung schienen ohnehin gemacht. Zu Wort meldete sich gerade mal ein Gegner des Projekts und ein Befürworter, beide erhielten Applaus, der Befürworter erwas mehr als der Gegner.

Millionen-Projekt

Die Jungfraubahnen wollen mit dem grössten Projekt seit dem Bau der Bahn aufs Jungfraujoch vor allem die Kapazität steigern und die Reisezeit verkürzen. Dazu soll die Region Kleine Scheidegg/Eigergletscher sowie der Männlichen mit einer sogenannten V-Bahn besser erschlossen werden.

Von einer gemeinsamen Talstation in Grindelwald Grund aus soll ein Ast der V-Bahn auf den Männlichen führen und damit eine in die Jahre gekommene Gondelbahn ersetzen. Der andere Ast soll in Form einer neuen Seilbahn, dem Eiger-Express, direkt zum Eigergletscher führen.

Ergänzt wird das Projekt unter anderem mit einer neuen Bahnstation, die die V-Bahn besser an den öffentlichen Verkehr anbindet. Ebenfalls gebaut werden soll ein neues Parkhaus für rund 1000 Autos. Insgesamt sind rund 400 Millionen Franken für das Projekt veranschlagt. (sda)



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Diese 16 Schweizer Skigebiete trifft der Schneemangel am härtesten

Der schneearme Dezember hat vor allem den mittelgrossen Bergbahnen zugesetzt: Skigebiete, die nicht fix zwischen Sommer- und Winterbetrieb umstellen können und kein Arsenal an Schneekanonen besitzen, haben mit grösseren Herausforderungen zu kämpfen, als die Riesen- und Zwerg-Gebiete. 

Aufatmen, der Schnee ist da: Seit gefühlt einer Ewigkeit hat es nicht geschneit, der Dezember war zwar kalt, aber durchgehend sonnig. Niederschlag gab es kaum. Bis jetzt: Am Montagabend und in der Nacht hat eine Störung die Schweiz überquert, sie brachte praktisch in der gesamten Deutschschweiz Schnee. Bis morgen Donnerstag soll es zudem in den zentralen und östlichen Alpen 10 bis lokal 30 Zentimeter Neuschnee geben.

Damit ist eine rekordverdächtige Trockenphase beendet. Laut Messungen des …

Artikel lesen