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Kein schöner Anblick: Die Costa Concordia. Bild: Reuters

Prozess in Grosetto

Schlüsselzeuge und Steuermann von Costa Concordia verschwunden

Beim Costa-Concordia-Prozess in Grosseto hätte der Steuermann des Kreuzfahrtschiffs als Zeugen aussagen sollen. Doch der Mann ist für das Gericht nicht auffindbar.



«Wir sind perplex, dass der Steuermann unauffindbar ist. Er ist ein Schlüsselzeuge in diesem Prozess. Wir müssen feststellen, ob er sich in Indonesien aufhält. Wir haben sogar gehört, dass er sich angeblich in einer psychiatrischen Anstalt befindet. Eine Person kann nicht einfach so verschwinden», protestierte Schettinos Rechtsanwalt Donato Laino.

Der Indonesier Jacob Rusli Bin war schon im Juli vergangenen Jahres zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Dem Steuermann wurde eine Mitschuld an der Havarie der Costa Concordia angelastete, die zum teilweisen Kentern des Schiffs führte und 32 Menschen das Leben kostete. «Wir finden ihn nicht», sagte die Staatsanwältin von Grosseto, Maria Navarro.

32 Menschen fanden auf der Costa Concordia den Tod. Bild: AP/AP

Englische Anweisungen nicht verstanden

Der Indonesier soll die englischen Anweisungen von Kapitän Francesco Schettino nicht begriffen und einen gravierenden Fehler bei dem Manöver gemacht haben, das den Aufprall an den Felsen vor der Insel Giglio verhindern hätte sollen. Dementsprechend sauer waren die Verteidiger des angeklagten Kapitäns über die Abwesenheit des Zeugen.

Schettinos «Vize» an Bord der Costa Crociere, Ciro Ambrosio, der wegen Beihilfe im Juli zu einem Jahr und elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden war, ist seit einigen Wochen wieder auf der Kommandobrücke eines Schiffes der Reederei Costa Crociere. Ambrosio musste nach dem Unglück zwei Jahre lang in einem Büro im Hauptquartier der Gesellschaft in Genua bei reduziertem Lohn arbeiten. (whr/sda)

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