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FILE - In this Sept. 9, 2014 file photo, the new Apple Watch is modeled during a media event in Cupertino, Calif. Apple CEO Tim Cook has hinted the wearable gadget will be as game-changing as Apple’s revolutionary iPhones and iPads, which have become indispensable accessories for millions around the globe. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, File)

Was für ein Schmuckstück. Eigentlich will man sie gar nie mehr ablegen. Geht aber nicht. Der Akku ist ja nach 18 Stunden leer.  Bild: AP

Der Enthüller

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Desaster bei Apple Watch: Onanieren verfälscht Fitnesswerte

buzz orgler



Cupertino (den) — Zuerst wurde die mickrige Akkuleistung von Apples neustem Wurf kritisiert. Doch seit heute steht fest, die Smartwatch kämpft mit einem viel grösseren Problem: Die Sensoren der Uhr liefern falsche Fitnesswerte, wird sie beim Onanieren nicht abgelegt. So sollen ruckartige Auf-und-ab-Bewegungen der Hand als körperliche Aktivität registriert werden. Wer sich mit sich selbst vergnügt, während er die Uhr trägt, erhält falsche Statistiken zu seinem Kalorienverbrauch und zurückgelegten Distanzen. Dies berichten männliche Tech-Journalisten, welche die Geräte bereits vor ihrer Markteinführung am 24. April testen konnten. Das Internet hat für das Phänomen schon einen Namen gefunden: #Jerkgate.

Im Apple-Forum «Apfelkiste» schreiben mehrere männliche Techblogger, dass die Auswertung ihrer Fitness-App fehlerhaft sei. «Ich wiege 132 Kilo und habe mich heute überhaupt nicht bewegt. War nur einmal kurz an der Tankstelle, um Cola light zu holen. Das waren maximal 500 Meter Fussmarsch», berichtet der 32-jährige Detlev W. Trotzdem habe ihn seine Apple Watch kein einziges Mal aufgefordert, sich mehr zu bewegen. «Eigentlich trage ich sie ja genau darum. Am Abend leuchteten jedoch alle Werte im grünen Bereich, wohl durch die sieben Besuche auf Xhamster. Gemäss Fitnessapp war ich sogar 500 Kalorien im Minus, wegen zu viel Bewegung. Da habe ich mir gleich noch 'ne Pizza mit Salami bestellt.»

A woman holds the Apple Watch Edition during a demo following an Apple event Monday, March 9, 2015, in San Francisco. Make calls, read email, control music, manage Instagram photos, keep up with your workout, pay for groceries, open your hotel room door. CEO Tim Cook says you can do it all from your wrist with Apple Watch — for 18 hours a day. That's how long the battery will last on an average day. (AP Photo/Eric Risberg)

Die Gold-Version der Apple Watch kostet 10'000 Dollar. Sie ist wasserdicht und der Akku hält zwei Wochen. Haha, schön wär's.  Bild: AP

Martini statt Marathon

Auch andere Bewegungsmuffel und Pornofilm-Liebhaber klagen über falsche Zahlen. «Ich war heute achtmal auf Pornhub. Meine Uhr sagt mir, ich sei 16 Kilometer joggen gegangen, dabei habe ich es gerade mal bis zum Briefkasten geschafft. Wie soll ich mit solch verwirrenden Werten denn ein gesundes Leben führen?!», fragt sich der 19-jährige Oliver S. Auch der 26-jährige Mike B. ist enttäuscht. «Ich arbeite als Barkeeper in einer Cocktailbar. Gemäss Uhr bin ich heute 42 Kilometer gerannt. Schön wär's. Das waren 17 geschüttelte Martini.»

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Was die neue Uhr alles kann im Überblick. youtube/ljAcksfilms

Gemäss einem Insider passe Apple noch vor dem Verkaufsstart im April die Gebrauchsanleitung an. Neu werde darauf hingewiesen, dass die Uhr «bei romantischer Einsamkeit» auf den Nachttisch gelegt werden soll. So will sich der Konzern vor klagefreudigen Amerikanern schützen. Apple-Fans halten diesen Schritt für komplett überflüssig. «Warum benutzen diese Perversen nicht einfach die andere Hand? Bei schnellen Auf-und-ab-Bewegungen ist die Uhr sowieso nutzlos, weil man weder Mails lesen noch telefonieren kann.»

Einige Techblogger fordern unterdessen, dass der Konzern die zweite Generation der Apple Watch als Automatikuhr auf den Markt bringt. «Die Käuferschicht der männlichen 14- bis 16-Jährigen könnte dank ihres Surfverhaltens die Uhr an einem Tag mit einer Monatsration Strom versorgen.»

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über Schwulenhasser, die in Russland Asyl beantragen oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 

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