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Soll ich ihn mir aus dem Kopf schlagen? Bin ich zu naiv?

Das Anhimmeln desinteressierter Mannsbilder bringt nachweislich nichts. 
Das Anhimmeln desinteressierter Mannsbilder bringt nachweislich nichts. Bild:kafi freitag
FragFrauFreitag

Liebe Frau Freitag, Ich bin verliebt in einen Mann, der zur Zeit keine Beziehung will. 

08.01.2016, 14:0812.01.2016, 06:13

Er kommt aus einer langen Beziehung und will im Moment das Single-Leben geniessen und ausschöpfen. Ich habe unseren über mehrere Monate anwährenden (auch sexuellen) Kontakt zu ihm abgebrochen, weil ich nicht damit umgehen konnte, dass er nicht mehr von mir will. Wie gross siehst du die Chancen für mich, dass das mit uns in Zukunft mal etwas werden könnte, wenn er wieder an einer Beziehung interessiert ist? Soll ich ihn mir endgültig aus dem Kopf schlagen? Bin ich zu naiv?  Vielen lieben Dank an dich für deinen Ratschlag und deine Meinung, herzlichst. Sarah, 21

Liebe Sarah

Bei ungefähr 7,5%.
Ja.
Vermutlich schon, aber das liegt an der Verliebtheit und ist daher verzeihlich. 
Mein Ratschlag: Auch andere Mütter haben schöne Söhne.

Ganz herzlich. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.



Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.



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Wie ein Buchrücken mich daran erinnert, wo ich nie mehr hin will
Die alltägliche Physik des Unglücks.
Das Schwierige beim Ausmisten sind ja immer die Gefühle und Erinnerungen, die an den Sachen haften, von denen man sich trennen soll. In meinem Leben sind die Folgen dieses Umstands nicht nur ein Bestand von aktuell 26 (!?) Pullis, sondern auch zwei proppenvolle Bücherregale, deren Inhalte ich bei jedem Umzug aufs Neue verfluche. Und doch behalte ich sie alle: die Französischromane, die wir in der Schule lesen mussten und die mir aber so gut gefielen, dass sie mich über alle elf Wohnungswechsel meines Lebens begleitet haben, Bücher voller Eselsohren und Notizen, die ich liebte zu lesen, und solche, von denen ich glaube, sie noch lieben zu werden. Aber auch ein paar Klopper, bei denen mich einfach Titel oder Cover überzeugten oder von denen ich denke, sie machen sich besonders gut in einem wohl sortierten Bücherregal (niemand hat doch jede Seite von Ulysses gelesen?).
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