Einen Tag so viel Energie sparen wie möglich? Unter der Dusche ist Schluss!
Gemeinsam für eine nachhaltige Energiezukunft! EnergieSchweiz setzt sich als Förderprogramm des Bundesamts für Energie mit freiwilligen Massnahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung von Energieeffizienz ein. Mittels Information, Beratung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Massnahmen zur Qualitätssicherung setzt sich EnergieSchweiz dafür ein, die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen.
Mehr über das Energie-Förderprogramm EnergieSchweiz erfährst du unter www.energieschweiz.ch.
Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt.
Das Offensichtlichste zuerst: Madame Energie ist wieder da, also ME! Und so viel sei verraten, ich werde dieses Mal nicht alleine Energie sparen. Doch dazu mehr in der nächsten Folge. Erstmal will ich von meinem Energiespar-Selbsttest berichten.
Vier Tage zuvor
Ein kalter Montagmorgen im Winter, leichter Schnellfall. Ich versuche, ohne meinen Morgenkafi wachzuwerden. Einen Tag lang will ich so viel Energie wie möglich sparen – Strom, Sprit, Wärmeenergie – alles, was ich beeinflussen kann.
Meine erdgasbeheizte Mietwohnung ist seit der letzten Staffel ME nur noch auf rund 20 Grad eingestellt. «Selbst das Gfröhrlifüdli Madame E. kann sich an diese Temperaturen gewöhnen», dachte ich damals als frischgebackene ME. Mit jedem Grad weniger spare man bis zu 6 Prozent Heizkosten, heisst es. Bei drei Grad weniger also 18 Prozent. Ich merk’s an meiner Heizkostenabrechnung: Ist wie Extrageld bekommen.
Und dann die E-Zahnbürste
Auf meinem Smartphone statt am Laptop scrolle ich durch die News, gehört eben zu meinem Job. Der Laptop bleibt ausgeschaltet, bis ich ihn zum (richtigen) Arbeiten brauche. Mein Gehirn verlangt Kaffee, meine Augen fallen ständig ins Verschwommene. Jä nu.
Ob ich meine Elektrozahnbürste ohne Strom benutzen könnte? Irgendwie wär das wohl doch übertrieben. Aber schon verrückt, wofür wir im Vergleich zu früher überall Strom brauchen – bei der Zahngesundheit scheint es sich jedenfalls zu lohnen.
Mit Schnee im Gesicht
Um 07:35 Uhr ziehe ich dem Router den Stecker, packe meinen Rucksack, ziehe die Winterjacke an und schnapp mir den Velohelm. Das Velo spart im Vergleich zum Bus Zeit und Energie, kostet in der Rushhour allerdings viel Nerven. «Aber ein bisschen innerliches Fluchen gehört im Stadtverkehr einfach dazu», denke ich und wische mir den geschmolzenen Schnee aus dem Gesicht.
Ich hätte auch zu Hause arbeiten können, aber dann bräuchte ich den Router und das Licht. In unserem Freelancer-Büro teilen wir uns das zu viert.
Meine Ravioli schmecken nur mit Energie
Meine Bürokollegen sind bereits in ihre Compis vertieft. «Hoi zäme.» Ich starte den Laptop, das Handy schalte ich nicht aus, sondern auf Sparmodus, falls jemand anruft. Nicht, dass dieses gesparte Strömchen der Rede wert wäre. Aber es kostet mich ja auch keinen Aufwand.
Zum Zmittag in unserer Gemeinschaftsküche kommt eine Freundin vorbei. Sie will wissen, warum ich meine Ravioli kalt esse. «Die sind noch vom Znacht», erkläre ich. «Ich will heute so wenig Energie, wie möglich, verbrauchen und probiere, ob die Ravioli auch kalt schmecken. Tun sie nicht, aber jä nu.»
Beim Velofahren brauchst du auch Energie, im Fall!
«Und was machst du sonst noch», will sie vor ihrem nächsten Löffel heisser Suppe wissen. Ich erwähne das Velo. Und sie: «Aber wenn du Velo fährst, verbrauchst du mehr Energie. Du musst also mehr essen, und die Herstellung dieses Essens benötigt ebenfalls Energie.»
«Nein, eben nicht», rutscht es mir etwas zu energisch raus.
Ich brauche Kafi!!!
«Ich spare mir einfach das Kardiotraining im Fitnessstudio. Wenn ich regelmässig Velo fahre, spare ich also Energie und Zeit», kontere ich (wie so eine Besserwisserin, fällt mir auf. Muss ich mir abgewöhnen).
Der Not-Kafi
Am Nachmittag der Not-Kaffee. Den wollte ich mir eigentlich verkneifen – jä nu. Um kurz nach 16:30 Uhr ein Blick aufs Wetterradar. Es hat wieder angefangen – diesmal als Regen und der wird so schnell nicht aufhören.
«Tschüss zäme, bis morn!». Auf dem Heimweg rede ich mir den Regen mit einer anschliessenden, heissen Dusche schön. Das ist natürlich Quatsch:
Und dann der Ablöscher unter der Dusche
In der letzten Staffel habe ich eine Sparbrause installiert, weil Warmwasser rund 15 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt ausmacht. Hier lohnt sich das Energiesparen. Jetzt kommt nur noch gut halb so viel Wasser. Und ich dusche nicht länger als vorher. Für meinen Selbsttest könnte ich noch kalt duschen oder das Wasser beim Einseifen abdrehen.
Als Gfröhrli entscheide ich mich fürs Abschalten. Doch schon beim Shamponieren meiner Haare, wird mir so kalt, dass ich genervt vor mich hin fluche.
Ganz ehrlich? Nach dem kalten Zmittag und der Heimfahrt im Regen fühlt sich diese Dusche wie ein nasses Handtuch an, das dir jemand ins Gesicht schlägt, weil du dir Mühe geben wolltest.
Alles hat seine Grenzen
Fazit: Vieles ist gut machbar – ein, zwei Kafi weniger am Tag oder zum Arbeiten ins Büro gehen. Manches braucht Überwindung – das Velofahren bei Regen oder Kälte. Aber es spart Geld, Zeit oder beides. Aber manche Dinge wie kalte Ravioli müssen für mich nicht sein.
Was schafft ihr im Alltag gut und wo braucht ihr Überwindung und was geht gar nicht? Und vor allem: Habt ihr Tipps für energiesparende Duschen? Ab damit in die Kommentarspalte!
